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Schönheit als sinnliche Vielfalt

Die Einzelseele als Modell für die Einheit der Polis bei Platon
  • Enno Rudolph
Chapter

Zusammenfassung

Die Diskussion über das Problem des Verhältnisses zwischen Individualität und Allgemeinheit sowohl im ontologischen (All des Seins) als auch im kosmologischen Sinne (All der Natur), sodann im Sinne gesellschaftlicher Einheit (Polis) und schließlich im Sinne der Einheit der Materie ließe sich als Drama von zumindest vier Akten in der griechischen Antike rekonstruieren. Als Hauptakteure des ersten Aktes agieren Demokrit und Leukipp, aber auch Empedokles. Hauptakteur des zweiten Aktes ist Platon (in der Auseinandersetzung mit den Sophisten), der des dritten Aktes Aristoteles (durch die ontologische Gleichsetzung von Substanz und Individuum). Protagonist des vierten Aktes ist Epikur, der mit einer raffinierten Renaissance des Atomismus diesen vielleicht vor der endgültigen Vernichtung durch den Aristotelismus gerettet hat.[1] Dieses Drama kann im folgenden nur auszugsweise zur Aufführung gebracht werden, nicht zuletzt um seiner mehr oder weniger verborgenen Wirkungsgeschichte gerecht zu werden.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. dazu: André Laks, Minima und noematische Geschwindigkeit. Bemerkungen zur Kommensurabilität der Argumentation bei Aristoteles und Epikur, in: Enno Rudolph (Hg.), Zeit, Bewegung, Handlung. Studien zur Zeitabhandlung des Aristoteles, Stuttgart 1988.Google Scholar
  2. 6.
    Vgl. auch Alasdair Maclntyre, Geschichte der Ethik im Überblick. Vom Zeitalter Homers bis zum 20. fahrhundert, Königstein/Ts. 1984, S. 50.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Enno Rudolph

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