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Gleisdreieck

  • Michael Bienert
Chapter

Zusammenfassung

Gleisdreieck, ein Ort in Berlin. Das Wort bezeichnet eine reale Topographie. Aber es meint nicht nur einen Platz in der Stadt, es ist auch ein Gemeinplatz im Reden über die Stadt. In den zwanziger Jahren wird der Name als Chiffre für Berliner Großstadterfahrungen im umfassenden Sinne gebraucht. Das Gleisdreieck gilt als Symbol für die Stadt insgesamt, manche sehen darin sogar das Sinnbild einer ganzen Zivilisation. In der Literatur über Berlin funktioniert das Stichwort Gleisdreieck als literarischer und rhetorischer Topos: als ein vorgeprägtes Schema, das immer wieder aufgegriffen und variiert wird[1].

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Baeumer, Toposforschung (1973) und Jahn, Toposforschung (1973).Google Scholar
  2. 2.
    Die Quellen zur Ortsgeschichte weise ich im folgenden nicht im einzelnen nach. Es sind: Berlin und seine Eisenbahnen (1896), Berlin und seine Bauten, Teil X (o. J.) und Wittig, Die Architektur der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin (1922). — Die konziseste Gesamtdarstellung findet sich in dem Aufsatz von Jürgen Karwelat, Bitte einsteigen und Türen schließen (1987).Google Scholar
  3. 3.
    Egon Erwin Kisch, Die Untergrundbahn (1923), S. 383.Google Scholar
  4. 4.
    Ausführlicher werden Überlegungen in dieser Richtung entwickelt bei Pierre Bourdieu und seinen Mitarbeitern in Eine illegitime Kunst (1965), besonders S. 85–89: »Die gängige Praxis [unterwirft] die photographische Wahl den Kategorien und Regeln der traditionellen Weltdeutung. Deshalb überrascht es nicht, daß die Photographie mit dieser Weltdeutung übereinstimmt, d. h. daß sie objektiv erscheint. Anders ausgedrückt: Nur weil der gesellschaftliche Gebrauch der Photographie aus der Fülle ihrer möglichen Gebrauchsweisen nach den Kategorien, die die übliche Wahrnehmung der Welt organisieren, gezielt auswählt, kann das Bild für die genaue und objektive Wiedergabe der Wirklichkeit gehalten werden.« (S. 88).Google Scholar
  5. 5.
    Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, dritter Band (1929), S. 235.Google Scholar
  6. 6.
    Bourdieu, a.a.O.Google Scholar
  7. 7.
    Siehe: Christoffel, Berlin in Bildpostkarten (1987), S. 536.Google Scholar
  8. 8.
    Schmidt-Brümmer/Schulz, Stadt und Zeichen (1976), S. 49.Google Scholar
  9. 9.
    Der Gedanke ist nicht ganz abwegig, da die ursprünglich geplanten, nüchternen Eisen-Glas-Konstruktionen der Hochbahn seinerzeit auf heftige Kritik stießen. »Die nackten Eisenkonstruktionen galten nicht nur als ästhetisch minderwertig und häßlich, sondern wurden von der Öffentlichkeit, die noch stark dem traditionellen Stildenken verhaftet war, geradezu als Herausforderung empfunden und deshalb mit Entrüstung abgelehnt […] Deshalb sah sich Siemens und Halske gezwungen, grundsätzliche Maßnahmen zur ästhetischen Aufwertung und damit zur Rettung der Hochbahn zu ergreifen: Man mußte den Architekten zur stärkeren Mitarbeit heranziehen. Er sollte die Hochbahn in ein architektonisches Gewand kleiden, das mehr überzeugt als die aus der Anonymität des Siemens’schen Konstruktionsbüros hervorgegangenen rein zweckorientierten Bauten.« (Bohle-Heintzenberg, Die Gestaltung der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin (1981), S. 208f.)Google Scholar
  10. 10.
