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Molière pp 156-158 | Cite as

Molières Theater: Text und Spiel

  • Jürgen Grimm
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Das Ziel dieser Studie über das Theater Molières war literaturwissenschaftlicher oder genauer gesagt literarhistorischer Art; ihre Ausgangsfrage richtete sich auf die Bedeutung des Molièreschen Theaters innerhalb des gesellschaftspolitischen Umfeldes seiner Entstehungszeit. Als Grundlage der Beantwortung diente nahezu ausschließlich der Text Molières in der vom Autor gewünschten Fassung. An diesem Punkt aber beginnt die eigentliche Problematik einer literaturwissenschaftlichen Interpretation von Molières Theater wie jedes Theaterstückes überhaupt. Denn der zeitgenössische Erfolg seines Theaters, und erst recht der postume, beruht mit Sicherheit nicht allein auf seiner literarischen Qualitität, sondern auf seiner immer wieder neu erfahrbaren und erwiesenen Bühnenwirksamkeit. Der Sinn eines Theaterstückes erschließt sich nicht nur, wie etwa im Falle eines Gedichts oder Romans, im Vollzug der Lektüre. Ganz im Gegenteil bedarf ein Theaterstück der Aufführung auf der Bühne, die allein die in ihm enthaltene Bedeutung zur Anschauung bringt. Hier aber erweist sich das Theaterstück als ein komplexes Zeichensystem und der Text nur als eine seiner Bedeutungsebenen. Und selbst, wenn wir im Falle Molières von der Annahme ausgehen dürfen, der Text sei im allgemeinen die wichtigste Aussageebene, stellt die (literaturwissenschaftliche) Konzentration auf ihn doch zugleich auch eine Vernachlässigung der zahlreichen anderen Aussageebenen dar, die allein die Aufführung auf der Bühne sinnfällig macht.

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Bibl.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1984

Authors and Affiliations

  • Jürgen Grimm

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