Advertisement

Einleitung: Warum dies eine Geschichte des politischen Denkens (und nicht nur der Klassiker der Politik, der politischen Philosophie, der politischen Ideen oder Theorien) ist

  • Henning Ottmann
Chapter

Zusammenfassung

Die Geschichte des politischen Denkens ist eine Hinterlassenschaft. Sie ist ein Vermächtnis. Gegenüber Vermächtnissen und Hinterlassenschaften ist man frei und gebunden zugleich. Man ist frei, da man sie ausschlagen kann. Und wer wird sie nicht ausschlagen, wenn sie so erdrückend sind, daß sie das eigene Leben ersticken und man nichts mehr zu sein hätte als ein Verwalter von Erbschaften einer längst vergangenen Zeit? Aber Hinterlassenschaften können auch Erbschaften großer Schätze sein. Und wer wäre wiederum so dumm, daß er ausschlüge, was nach etwas Renovierung immer noch schöner ist als das neueste Modestück? Man muß freilich mit Hinterlassenschaften leben können, und so wird man miteinander kombinieren, was alt und was neu ist, was man ererbt und was man selber erworben hat. Manches paßt zueinander erstaunlich gut.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. A. Bergstraesser, Die Stellung der Politik unter den Wissenschaften, in: Ders., Politik in Wissenschaft und Bildung, Freiburg 1961, 17–29.Google Scholar
  2. I. Fetscher/H. Münkler (Hrsg.), Pipers Handbuch der politischen Ideen, 5 Bde., München 1985 ff.Google Scholar
  3. H. Fenske/D. Mertens/W. Reinhard/K. Rosen, Geschichte der politischen Ideen. Von Homer bis zur Gegenwart, Frankfurt a.M. 21997.Google Scholar
  4. E. Fraenkel, Die Wissenschaft von der Politik und die Gesellschaft, in: H. Schneider (Hrsg.), Aufgabe und Selbstverständnis der politischen Wissenschaft, Darmstadt 1987, 228–248.Google Scholar
  5. M. Horkheimer, Traditionelle und Kritische Theorie (1937), in: Ders., Traditionelle und Kritische Theorie. Vier Aufsätze, Frankfurt a. M. 1970, 12–56.Google Scholar
  6. H. Maier/H. Rausch/H. Denzer (Hrsg.), Klassiker des politischen Denkens, 2 Bde., München 1968ff.,62001.Google Scholar
  7. J. McClelland, A History of Western Political Thought, London/New York 1996, repr. 1998. H. Ottmann, In eigener Sache: Politisches Denken, in: Politisches Denken. Jahrbuch 1995/96, V. Gerhardt/H. Ottmann/M. P. Thompson/K. Graf Ballestrem (Hrsg.), Stuttgart 1996, 1–9.Google Scholar
  8. Chr. Rowe/M. Schofield (Hrsg.), The Cambridge History of Greek and Roman Political Thought, Cambridge 2000.Google Scholar
  9. G.H. Sabine/L. Thorson, A History of Political Theory, Hinsdale/Ill. 41973.Google Scholar
  10. Th. Stammen, Politische Theorien und rhetorische Textstrategien (1997), in: Ders., Studien zum politischen Denken des Humanismus, München 1999, 295–304.Google Scholar
  11. L. Strauss/J. Cropsey (Hrsg.), History of Political Philosophy, Chicago 31987.Google Scholar
  12. J. Tully (Hrsg.), Meaning and Context: Quentin Skinner and his Critics, Cambridge 1988.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Henning Ottmann

There are no affiliations available

Personalised recommendations