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Laszivität und Muße

  • Carolin Fischer
Chapter

Zusammenfassung

Es ist gewiß kein Zufall, wenn der jüngste der erregenden Texte, die bei der Begriffsbestimmung als Beispiel dienen, die Courtisanengespräche Pietro Aretinos, aus dem Jahre 1534 stammt. Dies legt die Vermutung nahe, daß kein antiker Text die gewünschte Funktion ähnlich vorbildlich erfüllt. Aber die Liebeskunst Ovids, die Freizügigkeit, mit der Aristophanes Lysistrate das Wort ergreifen läßt, die in allen Schulbüchern zensurierten Satiren Juvenals oder gar die Amouren des Göttervaters Zeus höchstpersönlich, soll all das nichts gewesen sein? Niemand wird bestreiten wollen, daß zahlreiche Autoren der Antike über Liebeslust und -leid, von Begehren und Erfüllung mit einer freizügigen Sinnlichkeit geschrieben haben, die wir in späteren Epochen so kaum finden. Sind diese Texte aber erregend? Die Frage läßt sich nur beantworten, indem in diesem Kapitel eine Vielzahl der Texte, die über Jahrhunderte als erotisch galten und immer wieder in die entsprechenden Anthologien Eingang fanden, genau unter diesem Gesichtspunkt analysiert werden. Natürlich muß hierbei die Rolle der Sexualität in der Literatur zur Sprache kommen.

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Anmerkungen

  1. 3.
    Marcus, Steven: The Other Victorians. A Study of Sexuality and Pornography in Mid-Nineteenth-Century England. London 1966.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

Authors and Affiliations

  • Carolin Fischer

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