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Ideologie pp 223-252 | Cite as

Diskurs und Ideologie

  • Terry Eagleton
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Zusammenfassung

Wie bereits dargestellt, umfaßt der ldeologiebegriff unter anderem die Vorstellung der Verdinglichung. Es läßt sich jedoch darüber streiten, ob diese Verdinglichung selbsterzeugt ist. Eine ideologische Struktur kann man nicht sehen, genauso wenig wie man das Freudsche Unbewußte oder eine Produktionsweise sehen kann. Der ldeologiebegriff ist lediglich eine bequeme Weise, unter einer einzigen Überschrift eine ganze Reihe von Dingen zu versammeln, die wir mit Zeichen machen. Der Ausdruck >bürgerliche Ideologie< ist z.B. einfach nur ein Kürzel für ein enormes Spektrum von in Raum und Zeit verteilten Diskursen. Die Bezeichnung all dieser Sprachen als >bürgerlich< impliziert natürlich, daß sie etwas gemeinsam haben. Dieses gemeinsame Element muß jedoch nicht als unveränderliche Struktur von Kategorien gedacht werden. Es ist wahrscheinlich viel nützlicher, wenn man sie sich ungefähr so wie Wittgensteins Lehre der >Familienähnlichkeiten< denkt — nicht als konstantes >Wesen<, sondern als ein Netzwerk sich überschneidender Merkmale.

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Notizen

  1. 188.
    Roland Barthes, Mythen des Alltags, Frankfurt/a.M. 1964, p. 131.Google Scholar
  2. 189.
    Christopher Norris, Paul de Man: Deconstruction and the Critique of Aesthetic Ideology, London 1988, p. 48–9.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

Authors and Affiliations

  • Terry Eagleton

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