    In der Verwendung der Kategorien Komposition, Konstruktion, Struktur folge ich dem Definitionsversuch von Dieter Honisch: Die innere Verfassung des Bildes. Komposition — Konstruktion — Struktur (1977), S. 1/11f.Google Scholar
  11. 11.
    In: Mende, Gleisdreieck (o. J.), ohne Seitenzahl.Google Scholar
  12. 12.
    Am Ende der Befreiung von den Regeln der Komposition (vgl. Honisch, a.a.O.) steht also nicht eine konstruktivistische oder funktionalistische Darstellung, sondern das bloße »Ornament, zu dessen Verschlossenheit die substanzhaltigen Gefüge sich entleeren.« Siegfried Kracauer, Das Ornament der Masse (1927), S. 52.Google Scholar
  13. 13.
    Roland Barthes, Mythen des Alltags (1957/64), S. 57.Google Scholar
  14. 14.
    Siegfried Kracauer, a.a.O.Google Scholar
  15. 15.
    Michel de Certeau, Umgang mit Raum S. 4. Schmidt-Brümmer/Schulz, Stadt & Zeichen (1976), S. 49.Google Scholar
  16. 16.
    Alfons Paquet, Reise-Beschreibung. Kultur und Landschaß (1931). Vgl. auch Gustav Langen, Das Luftbild in Städtebau und Siedlungswesen (1928).Google Scholar
  17. 17.
    Werner Hegemann, Das steinerne Berlin (1930), Tafel 63.Google Scholar
  18. 18.
    In diesem Kapitel zeigen alle Ziffern in runden Klammern Seitenzahlen an in: Viktor Schklovskij, Zoo oder Briefe nicht über die Liebe (1923/65). Die Übersetzung stammt von Alexander Kaempfe. Ich habe sie mit der sprachlich weniger überzeugenden Übersetzung von Elena Panzig verglichen (in Berliner Begegnungen (1987)) und sie auf dieser Grundlage ergänzt, wo es mir notwendig schien.Google Scholar
  19. 19.
    Bely, Wie schön es in Berlin ist (1924), S. 59. — Alle vorangehenden Angaben folgen Majakowski, Das heutige Berlin (1923) (S. 33) und Fritz Mierau, Russen in Berlin (1987), S. 175.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. dazu die Ausfuhrungen über die ›Anorganizität‹ des Stadtbildes im folgenden Kapitel Schreckbilder.Google Scholar
  21. 21.
    Ein Indiz fur die Nähe seines Romans zu diesen Formen ist auch Schklovskijs Auskunft über die Entstehungsgeschichte im ersten Vorwort. Er habe ursprünglich »einige Skizzen über das russische Berlin im Sinn« gehabt, die nachträglich zu einem Roman in Briefen verknüpft worden seien [7].Google Scholar
  22. 22.
    Schklovskijs Einstellung zu den Maschinen ist ambivalent. Ihr scheinbares Eigenleben, ihre gigantischen Dimensionen erfahrt er als bedrohlich; zugleich spricht er sie als »Genossen« an [71]. In der russischen Revolution hatte Schklovskij, Ausbilder einer Kampfwageneinheit, sie als wichtige Verbündete kennengelernt (vgl. das Ende des Einleitenden Briefes — und Kaempfe, Viktor Schklovskij (1965). S. 139).Google Scholar
  23. 23.
    Erhard Schütz, Kritik der literarischen Reportage (1977), S. 16ff.Google Scholar
  24. 24.
    Die Darstellung von Fakten droht danach stets in Propaganda fur die »Diktatur der Tatsachen« (ebd.) umzuschlagen; die ›neusachliche‹ Zuwendung zur Objektwelt läuft Gefahr, die verdinglichte Wahrnehmung zum literarischen Programm zu erheben (Michael Geisler, Die literarische Reportage (1982), S. 38ff.Google Scholar
  25. 25.
    Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen (1945/1984), Nr. 66 und folgende.Google Scholar
  26. 26.
    Hans Kern, Gleisdreieck (1931), in: Seitz/Zucker, Um uns die Stadt (1931), S. 189f.Google Scholar
  27. 27.
