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Verwicklungen und Vermittlungen: Das Medium poetischer Texte und die Lebenswelt

  • Michael Kämper van den Boogaart
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Zusammenfassung

Den philologischen Konventionen nach präludieren methodologische oder erkenntnistheoretische Streifzüge literarischen Textanalysen. Dieses Verfahren, in der Praxis nicht selten eine Belastung für den Leser, kann durchaus für sich Plausibilität reklamieren, sofern die nachfolgenden Analysen die Applikation einer neuen Methode darstellen oder das Ergebnis einer erklärungsbedürftigen Lesart abgeben. Fragwürdig wird es aber, wenn einerseits dem Anspruch gehuldigt wird, der Lektüre den Vorrang einzuräumen, andererseits aber die methodologischen Reflexionen bereits all jene Probleme antizipieren, die erst die Lektüre selbst aufzugeben vermag. An die Stelle einer solchen Praxis soll hier eine knappe, aber grundlegendere Reflexion treten, deren Motivation aus dem Charakter einer Arbeit erwächst, die historische mit poetischen Fragestellungen zu verbinden sucht. Ihr geht es um Einsichten zum Status, den die jeweils inhärenten Diskurse — der poetische Diskurs der Texte, der sozialwissenschaftliche der Zeitbetrachtung und der poetologische der Interpretation — besitzen. Da eine umfassende Klärung der jeweiligen Geltungsansprüche einer eigenständigen, grundlagentheoretischen Arbeit bedürfte, kann im Ergebnis der nachfolgenden Meditation alleine jenes Problembewußtsein wachsen, das den Interpretationen einen reflexiven Horizont aus Überzeugungen und Vorsichten absteckt. Zu diesem Zweck will ich zwei zeitgenössische Idealpositionen zum Gegenstand diskutieren.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

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  • Michael Kämper van den Boogaart

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