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Die Spätantike (284–565 n.Chr.)

  • Hans-Joachim Gehrke
  • Helmuth Schneider
Chapter

Zusammenfassung

Die Althistoriker lassen üblicherweise mit dem Jahr 284, dem Herrschaftsantritt des Diocletianus, einen neuen Abschnitt der römischen Geschichte, die Spätantike, beginnen. Die heute meist gebrauchte Bezeichnung »Spätantike« ist dabei sehr viel neutraler als der lange Zeit gebräuchliche Terminus »Dominât«. Die Unterscheidung zwischen »Principat« und »Dominât«, die vor allem in der deutschsprachigen Forschung die Periodisierung der römischen Kaiserzeit bestimmte, zielte vor allem auf einen Aspekt der Verfassungsgeschichte ab, die Entwicklung des Kaisertums. Der Kaiser habe sich vom »ersten Bürger« des Staates zum »Herrn« entwickelt, an die Stelle einer Verfassungsform, bei der immer noch die äußeren Formen der Republik gewahrt worden seien, sei mit Diocletianus eine Monarchie getreten, welche sich u. a. durch die Ausgestaltung eines orientalisch beeinflussten Herrscherzeremoniells radikal von alten römischen Traditionen gelöst habe. Auf der anderen Seite hätten die römischen Bürger jegliche politischen Mitspracherechte verloren; aus Bürgern seien Untertanen geworden.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

Authors and Affiliations

  • Hans-Joachim Gehrke
  • Helmuth Schneider

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