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Einleitung

  • Hans Joachim Schrimpf
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Das Faszinierende und bis heute zu kritischer Neuaneignung Herausfordernde des deutschen Aufklärungs-Schriftstellers Karl Philipp Moritz liegt gerade in dem, was bei den Zeitgenossen zwar menschliche Anteilnahme, aber sachlich vielfach Befremdung, Unverständnis und Kopfschütteln hervorgerufen hat, obwohl es — aus der historischen Distanz betrachtet — für die in Frage stehende Epoche von außerordentlicher symptomatischer Signifikanz erscheint. Da ist einmal sein bis heute bekanntestes Werk, der »Anton Reiser«, mit dem die frühsten zeitgenössischen Rezensenten wenig anzufangen wußten, weil es gegen die herrschende Auffassung verstieß, daß ein Werk entweder Autobiographie, also Wirklichkeits-Bericht, oder Roman, d. h. erfundene Geschichte, Fiktion zu sein habe. Das Neue und Zukunftweisende war aber gerade die hier vorgelegte erste experimentelle Konzeption eines »psychologischen Romans«, der weder das eine noch das andere sein wollte, vielmehr — und auf diese Weise sowohl die eine wie die andere Gattung verändernd — beides zugleich: ein realistischer Roman auf der Grundlage autobiographischer Fakten und detailliert geschilderter gesellschaftlicher Verhältnisse der Zeit und angewandte empirische Psychologie in der Form des Romans.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1980

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  • Hans Joachim Schrimpf

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