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Die ästhetische Kehre von der Vernunft zum Einzelsubjekt

Von Kant zu Schleiermacher
  • Enno Rudolph
Chapter

Zusammenfassung

»Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.«[1] Diese Definition der Fundamentalkategorie der kantischen Ästhetik erläutert sowohl, warum Kant Urteile wie: »Dies ist schön«, reine Geschmacksurteile also, als bloß subjektiv bezeichnet, als auch in welchem Sinne der Zustand, in dem das Subjekt, welches so urteilt, sich befindet, ein Zustand der Freiheit genannt werden kann.

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Anmerkungen

  1. 6.
    Damit überbietet die ästhetische Freiheit die moralisch determinierte Freiheit. Dann wird man allerdings kaum sagen können, daß Ästhetik bei Kant als Ausweg dort gebraucht werde, »wo das wissenschaftliche Denken nicht mehr, und das geschichtliche Denken — in der Form des nur moralischen — noch nicht trägt«. (Odo Marquard, Kant und die Wende zur Ästhetik, in: ders., Aesthetica und Anaesthetica. Philosophische Überlegungen, Paderborn/München/Wien/Zürich 1989, S. 32.) Vielmehr: Sowohl der wissenschaftlichen als auch der moralischen Obligation nicht mehr zu bedürfen, ist Ausdruck der ästhetischen Freiheit.Google Scholar
  2. 7.
    Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt, Erster Band, hg. von Martin Redeker, Berlin 1960, § 4, S. 24.Google Scholar
  3. 10.
    In diesem Sinn spricht Konrad Cramer zutreffend von einer »Interdependenz zwischen Independenz und Dependenz« bei Schleiermacher: K. Cramer, Die subjektivitätstheoretischen Prämissen von Schleiermachers Bestimmung des religiösen Bewu/3tseins, in: Dietz Lange (Hg.), Friedrich Schleiermacher 1768–1834. Theologe — Philosoph — Pädagoge, Göttingen 1985, S. 148f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Enno Rudolph

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