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»Dies Geschöpf taugt nur zur Hure…«. Anmerkungen zum Frauenbild in Lenz’ »Soldaten«

  • Silvia Hallensleben
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Zusammenfassung

»Dies Geschöpf taugt nur zur Hure…«1 Mit diesem vernichtenden Urteil über Marie Wesener, die Protagonistin von Lenzens »Soldaten«, bezieht Friedrich Hebbel Stellung in dem ausufernden Diskurs über Tugend und Unschuld der »Hure« Marie, der sowohl im Stück selbst wie auch in der ihm gewidmeten Sekundärliteratur geführt wird. Hebbel begründet mit seinem Verdikt über die Protagonistin sein Urteil über Lenzens »Soldaten«. Es fehle dem Schauspiel »nichts weiter, als die höhere Bedeutung der verführten Marie. Eine große erschütternde Idee liegt dem Stück zu Grunde, aber sie wird durch dies gemeine sinnliche Mädchen zu schlecht repräsentirt.«2

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Notizen

  1. 1.
    Friedrich Hebbel: Sämtliche Werke. Hist.-Krit. Ausgabe besorgt von R. M. Werner, 2. Abt. Bd. I. Berlin 1913, S. 314.Google Scholar
  2. 3.
    Klaus R. Scherpe: Dichterische Erkenntnis und »Projektemacherei«. Widersprüche im Werk von J. M. R. Lenz. In: Goethe-Jahrbuch 1977, 94, S. 231.Google Scholar
  3. 23.
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  4. 41.
    Leo Kreutzer: Literatur als Einmischung: Jakob Michael Reinhold Lenz. In: Walter Hinck (Hg.) Sturm und Drang. Ein literaturwissenschaftliches Studienbuch, Kronberg 1978, S. 224.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

Authors and Affiliations

  • Silvia Hallensleben
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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