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Das untergehende Vaterland… Hölderlins Geschichtsphilosophie als Theorie der Erinnerung

  • Helmut Hühn
Chapter

Zusammenfassung

Noch 1798, »vielleicht während oder nach dem Besuch in Rastatt« (vgl. FHA 5, 565), oder im Sommer 1799 (vgl. StA I, 609) dichtet Hölderlin eine Ode im alkäischen Strophenmaß mit dem Titel Der Zeitgeist. Diese Ode dokumentiert einen bedeutsamen Wandel in seinem Dichten und Denken. Es ist die erschütternde Erfahrung der Realität der Zeit, die im Gedicht reflektiert wird. Mit dieser Erfahrung verknüpft ist ein neues Gewahrwerden des Göttlichen: die Wahrnehmung seines Wirksamwerdens als Zeitgeist inmitten der dramatischen Prozesse der geschichtlichen Gegenwart. Das Bewußtsein solcher Wirksamkeit erschließt ein neues Verständnis des Göttlichen wie der geschichtlichen Zeit und verlangt eine neue Verständigung des Subjektes über sich selbst.

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Notizen

  1. 1.
    Karl Reinhardt: Hölderlin und Sophokles, in: Tradition und Geist. Gesammelte Essays zur Dichtung, hg. C. Becker (Göttingen 1960) 390.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Wolfgang Binder: Hölderlins »Friedensfeier«, in: DVjs 30 (1956) 308, Anm.;Google Scholar
  3. Peter Szondi: Einführung in die literarische Hermeneutik, hg. J. Bollack, H. Stierlin (Ff/M 1975) 247. 249. 389. 393f.Google Scholar
  4. 3.
    Albrecht Seifert: Untersuchungen zu Hölderlins Pindar-Rezeption (München 1982) 94f.Google Scholar
  5. 4.
    Vgl. Wolfgang Binder: Hölderlins Dichtung Homburg 1799, in: Friedrich Hölderlin. Studien von W. Binder, hg. E. Binder, K. Weimar (Ff/M 1987) 171.Google Scholar
  6. 6.
    Hinsichtlich des Bedeutungshofes des Wortes zu Hölderlins Zeit vgl. Georg Stanitzek: Blödigkeit. Beschreibungen des Individuums im 18. Jh. (Tübingen 1989), zur Ode Der Zeitgeist, a.O. 275, Anm. 149.CrossRefGoogle Scholar
  7. 7.
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts, in: Werke, hg. E. Moldenhauer, K.M. Michel (Ff/M 1969–71) Bd. 7, 26;Google Scholar
  8. 8.
    Dietrich Walter Jöns: Begriff und Form der historischen Zeit bei Johann Gottfried Herder (Göteborg 1956) 55–66.Google Scholar
  9. 10.
    Vgl. Lothar Kempter: Herder, Hölderlin und der Zeitgeist. Zur Frühgeschichte eines Begriffs, in: HJb 27 (1990/91) 51–76, bes. 65ff.Google Scholar
  10. 11.
    Rainer Nägele: Text, Geschichte und Subjektivität in Hölderlins Dichtung — »Uneßbarer Schrift gleich« (Stuttgart 1985) 148.Google Scholar
  11. 13.
    Nach dieser Ausgabe wird der Aufsatz hier zitiert: Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke Bd. 14, »Frankfurter Ausgabe«. Historisch-kritische Ausgabe, hg. W. Groddeck, D. E. Sattler (Ff/M 1979) 174–178.Google Scholar
  12. 14.
    Hans-Georg Gadamer: Über leere und erfüllte Zeit (1969), in: GW 4: Neuere Philosophie II (Tübingen 1987) 152.Google Scholar
  13. 16.
