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Die Anfänge des Films in der populären Kultur

  • Joachim Paech
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Mit der Erleichterung eines Historikers, der zufrieden ist, seine Geschichte von Anfang an erzählen zu können, hat Béla Balázs festgestellt: »der Film ist bekanntlich die einzige Kunst, deren Geburtstag wir kennen. Die Anfänge aller anderen Künste verlieren sich im Nebel vorgeschichtlicher Zeit« (Balázs, 1972, S. 12). Es gibt Filmhistoriker, die tatsächlich die Ursprünge des Films ›im Nebel vorgeschichtlicher Zeit‹ gesucht haben, dennoch dürfte feststehen, daß der Film ein ›Kind der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts‹ ist, an dessen Ende schließlich der ›Geburtstag‹ stattgefunden hat, von dem Balázs sprach. Und der ›Geburtsort‹ war gleichzeitig in mehreren Ländern immer ein ähnlicher: Ein Vaudeville-Theater in den USA, ein Cafè concert in Paris, ein Variete in Berlin, eine Music-Hall in London etc. Die erste öffentliche Vorführung des Kinematographen der Brüder Lumiere fand im Indischen Salon des Grand Cafe auf dem Boulevard des Capucines in Paris am 28. Dezember 1895 statt, wo sie eine Varieté-Attraktion in der Tradition der Cafe concerts war. Nach dem ersten Londoner Auftritt am 20. Februar 1896 im Regent Street Polytechnic war der Kinematograph schon wenige Tage später in den Londoner Music-Halls, dem Empire und dem Alhambra zu sehen; in New York fand die erste Projektion von Filmen auf eine Leinwand durch Edisons Vitascope am 23.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1988

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  • Joachim Paech

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