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Die inszenierte ›Weltstadt‹

  • Michael Bienert
Chapter

Zusammenfassung

Berlin als Stadt des ›Tempos‹ ist am eindrucksvollsten im Film in Szene gesetzt worden. Walter Ruttmanns Film Berlin. Die Symphonie der Großstadt (1927) verwendet dazu fast ausschließlich dokumentarisches Material. Das auf den Straßen abgefilmte Geschehen wird durch eine Schnittechnik, die Ruttmann in rein abstrakten Filmen und in Reklamestreifen entwickelt hatte, über seine Eigenbewegung hinaus beschleunigt und rhythmisiert.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Laszlo Moholy-Nagy, Malerei, Photographie, Film (1925), S. 115.Google Scholar
  2. 2.
    Georg Simmel, Die Großstädte und das Geistesleben (1903), S. 192. Walter Benjamin, Über einige Motive bei Baudelaire (1939), S. 630. Stanley Milgram, Das Erleben der Großstadt (1970), S. 142.Google Scholar
  3. 3.
    Aus einer Besprechung der Zeitschrift des Bauhauses, zitiert nach Stationen der Moderne im Film (1988), S. 43.Google Scholar
  4. 4.
    Bernard von Brentano, ›Berlin‹ (1927), in: Ders., Wo in Europa ist Berlin (1928), S. 144–147. — Siehe ferner die Dokumentation in Stationen der Moderne im Film (1988), S. 42f.Google Scholar
  5. 5.
    Siegfried Kracauer, Wir Schaffens (1927) — Ein gelungener Berlinfilm müßte in Kracauers Augen »den gewaltigen Gegenstand in einer Weise durchdringen, die ein echtes Verständnis für seine gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Struktur verriete.« Das geeignete Mittel dazu wäre auch die Montage des Materials, aber keine Montage in der Art von abstrakten Bewegungsstudien, wie sie Ruttmann schon vor der Symphonie der Großstadt produziert hatte. Zu Kracauers Montagetheorie vgl. die Ausführungen am Ende des Kapitels Soziologische Expeditionen. Die ausführlichste und differenzierteste Besprechung des Films findet sich in Kracauers Von Caligari zu Hitler (1947/1979), S. 192–198.Google Scholar
  6. 6.
    Martin Wagner, Das neue Berlin — die Weltstadt Berlin (1929), S. 5.Google Scholar
  7. 7.
    Berliner Tageblatt vom 14. Oktober 1928 (Nr. 487), erschienen unter der Sammelüberschrift Der umstrittene Weg Berlins zur Lichtstadt.Google Scholar
  8. 8.
    Anonym, Berlins großes Lichtfest. Hunderttausende auf den Straßen (1928); Walther Kiaulehn, Gespräch im Dunklen (1928); Rumpelstilzchen Bd. 9 (1928/29), S. 50f. — Eine Übersicht über die Veranstaltungen der Aktionstage findet sich im Berliner Tageblatt vom 13. Oktober 1928 (Nr. 485). — Weitere Dokumente und kritische Stimmen in: Schrader/Schebera, Kunstmetropole Berlin (1987), S. 138–140.Google Scholar
  9. 9.
    Jeder einmal in Berlin (1927 und 1929). Vgl. auch Szatmari, Das Buch von Berlin (1927/28).Google Scholar
  10. 10.
    Ludwig Hilbersheimer, Die Architektur der Großstadt (1927), S. 2.Google Scholar
  11. 11.
    Bruno Taut, Via London — Paris — New York — Neu-Berlin (1929), S. 25 und 30.Google Scholar
  12. 12.
    Arthur Eloesser, Die Straße meiner Jugend (1919), S. 8f.Google Scholar
  13. 13.
    Heinrich Mann, Berlin (1921), S. 90.Google Scholar
  14. 14.
    Egon Erwin Kisch, Die Verarmung und Bereicherung der Berliner Straßen (1923).Google Scholar
  15. 15.
    Heinrich Mann, a.a.O., S. 91f.Google Scholar
  16. 16.