    Wichtig sind die Arbeiten von Michael Konrad: Hölderlins Philosophie im Grundriß. Analytischkritischer Kommentar zu Hölderlins Aufsatzfragment »Über die Verfahrungsweise des poetischen Geistes« (Bonn 1967);Google Scholar
  14. Gerhard Buhr: Hölderlins Mythenbegriff. Eine Untersuchung zu den Fragmenten »Über Religion« und »Das Werden im Vergehen« (Ff/M 1972);Google Scholar
  15. Jürgen Söring: Die Dialektik der Rechtfertigung. Überlegungen zu Hölderlins Empedokles-Projekt (Ff/M 1973);Google Scholar
  16. Andreas Thomasberger: Von der Poesie der Sprache. Gedanken zum mytho=logischen Charakter der Dichtung Hölderlins (Ff/M, Bern 1982);Google Scholar
  17. Johann Kreuzer: Erinnerung. Zum Zusammenhang von Hölderlins theoretischen Fragmenten »Das untergehende Vaterland …« und »Wenn der Dichter einmal des Geistes mächtig ist …« (Königstein/Ts. 1985);Google Scholar
  18. Fred Lönker: ›Welt in der Welt‹. Eine Untersuchung zu Hölderlins »Verfahrungsweise des poetischen Geistes« (Göttingen 1989).Google Scholar
  19. 17.
    Vgl. dagegen Dieter Henrich: Hegel und Hölderlin, in: Hegel im Kontext (Ff/M 31981) 30: »Er (sc. Hölderlin) bearbeitete nun nicht mehr philosophische Grundlegungsprobleme. Die Theorie der Dichtung, der Unterschied zwischen griechischer und moderner Poesie, das rechte Verhältnis beider zueinander und der Charakter poetischer Sprache wurden seine Themen.« Der Gang des Andenkens (Stuttgart 1986) 145 [=DGdA].Google Scholar
  20. 18.
    Vgl. Christoph Jamme: »Ein ungelehrtes Buch«. Die philosophische Gemeinschaft zwischen Hölderlin und Hegel in Frankfurt 1797–1800 (Bonn 1983) 369 mit Bezug auf Das untergehende Vaterland….Google Scholar
  21. 19.
    Wolfgang Binder: Hölderlins Dichtung im Zeitalter des Idealismus, in: Hölderlin-Aufsätze (Ff/M 1970) 19;Google Scholar
  22. Ekkehard Kloehn: Zeit und Zeitlichkeit im Werk Hölderlins. Diss. (Kiel 1969).Google Scholar
  23. 20.
    Franz Zinkernagel: Ein dramaturgischer Aufsatz Hölderlins. Paraphrasiert und erläutert von F. Zinkernagel, in: Dichtung und Forschung. FS für Emil Ermatinger, hg. W. Muschg, R. Hunziker (Frauenfeld, Leipzig 1933) 88–103;Google Scholar
  24. Martin Heidegger verkündet Anfang der 40-er Jahre, und das ist mehr als nur eine Geste, die die geschichtliche Gegenwart und den Forschungsstand spiegelt, daß »keiner sich einbilden darf, diese Abhandlung zureichend zu verstehen« [Martin Heidegger: Hölderlins Hymne »Andenken«. Freiburger Vorlesung Wintersemester 1941/42, hg. C. Ochwadt, in: Gesamtausgabe, II. Abt., Bd. 52 (Ff/M 1982) 120f].Google Scholar
  25. Schwierige Texte, das zeigt die Rezeptionsgeschichte Hölderlins deutlich, eignen sich nicht zuletzt als Projektionsfläche für die Ideenentwicklung der Interpreten. Die produktiven Mißverständnisse der Rezeption gehören mit zur Wirkungsgeschichte eines Textes und sollen hier nicht, schon gar nicht mit der Attitude des Besserwissers in einem Rückblick auf die Forschungsgeschichte, abqualifiziert werden. Die »ungefähren Winke«, die Heidegger der Abhandlung entnehmen will, changieren zwischen Texterhellung auf der einen und freischwebender Phantasie auf der anderen Seite, so etwa, wenn er meint, hier werde »das Wesen des ursprünglichen Seyns« gedacht, »in dem der Dichter die Flucht der alten Götter und das Heraufkommen der neuen begreift« [Martin Heidegger: Hölderlins Hymnen »Germanien« und »Der Rhein«. Freiburger Vorlesung Wintersemester 1934/35, hg. S. Ziegler. Gesamtausgabe, II. Abt., Bd. 39 (Ff/M 1980) 123].Google Scholar
  26. 21.
