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Bildung und Erziehung an einer jüdischen Schule

  • Hertha Luise Busemann
  • Michael Daxner
  • Werner Fölling
Chapter

Zusammenfassung

Auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung in der ersten Hälfte des Schuljahres 1938/39 hatte die PriWaKi 405 Schülerinnen und Schüler. Davon waren 94 in der Grundschule, die auch als »Vorschule« der PriWaKi definiert wurde. In der Mittelstufe (5. bis 9. Schuljahr) waren 266 (davon 83 Mädchen) und in den Kursen zur Vorbereitung auf die englische Reifeprüfung, auch Matric genannt, gab es 45 Schülerinnen und Schüler. Das jährliche Schulgeld betrug 360 Mark im Gründungsjahr 1932; im Schuljahr 1938/39 waren es 400 Mark. Die PriWaKi war Ostern 1932 als Mittelschule mit 26 Schülerinnen und Schülern gegründet worden und vergrößerte sich zu Ostern 1933 und 1934 nur um jeweils etwa 12 Schülerinnen und Schüler. Ab 1934 kam auch eine Grundschulgruppe hinzu, und zu Ostern 1936 wurde die Einrichtung einer Grundschule amtlich genehmigt. Die eigentlichen Wachstumsimpulse erhielt die Schule durch die Auswirkungen der Nürnberger Gesetze von 1935, die eine rassen- und schulpolitisch motivierte verstärkte Verdrängung jüdischer Schüler von öffentlichen Schulen mit sich brachten. Dies galt besonders für die höheren Schulen, an denen es schon ab 1933 Zulassungsbeschränkungen für jüdische Kinder gab.

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Anmerkungen

  1. 1).
    Vgl. Karl König: Die Waldschule, 1910.Google Scholar
  2. 5).
    Vgl. dazu den Beitrag von Hajo Bernett über die jüdische Turn- und Sportbewegung in: Arnold Paucker (Hg.): Die Juden im Nationalsozialistischen Deutschland, 1986, S. 223–237.Google Scholar
  3. 6).
    Vgl. Emil Cohn: Judentum — Ein Aufruf an die Zeit, 1923.Google Scholar
  4. 8).
    Vgl. Hans Gaertner: Probleme der Jüdischen Schule, 1956/1963.Google Scholar
  5. 10).
    Ein Photo von dieser Aufführung in Udo Christoffel (Hg.): Berlin Wilmersdorf — Die Juden, 1987, S. 56; in der Mitte ist Steffi Guttmann, die Tochter des 1941 verstorbenen Charlottenburger Opernsängers Wilhelm Guttmann zu erkennen.Google Scholar
  6. 11).
    Vgl. Joseph Walk: Jüdische Schule und Erziehung im Dritten Reich, 1991, S. 133.Google Scholar
  7. 12).
    Gemeint ist das Buch von Leon Pinsker: Autoemanzipation. Mahnruf an seine Stammesgenossen von einem Russischen Juden, Berlin 1882, 8. Aufl. 1936.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

Authors and Affiliations

  • Hertha Luise Busemann
  • Michael Daxner
  • Werner Fölling

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