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Der Mythos der Kollektiven Identität

Über das schwierige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Nation
  • Peter Philipp Riedl
Chapter
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Part of the Kleist-Jahrbuch book series (KLJA)

Zusammenfassung

Seit Ende des Kalten Krieges sieht sich Europa zunehmend mit einem Problem aus einer scheinbar vergangenen Epoche konfrontiert: Der Nationalismus in seiner aggressiv-militanten Spielart bestimmt wieder mit Nachdruck die Tagesordnung internationaler Politik. Diese tagespolitische Aktualität ist nicht nur für Historiker und Politologen Anlaß, die Genese von Nationsvorstellungen, Nationalstaat und Nationalismus zu rekonstruieren, auch Literaturwissenschaftler greifen entsprechende Fragestellungen mit wachsendem Interesse auf. Damit verbindet sich geradezu zwangsläufig ein kritischer Blick auf die Geschichte des eigenen Faches, haben doch gerade völkische und nationalistische Ideologien die Germanistik ebenso nachhaltig wie unheilvoll mitgeprägt. Auf die Renaissance des Nationalstaatsgedankens in der Gegenwart weist Bernd Fischer in seiner Untersuchung über die Inkubationsphase nationalistischen Denkens einleitend hin und erinnert in erster Linie an Bosnien, wo der Mythos nationaler Identitäten besonders brutal und blutrünstig beschworen wurde und womöglich weiterhin wird. In seinem Buch will er die Frage beantworten, »wie im deutschsprachigen Raum der Begriff der Nation, die Behauptung von Nationalgefühl, die Fiktion nationaler Mythen und die Konstruktion nationaler Identität in den Jahrzehnten und Jahrhunderten vor der im engeren Sinn nationalistischen Phase in Erscheinung getreten sind«. (S. 11 f.)

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Notizen

  1. 1.
    Johann Gottlieb Fichte, Reden an die deutsche Nation, 5., durchges. Aufl. nach d. Erstdr. von 1808, mit neuer Einl. von Reinhard Lauth, mit Literaturhinweisen u. Reg., Hamburg 1978 (= Philosophische Bibliothek; Bd. 204), S. 137.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

Authors and Affiliations

  • Peter Philipp Riedl

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