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Mozart Theater pp 119-184 | Cite as

Le nozze di Figaro

Musikalisches Schauspiel der sozialen Utopie
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Zusammenfassung

Die zwischen Herbst 1785 und Ende April 1786 entstandene, am 1. Mai 1786 in der Wiener Hofoper uraufgeführte commedia per musica Le nozze di Figaro (»Die Hochzeit des Figaro«) — die Bezeichnung »Komödie für Musik« grenzt das Werk von der traditionellen opera buffa ab, obwohl Mozart es als solche ins Werkverzeichnis eintrug — stellt gattungsgeschichtlich, inhaltlich und formal ein weiteres stilbildendes Werk dar: das Gegenwartsstück, das der Komponist jahrelang schreiben wollte. An Opern wie Il Teodoro in Venezia — Text von Giovanni Battista Casti, Musik von Giovanni Paisiello — oder La Villanella rapita nach dem Libretto von Giovanni Bertati — Musik von Francesco Bianchi — aus den Jahren 1784 und 1785 interessierte Mozart nicht die Vertonung, sondern ausschließlich die Gegenwartsnähe und Aktualität der Stoffe, für die er sich mit leidenschaftlicher Hingabe begeisterte. In ihnen fand er die zeitgemäßen Konflikte vorgeformt, die ihm für eine opera buffa vorschwebten. Nach der Entführung aus dem Serail zwischenzeitlich beschäftigt mit Opernstoffen, die er als Fragmente zurückließ, wie Loca del Cairo (»Die Gans von Kairo«) nach einem Buch von Gianbattista Varesco, dem Librettisten von Idomeneo, und Lo sposo deluso (»Der verlorene Ehegatte«), möglicherweise nach einem Text des seit Anfang März 1783 in Wien als Hofpoeten tätigen Lorenzo da Ponte, führte Mozarts langwierige Suche nach einem zeitgemäßen Stoff im Herbst 1785 endlich zum Erfolg.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

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