    Vgl. Wolfgang Binders Rezension von: Hans Frey: Dichtung, Denken und Sprache bei Hölderlin, in: HJb 9 (1955/56) 252f: »Es fehlt eine exakte, Wort für Wort erläuternde Analyse der Fragmente, die zuvor ihre schwankende, synonymenreiche Terminologie klären, die Sprünge und Wiederholungen ihrer Gedankenführung aufweisen, ihre Denkschichten sondern und ihre geistesgeschichtlichen Wurzeln systematisch erforschen müßte.«Google Scholar
  27. 22.
    Vgl. Peter Reisinger: Hölderlin zwischen Fichte und Spinoza. Der Weg zu Hegel, in: Poetische Autonomie? Zur Wechselwirkung von Dichtung und Philosophie in der Epoche Goethes und Hölderlins, hg. H. Bachmaier, Th. Rentsch (Stuttgart 1987) 38f. 48;Google Scholar
  28. 24.
    Zum Begriff der ›Wechselwirkung‹ bzw. der ›Wechselbestimmung‹ vgl. Johann Gottlieb Fichte: Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794/95), in: Akad.-A. I/2, hg. R. Lauth, H. Jacob (Stuttgart-Bad Cannstatt 1965) 290ff. 379ff;Google Scholar
  29. Friedrich Schiller: Ueber die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, in: Schillers Werke. Nationalausgabe Bd. 20, unter Mitwirkung von H. Koopmann hg. B. v. Wiese (Weimar 1962) 348. 352;Google Scholar
  30. vgl. zur Wort- und Begriffsgeschichte auch Petra Christian: Einheit und Zwiespalt. Zum hegelianisierenden Denken in der Philosophie und Soziologie Georg Simmeis (Berlin 1978) 110ff.Google Scholar
  31. 26.
    Vgl. Gerhard Kurz: Poetik und Geschichtsphilosophie der Tragödie bei Hölderlin, in: Text & Kontext 5.2 (1977) 28 mit Rekurs auf den Grund zum Empedokles.Google Scholar
  32. 27.
    Hans-Georg Gadamer: Von der Wahrheit des Wortes, in: GW 8: Ästhetik und Poetik I (Tübingen 1993) 53f.Google Scholar
  33. 30.
    Helmut Bachmaier: Hölderlins Erinnerungsbegriff in der Homburger Zeit, in: Homburg vor der Höhe in der deutschen Geistesgeschichte, hg. Ch. Jamme, O. Pöggeler (Stuttgart 1981) 131–160;Google Scholar
  34. Andreas Thomasberger: Erinnerung — ihre konstituierende Bedeutung für Bewußtsein und Sprache bei Hölderlin, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift. Neue Folge 42 (1992) 312–325.Google Scholar
  35. 33.
    Michael Franz: Das System und seine Entropie. ›Welt‹ als philosophisches und theologisches Problem in den Schriften Friedrich Hölderlins, mss. Diss. (Saarbrücken 1982) 90.Google Scholar
  36. 35.
    Hans Blumenberg: Wirklichkeiten in denen wir leben (Stuttgart 1981) 3.Google Scholar
  37. 36.
    Vgl. Ernst Mögel: Natur als Revolution. Hölderlins Empedokles-Tragödie (Stuttgart, Weimar 1994) 247–249.Google Scholar
  38. 38.
    Michael Theunissen: Zeit des Lebens, in: Negative Theologie der Zeit (Ff/M 1991) 311.Google Scholar
  39. 40.
