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Leoš Janáček

  • Wolf Dieter Peter
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Zusammenfassung

Leoš Janáček kommt am 3. Juli 1894 in eher ärmlichen Verhältnissen als zehntes von dreizehn Kindern2 eines Dorfschullehrerehepaars in Hukvaldy in der Lachei, dem östlichen Mähren, zur Welt. Auf deutsche Schulen folgt eine tschechische Lehrer-, Orgel- und Chordirigentenausbildung. Kompositionsstudien in Leipzig und Wien bleiben ohne Abschluß. Die Heirat mit Zdenka Schulz führt zu einer langen, unglücklichen Ehe. Janáček gründet und leitet die Brünner Orgelschule bis 1919, sammelt Volkslieder, beginnt zu komponieren und beschäftigt sich seit 1894 mit der Sprechmelodie. Er ediert Tänze und Lieder seiner Heimat. Er komponiert in unterschiedlichsten Gattungen, bleibt aber ohne Anerkennung. 1916 beginnt die Freundschaft mit Max Brod, dessen Übersetzungen Janáček einem Teil der deutschsprachigen Opernszene zugänglicher machen. Erst der Erfolg der Jenůfa am Prager Nationaltheater im gleichen Jahr eröffnet dem Zweiundsechzigjährigen den Weg zu nationaler Wertschätzung. Seit 1917 begleitet Kamila Stösslová als Herzensfreundin Janáček Lebensweg und als ›Muse‹ alle Kompositionen bis zu seinem Lebensende. 1919 feiert er die neue Tschechoslowakische Republik schriftstellerisch und musikalisch. Der triumphale Jenůfa-Erfolg in Erich Kleibers Einstudierung in Berlin 1924 bedeutet für Janáček den Durchbruch im wichtigsten Opernland und führt schließlich noch zu seinen Lebzeiten zu weltweiter Anerkennung. Am 12. August 1928 stirbt Janáček in Ostrava.

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Literaturhinweise

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  • Wolf Dieter Peter

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