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Hellenismus (336–30 v.Chr.)

  • Hans-Joachim Gehrke
  • Helmuth Schneider
Chapter

Zusammenfassung

Seit Johann Gustav Droysen (1808–1884) ist der Begriff Hellenismus als Bezeichnung einer Epoche der Griechischen Geschichte etabliert. Für ihn lag das entscheidende Merkmal dieser Periode in der Synthese der griechischen und der orientalischen Kultur, die die Voraussetzung für das Entstehen und die Verbreitung des Christentums wurde. Auch wenn die Geschichtswissenschaft sich von den religiös-philosophischen Implikationen dieser Auffassung frei machte, galt ihr doch lange der Gesichtspunkt der »Verschmelzung« griechischer und nahöstlicher Elemente als konstitutives Element der hellenistischen Epoche. Der Fortgang der Forschung hat jedoch gezeigt, dass die durch diese Metapher signalisierte Uniformität am Kern vorbeigeht. Es waren konzeptionelle Instrumentarien, vor allem aber die dank neuer Funde rapide wachsende Kenntnis der hellenistischen Zivilisation selbst, die zu einer Modifizierung führten. Antike Materialien und Dokumente, Papyri aus Ägypten vor allem, Steininschriften und Tontäfelchen aus dem gesamten Bereich der hellenistischen Welt und andere Funde haben unsere Kenntnis auch vieler Details entscheidend gefördert und zugleich, in Verbindung mit dem Rückgriff auf neuere soziologisch-anthropologische Modellbildungen, eine differenziertere Beurteilung des gesamten Zeitraums ermöglicht.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

Authors and Affiliations

  • Hans-Joachim Gehrke
  • Helmuth Schneider

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