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Fritz Jöde und Walther Hensel. Zwei Wege der Jugendmusikbewegung

Eine Untersuchung zur Ausbreitung der Singbewegung in Württemberg unter Berücksichtigung der Singtreffen von Hans Grischkat
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Zusammenfassung

Kaum eine andere musikalische Bewegung hat in der breiten Bevölkerung so nachhaltig gewirkt (und wurde in der Musikwelt so belächelt) wie die Jugendmusikbewegung. Den Grund hierfür findet man in ihrer Ausprägung als reine Laienbewegung, die sich ohne die Unterstützung und Protektion großer Musiker (von Paul Hindemith einmal abgesehen) emporarbeitete, in den späteren Jahren dann bekannte Namen aus ihren eigenen Reihen hervorbrachte, ihr Selbstverständnis jedoch nicht änderte. Dies erklärt die große Akzeptanz in der Bevölkerung. Denn es waren ja die Nachbarn und Freunde, die sich regelmäßig einmal in der Woche trafen, um gemeinsam zu singen, und die dann das Gemeinschaftserlebnis weitervermittelten. Auch handelte es sich bei der Musik in den Singkreisen und Singgemeinden um Lieder und Sätze, die leicht verständlich und auch für den Laien musikalisch begreifbar waren. Durch die Singkreis-Leiter wurde zudem das Verständnis für eine Musik geweckt, die dem musikalischen Horizont eines Laien angepaßt war. Das gemeinsame Musizieren (zunächst als Singen ausgeprägt) wurde jedoch nicht als Selbstzweck oder Selbstdarstellung ausgeführt, es verfolgte vielmehr das Ziel, die Jugend zu prägen und mit Inhalt zu füllen. Neben dem Protestcharakter, den die Jugendbewegung in ihrer Anfangszeit hatte, stand die Menschenformung oben an und wurde in Traktaten ausführlich dargelegt.

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Notizen

  1. 2.
    Dazu: Hans-Christian Brandenburg, Rudolf Daur (Hrsg.),Die Brücke zu Köngen, Stuttgart 1969.Google Scholar
  2. 4.
    Stadtarchiv Reutlingen, Nachlaß Hans Grischkat (ab jetzt: NL Grischkat) Nr. 260, aus dem Programm vom 2. April 1926.Google Scholar
  3. 10.
    Aus: Karl Vötterle,Von der »Singgemeinde« zur »Deutschen Musikkultur«, in: Deutsche Musikkultur, 2. Jg. 1937/38, S. 235.Google Scholar
  4. 16.
    Sophie Lehmann,Meine Erinnerungen an die Jugendbewegung in Reutlingen, masch., 1975, S. 8.Google Scholar
  5. 44.
    Fritz Jöde:Lied und Musik auf dem Meissnertag 1963, S. 169f. in:Lebensfragen und Gestaltungswille; Arbeitsgemeinschaften des Meissner Tages 1963, hrsg. von Knut Ahlborn und Helmut Hertling, Sylt, 1963.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

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