    Johannes Trojan, Die Gegend der vielen Brücken (1903), S. 185f.; August Endell, Die Schönheit der großen Stadt (1908/1984), S. 39f.; Bernard von Brentano, Wo in Europa ist Berlin? (1928), S. 131; Hans Kafka, Gleisdreieck (1929); Walther Kiaulehn, Berlin (1958), S. 24.Google Scholar
  28. 28.
    Franz Hessel, Spazieren in Berlin (1929), S. 171.Google Scholar
  29. 29.
    Günter Grass, Gleisdreieck (1960). — Vgl. auch Grass’ Zeichnungen in Vier Jahrzehnte, Göttingen 1991, p. 94f.Google Scholar
  30. 30.
    Hegemann, a.a.O., Tafel 63; Scheffler, Berlin (1930), S. 66; Paquet, Und Berlin?, IV. Ein Sermon (1933) [erstes Zitat] und Paquet, Fluggast über Europa (1927), S. 145 [zweites Zitat]. — Zur Problematik der Zuschreibung von Organizität siehe: Leo Adler, Über das Organische und Malerische in der Baukunst (1925).Google Scholar
  31. 31.
    Siegfried Kracauer, Ginster (1928), S. 25.Google Scholar
  32. 32.
    Brief an Margarete Susman vom 17. Januar 1918, zitiert nach Strohmeyer, Berlin in Bewegung (1987/Bd. 2), S. 38. — Um der Genauigkeit willen ist hinzuzufügen, daß Simmel hier das frühe Nachkriegsberlin meint, das Vorkriegsberlin aber als »wunderbaren Arbeitsorganismus« bezeichnet. Ich halte es dennoch für legitim, diese Äußerung hier in einem etwas allgemeineren Kontext zu zitieren; erstens, weil sie eine Vorstellung pointiert ausspricht, die in vielen Berlinbeschreibungen wirksam ist (etwa bei Scheffler, siehe dazu das folgende Kapitel); zweitens, weil Simmel in seinem Aufsatz über Rom das Organismusmodell einsetzt, um die Spezifik der alten Metropole zu erfassen; die modernen Teile der Stadt, also die Teile, in denen Rom Berlin ähnelt, grenzt er hingegen aus, weil sie die »organischen Einheit des Eindrucks« stören (Rom. Eine ästhetische Analyse (1922)). — Noch 1930 verwendet Josef Räuscher das Prädikat »anorganisch« fur den Eindruck, den das gebaute Berlin beim Betrachter hinterläßt (Räuscher, Berlin (1930), S. 19).Google Scholar
  33. 33.
    Alfons Paquet, Die Stabilisierung Berlin (1924), S. 183.Google Scholar
  34. 34.
    Henri Lefebvre, Die Revolution der Städte (1970/72), S. 20.Google Scholar
  35. 35.
    Hegemann, a.a.O., S. 321ff.Google Scholar
  36. 36.
    Adolf Behne, Eine Stunde Architektur (1928), S. 21.Google Scholar
  37. 37.
    »Wir fassen […] die kollektive Masse gleichartiger Glieder wie ein atmendes Wesen auf, das nicht starr einem Machtwort folgt, sondern das in jedem einzelnen Gliede das kollektive Bewußtsein trägt und infolgedessen lebendig ist. Seine Gesamtqualität hängt von der Qualität der einzelnen Glieder ab. Ein wichtiger Teil der Qualität ist die Beziehung von einem Teil zum Ganzen und deswegen muß der Lebensstrom das Ganze in seinen Gruppen und Reihungen durchziehen.« (Bruno Taut, zitiert nach Hüter, Architektur in Berlin (1987), S. 205.) — Dies schreibt ein Pionier der Typisierung und Serienfertigung im Wohnungsbau!Google Scholar
  38. 38.