    Vgl. Gerhard Kurz: Mittelbarkeit und Vereinigung. Zum Verhältnis von Poesie, Reflexion und Revolution bei Hölderlin (Stuttgart 1975) 91: »›Darstellung‹ oder ›Ausdruck‹ ist dabei nicht das Äußerliche des davon unabhängig als Inneres gedachten Geistes, sondern dessen Vergegenwärtigung, der modus seiner Wirklichkeit.«Google Scholar
  40. 41.
    Lawrence Ryan: Hölderlins Lehre vom Wechsel der Töne (Stuttgart 1960) 26: »In diesem Aufsatz wird die Komplexität der verschiedentlichen Beziehungen zwischen dem Ganzen und den Teilen erst eigentlich ins Zeitliche projiziert und als geschichtliche Entwicklung verstanden …. So nimmt Hölderlin das ›untergehende Vaterland‹… zum Anlaß, am scheinbar endgültigen Vergehen des Besonderen die nie abreißende Kontinuität im Auf und Ab des Weltlaufs, d. h. die Ganzheit der Welt aufzuzeigen.«Google Scholar
  41. 52.
    Vgl. Tilman Heisterhagen: Ganzheit — Einheit — Differenz. Systematische Rekonstruktion im Blick auf das Spätwerk Hölderlins, mss. Staatsexamensarbeit (Göttingen 1986) 38–50.Google Scholar
  42. 56.
    Uvo Hölscher: Empedokles und Hölderlin (Ff/M 1965) 50.Google Scholar
  43. 57.
    Vgl. Johann Kreuzer: »… In der dunkeln Wolke, du Gott der Zeit.« Zur poetischen Gestaltung geschichtlichen Wandels in Hölderlins Dichtung, in: Bad Homburger Hölderlin-Vorträge 1990. Hg. Stadt Bad Homburg v. d. Höhe in Zusammenarbeit mit der Hölderlin-Gesellschaft (1990) 58.Google Scholar
  44. 58.
    Georg Picht: Die Erfahrung der Geschichte, in: Wahrheit, Vernunft, Verantwortung. Philosophische Studien (Stuttgart 1969) 288.Google Scholar
  45. 61.
    Vgl. den Kommentar von Jochen Schmidt zur Dritten Fassung des Trauerspiels Der Tod des Empedokles, in: Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke und Briefe 2, hg. von J. Schmidt in Zusammenarbeit mit K. Grätz (Ff/M 1994) 1180.Google Scholar
  46. 67.
    Johann Gottlieb Fichte: Ich will untersuchen wodurch Geist vom Buchstaben in der Philosophie überhaupt sich unterscheide (1794), a.O. (24) II/3 (1971) 299;Google Scholar
  47. vgl. ders.: Über Geist, u. Buchstaben in der Philosophie (1794), a.O. 309ff.Google Scholar
  48. 70.
    Anke Bennholdt-Thomsen: Die Bedeutung der Titanen in Hölderlins Spätwerk, in: HJb 25 (1986/87) 237.Google Scholar
  49. 72.
    Sigmund Freud: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse (1917), in: GW 11, hg. A. Freud u.a. (London 1944) 292.Google Scholar
  50. 74.
    Vgl. Wolfgang Heise: Hölderlin. Schönheit und Geschichte (Berlin 1988) 358: »Hölderlin zielt auf die Konstitution eines historischen Selbstbewußtseins als Einheit von Lebensgefühl, Erinnerung und Einsicht, die einander vermitteln, als Ferment, den nächsten Schritt bewußt zu vollziehen — mindestens der Möglichkeit und Notwendigkeit nach.«Google Scholar
  51. 75.
    Vgl. Georg Picht: Ist eine philosophische Erkenntnis der politischen Gegenwart möglich?, in: Hier und Jetzt: Philosophieren nach Auschwitz und Hiroshima 2 (Stuttgart 1981) 232.Google Scholar
  52. 76.
