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Querelles pp 142-155 | Cite as

Androgynie, soziale Einstellungen und psychische Gesundheit: Zwei Untersuchungen an Frauen im Zeitvergleich

  • Dorothee Alfermann
  • Dieter Reigber
  • Judith Turan

Zusammenfassung

Aus (sozial-)psychologischer Sicht bedeutete das Androgyniekonzept, das in den siebziger Jahren durch die Arbeiten von Janet Spence und Sandra Bern einen großen Aufschwung erfuhr, eine Abkehr von bis dahin gängigen Vorstellungen. Galt es doch lange als unumstritten, daß Maskulinität und Femininität einander ausschließen. Gemeint sind mit Maskulinität Eigenschaften und Verhaltensdispositionen, die als typisch für Männer anzusehen sind, die somit zum männlichen Stereotyp und zur männlichen Rolle gehören. Entsprechend soll Femininität solche Eigenschaften und Verhaltensdispositionen umfassen, die als typisch für Frauen gelten, die somit zum weiblichen Stereotyp und zur weiblichen Rolle gehören. Das Endziel einer gelungenen Geschlechtsrollenentwicklung wurde darin gesehen, daß weibliche Individuen fcd männliche maskuline; statistisch ausgedrückt: Das biologische Geschlecht war hoch korreliert mit dem dazu passenden psychologischen Geschlecht, also der Geschlechtsrollenidentität.

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Anmerkungen

  1. 2.
    Bierhoff-Alfermann, Dorothée: Androgynie. Möglichkeiten und Grenzen der Geschlechterrollen. Opladen 1989.Google Scholar
  2. 9.
    Vgl. Runge, Thomas / Frey, Dieter / GoUwitzer, Peter / Helmreich, Robert / Spence, Janet Taylor: Cross-Cultural Stability of Masculine (Instrumental) and Feminine (Expressive) Traits. A Comparison Between Students in the United States and West Germany. In: Journal of Cross-Cultural Psychology, 2, 1981, S. 142–162.CrossRefGoogle Scholar
  3. 10.
    Vgl. Alfermann 1993; Horstkemper, Marianne: Berufs- und Lebensalltag von Frauen in der Bundesrepublik: Ein Ost-West-Vergleich. In: Reigber (Hg.) 1993, S. 62–109.Google Scholar
  4. 11.
    Bern, Sandra L.: Androgyny and Gender Schema Theory: A Conceptual and Empirical Integration. In: Richard Dienstbier / Theodore Sonderegger (Hg.): Nebraska Symposium on Motivation. Bd. 32. Psychology and Gender. Lincoln 1985, S. 179–226.Google Scholar
  5. 14.
    Siehe Winkler, Gunnar: Sozialreport 1995. Berlin 1995Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

  • Dorothee Alfermann
  • Dieter Reigber
  • Judith Turan

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