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Jüdische Familien in Berlin

  • Hertha Luise Busemann
  • Michael Daxner
  • Werner Fölling
Chapter

Zusammenfassung

Die erste urkundliche Erwähnung finden Berliner Juden bereits in einem Innungsbrief von 1295. In dem Innungsbrief wird den Wollwebern untersagt, bei den Juden Garn zu kaufen. Die Geschichte der Berliner Juden beginnt also mit einer typischen antijüdischen Diskriminierung. Die Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung blieb ein Merkmal der preußischen Politik, unterbrochen eigentlich nur während der wenigen Jahre der Weimarer Republik, in der allerdings der Antisemitismus in der Bevölkerung zunahm. Andere Quellen erwähnen die Existenz von Juden zwischen 1204 und 1312 in Frankfurt/Oder, Stendal, Spandau und Brandenburg. Wie fast überall in dieser Zeit war ihnen kein ruhiges Leben beschieden. Sie wurden von Handwerksberufen ausgeschlossen, und ihren Lebensunterhalt mußten sie mit kleineren Geldgeschäften, Pfandleihen, Klein- und Hausierhandel sowie Fleisch-und Viehhandel verdienen. Auch von den Pest-Pogromen blieben sie nicht verschont: 1349 wurden ihre Häuser verbrannt und sie selbst getötet oder vertrieben. Aber schon 1354 gab es wieder Neuzulassungen in Berlin. 1509 kam es zu einem für diese Zeit typischen Pogrom, bei dem die Juden ohne jeden Nachweis des Hostiendiebstahls beschuldigt wurden.

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Anmerkungen

  1. 2).
    Gegen die Juden gerichtete gesetzliche und administrative Maßnahmen des NS-Regimes sind dokumentiert in Joseph Walk: Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat, 1981.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

Authors and Affiliations

  • Hertha Luise Busemann
  • Michael Daxner
  • Werner Fölling

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