    Siehe dazu Marx’ Analyse des Übergangs vom Manufakturwesen zum industriellen Einsatz dampfgetriebener Maschinen. Mit ihm emanzipiert sich das Werkzeug »von der organischen Schranke.« (Das Kapital (1867), S. 394). »In Manufaktur und Handwerk bedient sich der Arbeiter des Werkzeugs, in der Fabrik dient er der Maschine. Dort geht von ihm die Bewegung des Arbeitsmittels aus, dessen Bewegung er hier zu folgen hat. In der Manufaktur bilden die Arbeiter Glieder eines lebendigen Mechanismus. In der Fabrik existiert ein toter Mechanismus unabhängig von ihnen, und sie werden ihm als lebendiges Anhängsel einverleibt.« (S. 445) — Bedauerlicherweise bricht Hans Blumenberg seine Übersicht über organische und mechanische Hintergrundmetaphorik im 18. Jahrhundert ab (In: Paradigmen zu einer Metaphorologie (1960), S. 69–83). Sie zeigt aber, daß sich der Gebrauch dieser Metaphern deutlich von demjenigen unterscheidet, der mit der Entfaltung des Kapitalismus Gemeingut wird.Google Scholar
  39. 39.
    Auf diese Metaphorik und ihre Nähe zu psychotischen Krankheitsbildern hat Hans-Thies Lehmann aufmerksam gemacht (Beiträge zu einer materialistischen Theorie der Literatur (1977), S. 292ff. — Dort finden sich auch Nachweise).Google Scholar
  40. 40.
    Hermann Ulimann, Flucht aus Berlin? (1932), S. 24–27.Google Scholar
  41. 41.
    Karl Scheffler, Berlin (1910), S. 58f.Google Scholar
  42. 42.
    Walther Kiaulehn, Berlin (1958), S. 24.Google Scholar
  43. 43.
    Walther Kiaulehn berichtet, in den zwanziger Jahren habe die Hochbahn am Gleisdreieck ihr Tempo auf Schrittempo verlangsamt und dadurch den optischen Eindruck noch verstärkt (Berlin (1958), S. 24.).Google Scholar
  44. 44.
    Viktor Auburtin, Der Prophet Sacharja (1922), S. 65f.Google Scholar
  45. 45.
    August Endeil, Die Schönheit der großen Stadt (1908/1984), S. 33f. und 36.Google Scholar
  46. 46.
    Georg Simmel, Philosophie der Landschaft (1913), S. 132, 131. — Im folgenden referiere ich aus diesem Aufsatz, dessen Hauptthesen sich wiederfinden bei Joachim Ritter, Landschaft (1962). Die darin vorgetragenen Einsichten lassen sich auch in eine modernere Terminologie übersetzen; man könnte ebensogut von einem »kulturellen Code« reden, der den Wahrnehmungsakt leitet und den Aufbau der mentalen Repräsentation bestimmt.Google Scholar
  47. 47.
    Ritter, a.a.O., S. 153.Google Scholar
  48. 48.
    Joseph Roth, Spaziergang (1921).Google Scholar
  49. 49.
    Ullmann, a.a.O., S. 25f. — Vgl. auch Scheffler, Berlin (1930), S. 184.Google Scholar
  50. 50.
    Bernhard Diebold, Verschwörung gegen Berlin. Stadt und Landschaft (1932).Google Scholar
  51. 51.
    Friedrich Sengle, Wunschbild Land und Schreckbild Stadt (1963).Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. z. B. Döblins Vorrede zu Mario von Bucovichs Berlin (1928).Google Scholar
  53. 53.
    Camill Hoffmann, in: Jeder einmal in Berlin (1927), S. 27.Google Scholar
  54. 54.
    Erst nachdem ich diesen Gedankengang entlang der Beschreibungen des Gleisdreiecks entwickelt hatte, bin ich auf August Endells Buch gestoßen, das eine ausfuhrliche Anleitung zur Wahrnehmung der Stadt als Landschaft enthält (Die Schönheit der großen Stadt (1908/1984), S. 33ff.).Google Scholar
  55. 55.
    Ritter, a.a.O., S. 174.Google Scholar
  56. 56.
    Siegfried Kracauer, Aus dem Fenster gesehen / Berliner Landschaft (1931), S. 41.Google Scholar
  57. 57.
