Advertisement

Querelles pp 232-241 | Cite as

Androgynie — eine falsche Zeitdiagnose?

  • Ulla Bock
  • Dorothee Alfermann

Zusammenfassung

Ulla Bock: Frau Rohde-Dachser, Sie sind Soziologin, aber vor allem auch Psychoanalytikerin und Hochschullehrerin für Psychoanalyse an der Universität Frankfurt am Main. Sie sind uns bekannt durch ihre Texte zur Weiblichkeit im Diskurs der Psychoanalyse,1 die zeigen, daß Sie sich mit einer kritischen Aufmerksamkeit im eigenen Theoriegebäude bewegen. Sie betonen, wie wichtig es sei, die psychoanalytische Selbstreflexion auf die Theorien der Psychoanalyse selber anzuwenden und sagen, was uns die psychoanalytischen Theorien über die Geschlechterdifferenz mitteilen, sei nicht die Wirklichkeit. Was wir in ihnen finden, sei vielmehr ein Erkennen, das für einen Moment die Illusion von Wahrheit schaffe, bis wir wieder feststellen müssen, daß wir einen Mythos festgehalten haben. In diesem Sinne sehen Sie in vielen Aussagen über das, was im psychoanalytischen Diskurs als »weiblich« und »männlich« beschrieben wird, einen Ausdruck unbewußter Phantasien.2

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Siehe Rohde-Dachser, Christa: Expedition in den dunklen Kontinent. Weiblichkeit im Diskurs der Psychoanalyse. Berlin u. a. 1992.Google Scholar
  2. 2.
    Rohde-Dachser, Christa: Unbewußte Phantasien und Mythenbildung in psychoanalytischen Theorien über die Differenz der Geschlechter. In: Im Schatten des Kirschbaums. Psychoanalytische Dialoge. Bern 1995 (1. Nachdruck), S. 113.Google Scholar
  3. 6.
    Christine von Braun: Nicht Ich. Logik, Lüge, Libido. Frankfurt/M 1985.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

  • Ulla Bock
  • Dorothee Alfermann

There are no affiliations available

Personalised recommendations