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Epilog: Die Musik des 19. Jahrhunderts in der Spannung zwischen Idealismus und Romantik

  • Martin Geck
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Zusammenfassung

Über wenige Musiker sind in den letzten Jahrzehnten so viele kluge Äußerungen getan worden wie über Mahler. Die Musikwissenschaft hat alles daran gesetzt, das »Prinzip Mahler«, wie Hans Heinrich Eggebrecht es bezeichnenderweise nennt,1 auf den Begriff zu bringen: Auf der einen Seite möchte sie Mahler als einen Komponisten vorstellen, der — um mit Theodor W. Adorno zu sprechen — den »Protest des mündig gewordnen Subjekts gegen jeden diesem heteronom vorgeordneten Sinn« in letztmöglicher Konsequenz artikuliert.2 Auf der anderen Seite will sie diese alles Konventionelle hinter sich lassende, singuläre Verhaltensweise zum ›Stil‹ erheben und mit dem Rüstzeug traditioneller Analyseverfahren erklären, die sich doch bisher eher beim Nachweis des »Tautologischen« und »Stimmigen« bewährt haben.3

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Anmerkungen

  1. 1.
    Hans Heinrich Eggebrecht, Die Musik Gustav Mahlers, 2. Aufl., München und Zürich 1986, S. 283.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

Authors and Affiliations

  • Martin Geck

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