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Querelles pp 242-245 | Cite as

Annette Runte: Biographische Operationen. Diskurse der Transsexualität. München 1996, 798 Seiten.

  • Sabine Hark

Zusammenfassung

»I don’t feel like a woman, I want to feel like a woman. Do you understand?«1 Unfreiwillig offenbart die Mannzu-Frau Transsexuelle Todd im Gespräch mit dem Psychiater Richard Green die Paradoxie der transsexuellen Erfahrung: daß »Transsexuelle morgen schon gestern das Geschlecht gewesen sein werden, daß sie heute noch nicht sind«, wie Gesa Lindemann formulierte.2 Erst am Ende der Veränderung nämlich wird das entstanden sein, was alle Beteiligten für deren Voraussetzung halten: eine Geschlechtsidentität, die nicht zum alten Geschlecht paßt. In der transsexuellen Erfahrung werden die Geschlechter also als zeichenhafte Konstrukte sichtbar, zugleich aber, unter Berufung auf das unbegründbare Gefühl, im ›falschen Körper gefangen‹ zu sein, essentialistisch begründet.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Green, Richard: The ›Sissy Boy Syndrome‹ and the Development of Homosexuality. New Haven, London 1987, S. 127, zit. nach Runte 1996, S. 42 (Anm. 2).Google Scholar
  2. 2.
    Lindemann, Gesa: Das paradoxe Geschlecht. Transsexualität im Spannungsfeld von Körper, Leib und Gefühl. Frankfurt/M. 1993.Google Scholar
  3. 3.
    Zizek, Slavoj: Liebe Dein Symptom wie Dich selbst! Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien. Berlin 1991, S. 26.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

  • Sabine Hark

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