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Wie wir’s dann zuletzt so herrlich weit gebracht

  • Norbert Wokart
Chapter

Zusammenfassung

Jede Zeit hat ihre Leitbegriffe, in denen sie sich wiederfindet, weil sie mit ihnen artikuliert, was sie als ihre besonderen Stärken empfindet, und bei welchen Themen sie glaubt, die Vergangenheit glücklich hinter sich gelassen zu haben. Sieht man aber näher zu, erweisen sich diese Begriffe oft genug als bloße Parolen und leere Worte, die weniger die Realität beschreiben als die Missverständnisse einer Zeit und die Hoffnungen der Zeitgenossen. Solche Begriffe sind daher auch Zeichen für die Irrtümer und Selbsttäuschungen einer Zeit. Wir wissen, welche Hoffnungen das Zeitalter der Aufklärung auf die Vernunft setzte. Diese sollte Licht in das Dunkel bisheriger Pseudoerkenntnis bringen, jeden Aberglauben und alle Vorurteile austreiben und dadurch ein wahres und sich selber klares Leben ermöglichen. Wir wissen aber auch, wie sehr diese Hoffnungen trogen und welche unvernünftigen Ergebnisse der Glaube an die Vernunft hervorbrachte; denn worin eine Zeit ihre Hoffnungen setzt, darin liegt oft auch Falsches und Widersprüchliches, manches kaum oder schlecht Reflektierte, vieles aus Konvention Mitgeschleppte und manches bewusst von Einzelinteressen und vom blanken Eigennutz Diktierte.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1998

Authors and Affiliations

  • Norbert Wokart

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