    Siehe vor allem Jeder einmal in Berlin (1927), S. 149.Google Scholar
  17. 17.
    Bruno Manuel, Weltstadt (1928).Google Scholar
  18. 18.
    Zitiert nach Rosenberg, Geschichte der Weimarer Republik (1961), S. 168f.Google Scholar
  19. 19.
    b.n., Berlins Fassade ist — Fassade. Fehlurteile des Auslandes (1932).Google Scholar
  20. 20.
    Richard Huelsenbeck, Berlin…Endstation (1929).Google Scholar
  21. 21.
    Jean Giradoux, Berlin, nicht Paris ! (1931), Amédée Ozénfant, Weekend Berlin (1931).Google Scholar
  22. 22.
    Berliner Tageblatt vom 13. August 1929 (Nr. 378).Google Scholar
  23. 23.
    Berliner Tageblatt vom 15. August 1929 (Nr. 383).Google Scholar
  24. 24.
    Karl Vetter in Das neue Berlin (1929), H. 8, S. 149.Google Scholar
  25. 25.
    Mit der Aufzählung dieser Elemente ist die Analyse lediglich eingeleitet: Im folgenden werde ich verschiedene Faktoren analysieren, die beim Zustandekommen einer »weltstädtischen Bildwirkung« zusammenspielen: Bauliche Veränderungen in der Stadt, die Ästhetik der im Bildraum erscheinenden Objekte, den Einfluß von Massenmedien, Wahrnehmungsweisen und Formen, sich in der Stadt zu bewegen und zu verhalten.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. die ausfuhrliche Dokumentation in: Karl-Heinz Metzger und Ulrich Duncker, Der Kurfürstendamm (1986), S. 142ff.Google Scholar
  27. 27.
    Kein geringerer als Hegemann hat dieses Engagement, das der Geschichtsschreibung von Architektur und Städtebau als vorbildlich gilt, in Zweifel gezogen (Wozu der Stadtbaurat Zeit hat (1928); Neue Baukunst und Wohnungspolitik (1929)).Google Scholar
  28. 28.
    Zahlreiche Belege dafür finden sich in der von Wagner und Behne herausgegebenen Zeitschrift Das neue Berlin. Zur Wirkung Martin Wagners im Berliner Städtebau siehe Karl-Heinz Hüter, Architektur in Berlin 1900–1933 (1987), S. 154–163, und den Ausstellungskatalog Martin Wagner 1885–1957 (1985). Die Autoren des Katalogs schreiben in ihrer Einleitung über Wagner, er habe »dem ›Mythos Großstadt‹ Vorschub geleistet: der moderneren Großstadt, als deren Regisseur sich Wagner verstand, ener Stadt wie Berlin, der er nicht weniger abzuringen bereit war, als: sie komplett umzubauen (ohne Sentimentalitäten gegenüber dem Alten), sie dem neuen ›Zeitgeist‹ anzugleichen, sie dem Takt rigoros zu unterwerfen, der dem Rhythmus von Produktion und Reproduktion entlehnt ist, und ihr die ›Form der neuen Zeit‹ zu geben.« (S. 7)Google Scholar
  29. 29.
    Giese, Strassendurchbrüche (1925).Google Scholar
  30. 30.
    Hans Stimman, Weltstadtplätze und Massenverkehr (1987), S. 140.Google Scholar
  31. 31.
    Massary, Vom Glück des Autofahrens (1926); M. H. Bloch, Du kannst Dir bald ein Auto leisten (1926), Ein neuer Ford (1928), Deutsche Automobile (1928); Wedderkop, Auto, Radio, Diktaphon […] (1928); Hessel, Spazieren in Berlin (1929), S. 270–272. Remarque, Die Dame am Steuer (1929); Grüttefin, Hundert nützliche Dinge für den Damenwagen (1931).Google Scholar
  32. 32.
    Kurt Tucholsky, Berliner Verkehr (1926); vgl. damit die Texte Berlin! Berlin! (1919) und Das Gesicht der Stadt (1920).Google Scholar
  33. 33.