    Paul Tillich: Der Mut zum Sein, in: GW XI, hg. R. Albrecht (Stuttgart 21976) 35ff.Google Scholar
  53. 77.
    Zu den relevanten zeitgenössischen Theorien über den Zusammenhang von chemischer Auflösung und Durchdringung vgl. etwa den Art. ›Auflösung‹, in: Georg Samuel Albert Mellin: Encyclopädisches Wörterbuch der kritischen Philosophie I, 1 (Züllichau, Leipzig 1797) 403–407.Google Scholar
  54. 78.
    Vgl. Heraklit: Fragmente. Griechisch und Deutsch, Fr. Β 30. Β 64 a, hg. Β. Snell (München 1965) 14f. 22f;Google Scholar
  55. Thomasberger, a.O. (30) 318 mit Anm. 24 hält Hölderlins Rede vom »himmlischeren Feuer« für eine »biblische Wendung« und weist hin auf Wolfgang Speyer: Die Zeugungskraft des himmlischen Feuers in Antike und Christentum, in: Frühes Christentum im antiken Strahlungsfeld. Ausgewählte Aufsätze (Tübingen 1989) 235–253.Google Scholar
  56. 79.
    Anke Bennholdt-Thomsen: Stern und Blume. Untersuchungen zur Sprachauffassung Hölderlins (Bonn 1967) 183: »Der Geist ist die Natur, die sich ihrer selbst bewußt geworden ist, die sich erkannt hat.«Google Scholar
  57. 81.
    Dieter Henrich: Der Grund im Bewußtsein. Untersuchungen zu Hölderlins Denken (1794–1795) (Stuttgart 1992) 733 mit Anm. 278;Google Scholar
  58. 85.
    vgl. Gisela Wagner: Hölderlin und die Vorsokratiker. Diss. (Würzburg 1936) 52.Google Scholar
  59. 95.
    ders.: Hölderlins Logik. Zum Grundriß von ›Seyn Urtheil Möglichkeit‹, in: HJb 25 (1986/87) 118–123;Google Scholar
  60. 97.
    Vgl. Anaximander: Fr. Β 1–3, in: H. Diels/W. Kranz (Hg.): Die Fragmente der Vorsokratiker, griechisch und deutsch (Berlin 81956) 1, 89.Google Scholar
  61. 100.
    Mögel, a. O. (36) 250 weist auch auf eine Stelle in Friedrich Christoph Oetingers Die Philosophie der Alten wiederkommend in der güldenen Zeit… . Zweiter Theil (Frankfurt, Leipzig 1762) 6: »Aus Nichts wird nichts, es wird auch kein Ding in ein blosses Nichts verkehrt.«Google Scholar
  62. 101.
    Mißverstanden wird Hölderlins Gedanke von Margarete Röhrig: »Das Sein im einzigen Sinne des Worts«. Hölderlins ontologische Konzeption nach den beiden Aufsätzen »Über Religion« und »Das Werden im Vergehen«. Diss. (Würzburg 1985) 125f: Der Satzteil »und noch nicht ein Mögliches ist« muß auf dasjenige bezogen werden, das »zur Negation gehet«.Google Scholar
  63. 102.
    Georg Picht: Der Begriff der Natur und seine Geschichte (Stuttgart 1989, 21990) 431.Google Scholar
  64. 104.
    die Übersetzung stammt von H. Bonitz: Aristoteles: Metaphysik, übersetzt von H. Bonitz. Auf der Grundlage der Bearbeitung von H. Carvallo und E. Grassi neu hg. von U. Wolf (Reinbek bei Hamburg 1994) 308;Google Scholar
  65. 105.
