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Die Passion pp 75-79 | Cite as

Die Passionen von Heinrich Schütz

  • Kurt von Fischer
Chapter

Zusammenfassung

Als letzte schöpferische Frucht des alten responsorialen Passionsmodells sind die drei von Heinrich Schütz 1665/66 komponierten Passionen nach Matthäus, Lukas und Johannes zu betrachten. Sie sind für dieselbe Dresdener Hofkirche geschrieben, für die hundert Jahre früher schon Scandello seine Passion komponiert und für deren Neubau-Einweihung, nun als katholische Kirche, Johann Sebastian Bach möglicherweise seine h-Moll-Messe bestimmt hat. Im Gegensatz nicht nur zur katholischen Liturgie, sondern auch zu den meisten evangelischen Kirchen wurde hier zu Schützens Zeit am Palmsonntag die Lukas- und nicht die Matthäuspassion gesungen. Diese war für den Passionssonntag Judica (eine Woche vor Palmsonntag) bestimmt. Am traditionellen Tag, dem Karfreitag, erklang die Johannespassion (s. Abb. XXII, S. 78). Die von Schütz nicht vertonte Markuspassion ist in einer zeitgenössischen Handschrift durch das Werk des in Dresden wirkenden Italieners Marco Gioseppe Peranda belegt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

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  • Kurt von Fischer

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