    Walther Kiaulehn, Berlin (1958), S. 22.Google Scholar
  34. 34.
    Alfred Polgar, Automobile sehen Dich an (1928).Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Karl-Heinz Hüter, Architektur in Berlin (1987), S. 329ff.Google Scholar
  36. 36.
    Karl Scheßler, Berlin. Wandlungen einer Stadt (1930), S. 175.Google Scholar
  37. 37.
    Scheffler, a.a.O., S. 174.Google Scholar
  38. 38.
    Bernard von Brentano, Berlin — von Süddeutschland aus gesehen (1926/27), S. 100f.Google Scholar
  39. 39.
    Egon Jacobsohn, Vergessene und verschwiegene Sehenswürdigkeiten (1927). Ähnlich Brentano, Das Vergnügen zu fahren (1926/27).Google Scholar
  40. 40.
    Franz Hessel, Spazieren in Berlin (1929), S. 12ff.Google Scholar
  41. 41.
    Max Osborn, Die Peripherie Berlins (1927); Alfons Paquet, Und Berlin? (1933).Google Scholar
  42. 42.
    Heinrich Hauser, Drei Ringe um Berlin (1932).Google Scholar
  43. 43.
    Max Osborn, a.a.O.Google Scholar
  44. 44.
    Kari Scheffler, Berlin. Wandlungen einer Stadt (1930), S. 176f.Google Scholar
  45. 45.
    Scheffler, a.a.O., S. 180.Google Scholar
  46. 46.
    Karl Scheffler, Berlin. Ein Stadtschicksal (1910), S. 235, 182 und 200. — Vgl. auch Lothar Müller, Nervosität, Modernität und Sachlichkeit (1987).Google Scholar
  47. 47.
    Karl Scheffler, Berlin (1930), S. 173.Google Scholar
  48. 48.
    Scheffler, a.a.O., S. 190.Google Scholar
  49. 49.
    Wilhelm Schnarrenberger, Reklame architekturbildend (1928).Google Scholar
  50. 50.
    Karl-Heinz Hüter, a.a.O., S. 334ff. (mit Abbildungen).Google Scholar
  51. 51.
    Ernst Reinhardt, Die Gestaltung der Lichtreklame (1929), S. 73.Google Scholar
  52. 52.
    In: Der umstrittene Weg Berlins zur Lichtstadt (1928).Google Scholar
  53. 53.
    So kann man die Äußerung Walter Riezlers verstehen, der 1927 schreibt, die Umgestaltung der Fassaden »scheine ja mit allen Prinzipien einer gesunden Architektur in Widerspruch zu stehen.« (Riezler, Umgestaltung der Fassaden (1927).Google Scholar
  54. 54.
    Bruno Taut, Via London — Paris — New York — Neu-Berlin (1929), S. 29.Google Scholar
  55. 55.
    Dieser Stilwandel in den verschiedensten Bereichen der Gestaltung ist in den ersten Jahrgängen der Zeitschrift des Deutschen Werkbundes besonders eindringlich dokumentiert: Die Form, Jahrgänge 1926/27ff.Google Scholar
  56. 56.
    Adolf Behne, Der moderne Zweckbau (1923), S. 22.Google Scholar
  57. 57.
    Behne, a.a.O., S. 23.Google Scholar
  58. 58.
    Adolf Behne, Ludwig Hoffmann oder Zum Thema Architektur-Kritik (1925), S. 353.Google Scholar
  59. 59.
    Behne, a.a.O., S. 356. — Vgl. auch den Aufsatz Kritisches Programm (1922).Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Der Schrei nach dem Turmhaus (1988).Google Scholar
  61. 61.
    Adolf Behne, Der Wettbewerb der Turmhaus-Gesellschaft (1921/22), S. 59.Google Scholar
  62. 62.
    Adolf Behne, Eine Stunde Architektur (1928/84), S. 20f.Google Scholar
  63. 63.
    Ernst Bloch, Berlin, Funktionen im Hohlraum (1935), S. 217.Google Scholar
  64. 64.