    Zu den Berührungspunkten der Hölderlinschen Argumentation mit Schellings Kunsttheorie, die die weitere Forschung in den Blick nehmen könnte, vgl. Werner Beierwaltes: Einleitung, in: Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: Texte zur Philosophie der Kunst, ausgewählt und eingeleitet von W. Beierwaltes (Stuttgart 1982) 4ff.Google Scholar
  66. Johann Wolfgang Goethe: Über Laokoon (1798), in: Goethes Werke, hg. im Auftrage der Großherzogin S. v. Sachsen (Weimar 1886) 47, 116.Google Scholar
  67. 116.
    Claudia Kalász: Hölderlin, die poetische Kritik instrumenteller Rationalität (München 1988) 74f;Google Scholar
  68. Jean-Louis Vieillard-Baron: Hölderlin: fragments d’une esthétique spéculative, in: Les Études Philosophiques (1992) 512.Google Scholar
  69. 119.
    Vgl. Christian Meier: Die politische Kunst der griechischen Tragödie (München 1988).Google Scholar
  70. 120.
    Katharina Grätz: Der ›Empedokles‹-Text der Großen Stuttgarter Ausgabe und der Frankfurter Ausgabe. Editionskritik und Folgerungen für die Neu-Edition im Deutschen Klassiker Verlag, in: HJb 28 (1992/93) 264–299;Google Scholar
  71. 122.
    schon Dieter Jähnig: Vorstudien zur Erläuterung von Hölderlins Homburger Aufsätzen, mss. Diss. (Tübingen 1955) 3 hat zu den theoretischen Arbeiten der Homburger Zeit angemerkt: »den Aufsätzen ist nicht nur eine Geschichts-Philosophie fremd, denn sie handeln von keiner Sache als der Kunst, sie ermangeln auch einer Kunst-Theorie«.Google Scholar
  72. 127.
    Friedrich Beißner: Der Tod des Empedokles, in: Hölderlin. Reden und Aufsätze (Köln, Wien 21969) 275f, Anm. 32f), die FHA meint im Hinblick auf eben diese Kriterien, der Aufsatzentwurf sei später entstanden (vgl. FHA 14, 135).Google Scholar
  73. Schmidt, a.O. (61) 1198 schließt sich der Beißnerschen Argumentation, Michael Knaupp im Kommentarteil seiner Ausgabe: Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke und Briefe III, hg. M. Knaupp (München 1993) 396Google Scholar
  74. der Begründung der FHA an die ihrerseits auf Jürgen Isbergs Arbeit: Hölderlin in Homburg 1798–1800. Diss. (Hamburg 1954) 81f zurückgreift.Google Scholar
  75. 129.
    Anke Bennholdt-Thomsen: Geschichtliche ›Umkehr‹. Unveröffentlichtes Vortragsmanuskript (Mainz 1993) 22f.Google Scholar
  76. 131.
    Emil Staiger: Der Opfertod von Hölderlins Empedokles, in: HJb 13 (1963/64) 13.Google Scholar
  77. 134.
    Vgl. etwa Klaus-Rüdiger Wöhrmann: Hölderlins Wille zur Tragödie (München 1967) 138.Google Scholar
  78. 135.
    Vgl. Bernhard Böschenstein: Hölderlins Tod des Empedokles, Diskussionsbericht, in: U. Fülleborn, M. Engel (Hg.): Das neuzeitliche Ich in der Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts. Zur Dialektik der Moderne. Ein internationales Symposion (München 1988) 232.Google Scholar
  79. 137.
    Hans Blumenberg: Lebenszeit und Weltzeit (Ff/M 1986) 301: »Die Zeit entreißt ihm (sc. dem Menschen) seinen Bewußtseinsbesitz, seine Identität, seine Erlebnisse, schließlich ihn sich selbst.«Google Scholar
  80. 138.
    Emil Angehrn: Geschichtsphilosophie. [Grundkurs Philosophie 15] (Stuttgart, Berlin, Köln 1991) 21.Google Scholar
  81. 139.
    Vgl. Emil Angehrn: Geschichte und Identität (Berlin, New York 1985).CrossRefGoogle Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

Authors and Affiliations

  • Helmut Hühn

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