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Einleitung

  • Eckhard Bernstein
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Unter Frühhumanismus soll hier die Epoche etwa zwischen 1450 und 1480 verstanden werden. Das bedarf der Rechtfertigung. In kaum einer anderen Periode der deutschen Literatur sind die Übergänge so fließend und die Grenzen so wenig scharf abgesteckt wie im 15. Jh. Neben einem breiten Strom spätmittelalterlicher Literatur, der bis an die Grenze zum 16. Jh. fließt, entsteht spätestens seit der Mitte des 15. Jh. humanistische Literatur auf deutschem Boden, sowohl auf lateinisch als auch, zunächst fast nur als Ubersetzungsliteratur, auf deutsch. Daß die Zeitgenossen dieser Übergangszeit den Unterschied zwischen spätmittelalterlicher und humanistischer Literatur weniger deutlich empfanden als es späteren Literaturwissenschaftlern lieb ist, zeigt die Tatsache, daß z. B. die Erzherzogin Mechthild an ihrem Hof in Rottenburg/Württemberg gleichermaßen die romantisierenden Ritterdichtungen eines Hermann von Sachsenheim und die Übersetzungen humanistischer italienischer Werke eines Niclas von Wyle förderte. Ähnliches läßt sich an den Innsbrucker und Wiener Höfen beobachten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1978

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  • Eckhard Bernstein

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