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Die sozialen Helden der Mutter

  • Hans Günther
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Zusammenfassung

Der Roman Die Mutter (1907) markiert, zusammen mit anderen Werken wie Die Beichte (1908) oder Die Zerstörung der Persönlichkeit (1909), den Höhepunkt und Abschluß der mythenschaffenden Phase Gor΄kijs. Dabei rücken die Ideen des Gotterbauertums zunehmend in den Vordergrund. Die für Gor΄kijs Heldenmythos charakteristischen Elemente prometheischen, folkloristischen und nietzscheanischen Ursprungs verschwinden keineswegs, sondern werden einer neuen ideellen Dominante untergeordnet. Das Gotterbauertum, das sich bei Gor΄kijs und Lunacarskij in parallel verlaufenden und einander gegenseitig beeinflussenden Varianten herausbildete1, bringt einen neuen christlich-religiös bestimmten Ideen- und Symbolbereich in Gor΄kijs Mythenschaffen ein. Die Mutter ist ein Versuch der Synthetisierung der unterschiedlichen, ja zum Teil einander widerspechenden Bestandteile von Gor΄kijs heroischem Mythos unter dem Gesamtnenner eines »neuen Glaubens«. Das Schwergewicht verlagert sich von einem eher heidnisch konzipierten Ideal nietzscheanischen, prometheischen oder folkloristischen Ursprungs zu einem Heldenbild mit unverkennbar christlichen Zügen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. R. Sesterhenn, Das Bogostroitel΄stvo bei Gor ΄kij und Lunačarskij bis 1909, bes. S. 326 ff.Google Scholar
  2. 2.
    V. L΄vov, »Na puti v Émmaus«, Obrazovanie 1907, H. 11, III. Abt., S. 56.Google Scholar
  3. 4.
    Vgl. R. Sesterhenn, Das Bogostroitel΄stvo bei Gor ΄kij und Lunačarskij bis 1909, S. 238–264.Google Scholar
  4. 5.
    Vgl. M. Bryld, »M. Gor΄kijs Mat΄. Eine mythische Wanderung«, Scando-Slavica 28 (1982), S. 29 f.CrossRefGoogle Scholar
  5. 6.
    Vgl. L. Dolgopolov, Na rubeže vekov, L. 1977, Kap. 2.Google Scholar
  6. 7.
    Vgl. R.-D. Kluge, »Gorkij. Die Mutter.« In: B. Zelinsky (Hrsg.), Der russische Roman, Düsseldorf 1979, S. 249, 257.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

Authors and Affiliations

  • Hans Günther

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