    Behne diagnostiziert hier, was Peter Bürger als »falsche Aufhebung der Institution Kunst« bezeichnet hat. »In der spätkapitalistischen Gesellschaft werden Intentionen der historischen Avantgardebewegungen mit umgekehrtem Vorzeichen verwirklicht.« (Bürger, Theorie der Avantgarde (1974), S. 73).Google Scholar
  65. 65.
    Zum direkten Vergleich bietet sich, neben den genannten Schriften, ein Text an, der 1922 in der Weltbühne erschienen ist (Der Staatsanwalt schützt das Bild); deshalb, weil dieser Text bereits Stadtbeschreibung und Kritik aktueller Kunsttendenzen verbindet. Trotz der bedrückenden Situation zur Zeit der Inflation ist dieser Text voller Zukunftsoptimismus.Google Scholar
  66. 66.
    Karl Heinz Hüter nennt Behne sogar den »wichtigsten Wortführer der Avantgarde in der gesamten Zeit der Weimarer Republik« (Architektur in Berlin 1900–1933 (1987), S. 85).Google Scholar
  67. 67.
    Bernard von Brentano, Berlin — von Süddeutschland aus gesehen (1926/27), S. 100f.Google Scholar
  68. 68.
    Der Kopenhagener Rasmussen, der sich vom neuen Berlin durchaus beeindruckt zeigte, nannte die Schaufronten am Kurfürstendamm 1928 »Potemkinkulissen« (Neuzeitliche Baukunst in Berlin (1928), S. 538).Google Scholar
  69. 69.
    Über Wedekind, Sternheim und das Theater, zitiert nach Silvio Vietta, Großstadtwahrnehmung und ihre literarische Darstellung (1974), S. 366. Vietta interpretiert die seit dem Dadaismus üblichen Collagetechniken als ästhetischen Reflex auf diese Situation.Google Scholar
  70. 70.
    Siegfried Kracauer, Die Photographie (1927), S. 34.Google Scholar
  71. 71.
    Eugen Szatmari, Das Buch von Berlin (1927), S. 108.Google Scholar
  72. 72.
    Bruno Taut, Von London — Paris — New York — Neu-Berlin (1929), S. 29.Google Scholar
  73. 73.
    Joseph Roth, Der Kurfürstendamm (1929).Google Scholar
  74. 74.
    Krencker, Stadtgesicht als Symptom (1930). — Auch zeitlich war die ›weltstädtische Bildwirkung‹ begrenzt. »Wer im Frühling über den Kurfürstendamm ging, war schon halb in der Sommerfrische. Er sah nicht Dächer noch Wände, er lustwandelte durch eine Wipfelallee, die eher an den Strand eine Weltbades führte als zur Gedächtniskirche oder nach Halensee.« »Es war, als ob die [Tauentzien-] Straße in der Mittagstunde keine Erinnerung mehr an die Nacht hätte, und genauso war es um die Gedächtniskirche herum und am Kurfürstendamm […] Alles sah gebadet und blitzend aus, und die Gestänge der Lichtreklamen auf den Dächern waren wie weggezaubert. Erst in der Dämmerung wechselte die Szenerie, und die junge Nacht, die ihre eigenen Sonnen entzündete, wußte nichts mehr vom Tage.« (Zitate aus: Siegfried Kracauer, Berliner Nebeneinander (1931); Walther Kiaulehn, Berlin (1958), S. 538)Google Scholar
  75. 75.
    Walther Kiaulehn, Berlin (1958), S. 557.Google Scholar
  76. 76.
    Georg Simmel, Die Großstädte und das Geistesleben (1903), S. 193.Google Scholar
  77. 77.
    Simmel, a. a.O., S. 196.Google Scholar
  78. 78.