    Was in dem Ausdruck »ungestelltes Berlin« (Ebd.) mitschwingt — die Abgrenzung gegen das »gestellte« Berlin — wird deutlich vor dem Hintergrund der Stadtinszenierung, auf die ich im vierten Kapitel eingehe.Google Scholar
  58. 58.
    Siehe dazu vor allem die Texte Der auferstandene Mensch (1923), Wolkenkratzer (1922), H-Moll-Symphonie ( 1922), Flug nach Dortmund (1921), Nachruf auf den lieben Leser (1922), Das Lächeln der Welt (1923). Siehe auch Westermann, Joseph Roth (1987).Google Scholar
  59. 59.
    Roth, Der auferstandene Mensch (1923).Google Scholar
  60. 60.
    Georg Simmel, Philosophie des Geldes (1900), Der Begriff und die Tragödie der Kultur (1923).Google Scholar
  61. 61.
    Tote Welt (1922), Rückkehr (1922), Auferstehung (1922).Google Scholar
  62. 62.
    Tote Welt (1922), zitiert nach dem Erstdruck.Google Scholar
  63. 63.
    Hanns Heinrich Bormann, Die Zeitung — Darstellung und Bericht (1926), S. 6 und 7.Google Scholar
  64. 64.
    Roth, Rückkehr (1922).Google Scholar
  65. 65.
    Die Interpretationen von Karl Prümm und Klaus Scherpe zu Roths Text scheinen stillschweigend von dieser Übereinstimmung auszugehen; wenigstens lassen sie diese fur jede Interpretation dieses Textes entscheidende Frage unerörtert (Prümm, Die Stadt der Reporter und Kinogänger (1988), S. 89ff.; Scherpe, Ausdruck-Funktion-Medium (1988), S. 132f.)Google Scholar
  66. 66.
    Alle Aussagen über die Wirkung des Bekenntnisses auf den Leser beruhen auf Beobachtungen bei der Diskussion des Textes in Seminaren, ferner auf der eigenen Leseerfahrung und der Erörterung meiner Interpretation mit einem Psychologen — Rudolf Schmitt —, der mir sehr geholfen hat, den Appell des Textes ans Unbewußte genauer herauszuarbeiten.Google Scholar
  67. 67.
    Ich verstehe hier den Ausdruck »regressiv« psychoanalytisch: als »Rückkehr zu früheren Entwicklungsformem des Denkens, der Objektbeziehungen und der Strukturierung des Verhaltens« (Laplanche/Pontalis, Das Vokabular der Psychoanalyse (1967/1973), S. 436).Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. Hanne Bergius, Im Laboratorium der mechanischen Fiktionen. Zur unterschiedlichen Bewertung von Mensch und Maschine um 1920 (1981); Anton Kaes, Weimarer Republik (1983), S. 159ff.; Jörg Hienger, Großstadt Masse Maschine in der Literatur (1983); Helmut Lethen, Neue Sachlichkeit (1970), S. 58–92; Erhard Schütz, Kritik der literarischen Reportage (1977), S. 16ff.Google Scholar
  69. 69.
    Georg Simmel, Der Begriff und die Tragödie der Kultur (1923).Google Scholar
  70. 70.
    In Geschichte und Klassenbewußtsein (1923) spricht Lukacs davon, daß die »Arbeitsteilung jeden organisch einheitlichen Arbeits- und Lebensprozeß zerreißt.« (S. 114 der Erstausgabe). Die Metaphorik geht auf Marx zurück (s. Anm. 38) — Auf Spengler bin ich aufmerksam geworden durch Jörg Hienger, a.a.O., S. 246f.Google Scholar
  71. 71.
    Beispiele finden sich bei Helmut Lethen, a.a.O., S. 58ff.Google Scholar
  72. 72.
    Josef Räuscher, Deutschlands Versuchslokal (1930), S. 130Google Scholar
  73. 73.
    Josef Räuscher, Berlin (1930), S. 25f.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

Authors and Affiliations

  • Michael Bienert

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