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Der Critische Musicus an der Spree

Marginalien zum Berliner Musikleben von 1740 bis 1770
  • Hans-Günter Ottenberg
Chapter

Zusammenfassung

Wer mit der Erforschung der Berliner Musikkultur des 18. Jahrhunderts befaßt ist, wird die beiden Tageszeitungen der preußischen Metropole, die Berlinischen Nachrichten von Staats- und Gelehrten Sachen, auch Haude-Spenersche Zeitung genannt, und die Berlinische Privilegirte Zeitung, das ist die Vossische Zeitung, wegen ihrer vielen die Musik betreffenden Informationen schätzen. Die Lektüre dieser beiden Periodika erweist sich auch im Hinblick auf die Bach-Rezeption in Berlin als aufschlußreich, freilich weniger den Vater als seine beiden ältesten Söhne betreffend. Wir erfahren, daß sich „Herr Wilhelm Friedemann Bach, einer der größten Orgelspieler Deutschlands, [am 15. Mai 1774] Vormittags in der St. Nicolai, und Nachmittags in der St. Marienkirche, öffentlich und mit auszeichnendem Beyfall der Kenner und des Publikums“ habe hören lassen1. Und Aufführungsnachweise von Carl Philipp Emanuel Bachschen Vokalwerken, darunter das Magnificat, Wq 215/H 772, Die Osterkantate, Wq 244/H 803, die Passionskantate, Wq 233/H 776, das Oratorium Die Israeliten in der Wüste, Wq 238/H 775, nehmen seit den siebziger Jahren stetig zu2.

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Notizen

  1. 2.
    Angaben nach: G. Busch, Der österreichische Botschafter Gottfried van Swieten, das Berliner Musikleben 1771–1777 und die Musik Carl Philipp Emanuel Bachs, in: Carl Philipp Emanuel Bach. Musik für Europa. Bericht über das Internationale Symposium der Konzerthalle „C. Ph. E. Bach“ in Frankfurt (Oder), 9.–12. März 1994 (in Vorbereitung).Google Scholar
  2. 12.
    H.-G. Ottenberg, Carl Philipp Emanuel Bach, Leipzig 1982, S. 11.Google Scholar
  3. 15.
    P. Rummenhöller, Die musikalische Vorklassik. Kulturhistorische und musikgeschichtliche Grundrisse zur Musik im 18. Jahrhundert zwischen Barock und Klassik, Kassel 1983.Google Scholar
  4. 16.
    P. Schleuning, Das 18. Jahrhundert: Der Bürger erhebt sich, Reinbek bei Hamburg 1984.Google Scholar
  5. 20.
    Dieses Periodikum erscheint seit 1986 jährlich in drei Heften. Vergleiche darin unter anderem: P. Rummenhöller, Der Berliner Bach, in: Neue Berlinische Musikzeitung 1988, Heft 3, S. 3–7;Google Scholar
  6. G. Wagner, Bach-Tage Berlin. Anmerkungen zu einem Festival, ebenda, 1989, Heft 2, S. 15–22.Google Scholar
  7. 27.
    G. Hartung, Ein unbekannter Sturm-und-Drang-Roman, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1963, S. 1022.Google Scholar
  8. 28.
    Grundsätzlich hierzu: M. J. Elsaß, Umriß einer Geschichte der Preise und Löhne in Deutschland, 3 Bde., Leiden 1936–1949.Google Scholar
  9. 55.
    In der Musikaliensammlung der königlichen Hausbibliothek fanden sich ganze drei Titel von Carl Philipp Emanuel Bach neben nahezu tausend Kompositionen von Johann Joachim Quantz. Vergleiche G. Thouret, Katalog der Musikaliensammlung auf der Königlichen Hausbibliothek im Schlosse in Berlin, Leipzig 1895.Google Scholar
  10. 56.
    Vergleiche L. Hoffmann-Erbrecht, Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bachs Nürnberger Verleger, in: Die Nürnberger Musikverleger und die Familie Bach, Materialien zu einer Ausstellung des 48. Bach-Fests der Neuen Bach-Gesellschaft, Nürnberg 1973, S. 5 ff.Google Scholar
  11. 59.
    So die Vermutung von K. Geiringer, Die Musikerfamilie Bach. Musiktradition in 7 Generationen, München 1977, S. 207.Google Scholar
  12. 80.
    Vergleiche H. Serwer, Friedrich Wilhelm Marpurg (1718–1795). Music Critic in a Galant Age, Ph. diss. Yale University 1969; H.-G. Ottenberg (Hrsg.), Der Critische Musicus an der Spree, a. a. O., S. 6–10, 14, 16–18 und häufiger.Google Scholar
  13. 86.
    Vergleiche B. Seyfart, Das musikalisch-volkstümliche Lied von 1770 bis 1800, Phil. Diss. Leipzig 1894, S. 12 ff.Google Scholar
  14. 92.
    Grundlegend hierzu M. Friedlaender, ebenda; H. W. Schwab, Sangbarkeit, Popularität und Kunstlied, a. a. O.; W. Salmen, Johann Friedrich Reichardt. Komponist, Schriftsteller, Kapellmeister und Verwaltungsbeamter der Goethezeit, Freiburg i. Br., Zürich 1963.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

Authors and Affiliations

  • Hans-Günter Ottenberg

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