    Fast genau wie Simmel argumentiert Willy Hellpach in Mensch und Volk der Großstadt (1952), S. 67ff.. Der amerikanische Psychologe Milgram übersetzt Simmeis Einsichten in eine systemtheoretische Terminologie; aus der »Überbelastung« (overload) der Wahrnehmung leitet Milgram für die Großstadt typischen Verhaltensweisen ab, die er als unumgängliche »Adaptionen« an die Umweltbedingungen interpretiert (Stanley Milgram, Das Erleben der Großstadt (1970)).Google Scholar
  79. 79.
    Simmel betont, daß sich gegenüber den Lebensverhältnissen in der Großstadt die »Attitüde des Richters« nicht zieme (Die Großstädte und das Geistesleben (1903), S. 204); Hellpach legt Wert auf die Feststellung, der Großstädter sei selbst in seiner emotionalen Indifferenz nicht schlechter als die Landbevölkerung, sondern nur als deren sentimentalisch verzeichnetes Abbild (Mensch und Volk der Großstadt (1952), S. 77 und passim); Lethen schreibt, daß Gleichgültigkeit »die natürliche Voraussetzung« fur die ungehinderte Zirkulation von Menschemmassen in der Großstadt sei (Chicago und Moskau (1987), S. 193f.).Google Scholar
  80. 80.
    Ich sehe von den Verfeinerungen ab, die dieses Argument in einzelnen Untersuchungen erfährt; so leitet Simmel die Blasiertheit nicht nur vom ununterbrochenen Wechsel der sinnlichen Eindrücke in der Großstadt ab, sie ist vor allem eine psychische Folgeerscheinung der kapitalistischen Geldwirtschaft (Philosophie des Geldes (1900); der Aufsatz über Die Großstädte und das Geistesleben (1903) ist nur ein Ableger dieser breit angelegten Theorie). Streng behaviouristisch argumentiert Milgram in Das Erleben der Großstadt (1970).Google Scholar
  81. 81.
    Bernard von Brentano, Berlin — von Süddeutschland aus gesehen (1928), S. 97f.Google Scholar
  82. 82.
    Silvio Vietta, Großstadtwahrnehmung und ihre literarische Darstellung. Expressionistischer Reihungsstil und Collage (1974), S. 361.Google Scholar
  83. 83.
    Bernard von Brentano, Zeitgenössische Hochschule (1928), S. 9.Google Scholar
  84. 84.
    Brentano, a.a.O., S. 12f.Google Scholar
  85. 85.
    Kari Prümm, Die Stadt der Reporter und Kinogänger (1988), S. 95.Google Scholar
  86. 86.
    Brentano, Berlin — von Süddeutschland aus gesehen (1926/27), S. 102.Google Scholar
  87. 87.
    Fred Hildenbrandt, Schönes neues Berlin (o. J.), S. 10.Google Scholar
  88. 88.
    Hildenbrandt, a.a.O., S. 38.Google Scholar
  89. 89.
    Egon Jacobsohn, Verschwiegene und vergessene Sehenswürdigkeiten (1927), S. 48. — Daß sich die Reklamebranche weitgehend aus Presseleuten rekrutiert, liest man bei Szatmari, Das Buch von Berlin (1927); erkennbar ist die Vernetzung an den Beiträgern zum offiziellen Reiseführer Jeder einmal in Berlin (1927), aus dem das Jacobsohn-Zitat entnommen ist.Google Scholar
  90. 90.
    Jeder einmal in Berlin (1927).Google Scholar
  91. 91.
    Georg Simmel, Philosophie des Geldes (1900), S. 266.Google Scholar
  92. 92.
    Rolf-Paul Janz, Drama, Tanz und Mode (1988).Google Scholar
  93. 93.
    Siegfried Kracauer, Kult der Zerstreuung (1926), S. 311f.Google Scholar
  94. 94.
    Hans Natonek, Dienst am Kunden (1929), S. 190.Google Scholar
  95. 95.
    Bernard von Brentano, Das Capitol von Berlin (1926/27).Google Scholar
  96. 96.
    Wilhelm Schnarrenberger, Reklame architekturbildend (1927).Google Scholar
  97. 97.
    Siegfried Kracauer, Lokomotive über der Friedrichstraße (1933), S. 43.Google Scholar
  98. 98.
