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Wagner — vom Ring her gesehen

  • Martin Geck
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Zusammenfassung

»Der Ring ist die Dichtung meines Lebens, all dessen was ich bin und all dessen was ich fühle« — so schreibt Wagner über das Werk, das ihn über 28 Jahre hinweg beschäftigt hat: 1848, als der fünfunddreißigjährige Kapellmeister der Dresdner Hofkapelle mit den ersten Textentwürfen beginnt, ist er einem größeren Publikum noch kaum bekannt, und seine Begeisterung für die bürgerliche Revolution wird ihn nach deren Scheitern schon bald ins Abseits des Exils treiben. Der Dreiundsechzigjährige, der 1876 einer mehr als erwartungsvollen Öffentlichkeit den vollendeten Ring-Zyklus im Rahmen selbstgeschaffener Festspiele als Textdichter, Komponist, Regisseur, Propagandist und Organisator in einer Person präsentiert, ist demgegenüber eine Berühmtheit, Repräsentant nationaler Kultur; und nicht nur sein enthusiastischer Mäzen, Bayerns König Ludwig, reist zum Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend nach Bayreuth, sondern auch Wilhelm I., erster Kaiser des Deutschen Reiches.

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Anmerkungen

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  • Martin Geck

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