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Wolfgang Rihm

  • Klaus Angermann
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Zusammenfassung

Wolfgang Rihm wurde am 13. März 1952 in Karlsruhe geboren. Bereits im Alter von elf Jahren unternahm er erste Kompositionsversuche. Noch als Schüler am Humanistischen Gymnasium begann er 1968 bei Eugen Werner Veite ein Kompositionsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe, dem sich weitere Kompositionsstudien zunächst bei Wolfgang Fortner und Humphrey Searle anschlossen. 1972 studierte er für ein Jahr bei Karlheinz Stockhausen in Köln, danach bei Klaus Huber in Freiburg. Daneben betrieb er musikwissenschaftliche Studien bei Hans Heinz Eggebrecht. Mitte der siebziger Jahre konnte Rihm erste Erfolge mit Orchesterwerken wie Dis-Kontur und Sub-Kontur, vor allem aber mit seiner zweiten Kammeroper Jakob Lenz feiern. Letztere zählt seither zu den meist aufgeführten Werken des neuen Musiktheaters. Für sein umfangreiches Schaffen, das Werke nahezu aller Gattungen umfaßt, erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. Seit 1985 ist Rihm als Nachfolger seines Lehrers Veite Professor für Komposition an der Karlsruher Musikhochschule. Zusätzlich zu seiner kompositorischen Tätigkeit widmet er sich in verschiedenen Gremien intensiv der Förderung des zeitgenössischen Musikschaffens, unter anderem als Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrats und des Deutschen Komponistenverbandes, als Kuratoriumsmitglied der Heinrich Strobel-Stiftung und im Aufsichtsrat der GEMA. Seit 1984 ist er musikalischer Berater der Deutschen Oper Berlin. Künstlerisch prägend für Rihm, der in Karlsruhe und Berlin lebt, sind neben Anton Webern, Karlheinz Stockhausen und Morton Feldman besonders Wilhelm Killmayer, Helmut Lachenmann und in hohem Maße Luigi Nono, dem er mehrere Werke gewidmet hat.

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Literaturhinweise

  1. Ulrich Mosch (Hrsg.), Wolfgang Rihm: ausgesprochen. Schriften und Gespräche, Mainz 1997.Google Scholar
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Authors and Affiliations

  • Klaus Angermann

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