    Vgl. Georges Bataille, Der Begriff der Verausgabung (1933).Google Scholar
  99. 99.
    Siegfried Kracauer, Kult der Zerstreuung (1926), S. 311.Google Scholar
  100. 100.
    Siegfried Kracauer, Ansichtspostkarte (1930), S. 47.Google Scholar
  101. 101.
    Ernst Reinhardt, Die Gestaltung der Lichtreklame (1929); Kari Scheffler, Berlin (1930), S. 177; Wilhelm Schnarrenberger, Reklame architekturbildend (1928); Hans H. Reinsch, Psychologie der Lichtreklame (1929). Walter Kiaulehn schwärmt noch in den fünfziger Jahren von der Intimität des Lichts auf dem Kurfürstendamm (Berlin (1958), S. 541).Google Scholar
  102. 102.
    Wilhelm Hausenstein, Berliner Eindrücke (1929), S. 82f.Google Scholar
  103. 103.
    Siegfried Kracauer, Die Angestellten (1930), S. 98.Google Scholar
  104. 104.
    Kracauer, a. a. o., S. 91.Google Scholar
  105. 105.
    Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen (1932), S. 102.Google Scholar
  106. 106.
    Dietmar Voss, Die Rückseite der Flanerie (1988), S. 51–54.Google Scholar
  107. 107.
    Keun, a.a.O., S. 103.Google Scholar
  108. 108.
    »Wir haben hier ganz übermäßige Lichtreklame. Um mich war ein Gefunkel. Und ich mit dem Feh. Und schicke Männer wie Mädchenhändler, ohne daß sie gerade mit Mädchen handeln, was es ja nicht mehr gibt — aber sie sehen danach aus, weil sie es tun würden, wenn was bei rauskäme. Sehr viel glänzende schwarze Haare und Nachtaugen so tief im Kopf Aufregend.« (S. 67)Google Scholar
  109. 109.
    Vgl. Richard Korherr, Berlin (1930), S. 392.Google Scholar
  110. 110.
    Wilhelm Hausenstein, Berliner Eindrücke (1929), S. 81.Google Scholar
  111. 111.
    Karl Scheffler nennt die abendliche Szene eine »unwirklich anmutende« Stadt (Berlin (1930), S. 177); Schnarrenberger spricht von einer »unwirklichen Zauberwelt« (Reklame architekturbildend (1928)); Natonek von einem »Wahn« (a.a.O.).Google Scholar
  112. 112.
    Hausenstein, a.a.O., S. 83.Google Scholar
  113. 113.
    Hausenstein, a. a.O., S. 91.Google Scholar
  114. 114.
    Korherr, a.a.O. (1930), S. 392.Google Scholar
  115. 115.
    Friedrich Hussong, Kurfürstendamm (1934).Google Scholar
  116. 116.
    Franz Hessel, Spazieren in Berlin (1929), S. 146.Google Scholar
  117. 117.
    Kari Scheffler, Berlin (1930), S. 233.Google Scholar
  118. 118.
    Heinrich Mann, Berlin (1921), S. 95.Google Scholar
  119. 119.
    Heinrich Mann, Der Bubikopf ( 1926).Google Scholar
  120. 120.
    Siegfried Kracauer, Kult der Zerstreuung (1926), S. 311.Google Scholar
  121. 121.
    Dieter Bartetzko, Illusionen in Stein (1985).Google Scholar
  122. 122.
    Siegfried Kracauer, Kult der Zerstreuung (1926).Google Scholar
  123. 123.
    Vgl. dazu etwa Leni Riefenstahls Film über den Reichsparteitag der Nationalsozialisten im Jahr 1934, Triumph des Willens.Google Scholar
  124. 124.
    Siegfried Kracauer, Georg (1934), S. 326.Google Scholar
  125. 125.
    Elias Canetti, Masse und Macht (1960), S. 66f.Google Scholar
  126. 126.
    Karl Scheffler, Berlin (1930), S. 187.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

Authors and Affiliations

  • Michael Bienert

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