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Gegen Halbheiten: Marginalien zu Paul Hoffmann

  • Christoph König
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Zusammenfassung

Die Vorliebe für einzelne und schwer zu verstehende Gedichte prägt die literarische Forschung Paul Hoffmanns. Seine Ästhetik hat der Schüler Josef Nadlers unter dem Eindruck zweier Dichtergelehrter aus dem George-Kreis entwickelt, wobei ohne die zweifache Emigration seine Überlegungen wohl eine andere Richtung genommen hätten. Das in der Fremde gewachsene Vertrauen in die (dichterische) Sprache verbindet sich mit einem abstrakten Humanismus, der die Menschwerdung des Menschen zum Ziel setzt und diese allgemeine Form durch eine wechselseitige Ausblendung kultureller Zusammenhänge erhält, wie das vor allem im Exil geschieht. Genese und Zusammenhang dieser Aspekte sind Thema dieser kurzen Responsion.

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Notizen

  1. 1.
    Paul Hoffmann: Das religiöse Spätwerk Karl Wolfskehls. Diss. Wien 1957, S.34. (Wörtlich ebenfalls in ders.: Wolfskehls Dichtung im Entwicklungszusammenhang der modernen Lyrik, in: Castrum Peregrini 32 (1983), H. 156–158, S.61–85, hier: S.67.)Google Scholar
  2. 2.
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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

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  • Christoph König

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