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Mo Di

Der Freund aller Menschen
  • Harald Borges
Chapter

Zusammenfassung

War Konfuzius der hochgebildete, trübselig den guten alten Zeiten nachsinnende Mann, der sich den Staat wie die Familie als ein geschlossenes System hierarchischer Beziehungen, organisiert in einem komplexen Geflecht diffizilster Verhaltensformen, dachte, ist Mo Di deutlich bodenständiger und stellt die Welt vom Kopf wieder auf die Füße. Nicht, daß seine Analyse der Gegenwart — miese Regierung, Korruption und Elend allerorten — sich von der des Kong nennenswert unterschieden hätte. Aber die Vorstellung, das alles ließe sich durch Hochachtung, Ehrerbietung, die richtige moralische Einstellung und lebenslängliches Klassikerstudium regeln, schien ihm denn doch sichtlich zu artifiziell. Er warf die zentrale Frage, woher der Schlendrian komme und wer davon profitiere, im Vergleich zu Konfuzius recht unverhohlen auf und hatte vor allem konkretere Abhilfe anzubieten als moralische Rückbesinnung auf Werte des Bildungsadels der frühen Zhou. Sein revolutionärer Vorschlag war es, einfach wieder dem Weg des Himmels zu folgen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Eine Gesamtübersetzung, die allerdings in Teilen überholt ist, legte Forke vor.Google Scholar
  2. 2.
    Mo Di II, 116.Google Scholar
  3. 3.
    Hobbes, 113–116 (Leviathan I, 13).Google Scholar
  4. 4.
    Mo Di I, 110–111.Google Scholar
  5. 5.
    Mo Di III, 56, 59, 71.Google Scholar
  6. 6.
    Mo Di I, 75–79.Google Scholar
  7. 7.
    Lunyu XII, 7.Google Scholar
  8. 8.
    Mo Di II, 45).Google Scholar
  9. 9.
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  10. 10.
    D’Amilaville, Artikel Bevölkerung-Population, Enzyklopädie, 686–687.Google Scholar
  11. 11.
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  12. 12.
    Lindlar, 258.Google Scholar
  13. 13.
    Mo Di II, 112.Google Scholar
  14. 14.
    Montesquieu IV, 174.Google Scholar
  15. 15.
    Montesquieu IV, 176.Google Scholar
  16. 16.
    So das »Lexikon für Theologie und Kirche«.Google Scholar
  17. 17.
    Koch, 17. Man beachte, daß es sich hierbei um eine Rede zum Geburtstag des Königs im Jahr 1914 handelt.Google Scholar
  18. 18.
  19. 19.
  20. 20.
  21. 21.
    Koch, 29 ff..Google Scholar
  22. 22.
    Hou Wai-lu, 7.Google Scholar
  23. 23.
    Nietzsche, I, 905–906 (Menschliches, Allzumenschliches. Zweiter Band. Der Wanderer und sein Schatten, Nr. 61).Google Scholar
  24. 24.
    Nietzsche, ebenda.Google Scholar
  25. 25.
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  27. 27.
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  28. 28.
    Mo Di II, 122.Google Scholar
  29. 29.
    Siehe hierzu die entsprechenden Abschnitte in Schleichert, Moritz und Grahams Later Mohist Logic ….Google Scholar
  30. 30.
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  31. 31.
    Mo Di, II, 110.Google Scholar
  32. 32.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

Authors and Affiliations

  • Harald Borges

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