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Georg Katharina Glaser: Die Partei und das Schreiben

  • Michael Rohrwasser
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Zusammenfassung

Georg Glaser, 1910 im rheinhessischen Guntersblum geboren als Sohn eines zum Postbeamten aufgestiegenen Schusters, aufgewachsen im benachbarten Dolgesheim und in Worms, hat sich während seines frühen Vagabundenlebens und seiner Jahre in Erziehungsheimen anarchistischen wie kommunistischen Jugendverbänden angeschlossen. Als Arbeiter verdient er sich seinen Lebensunterhalt in verschiedenen Industriezweigen im Rhein-Main- und Ruhrgebiet. Ende der zwanziger Jahre organisiert er sich in der KPD; 1932 veröffentlicht er im kommunistischen Agis-Verlag sein erstes Buch, die Erzählung »Schluckebier«, flieht vor der Gestapo nach Paris, nimmt teil am Saarkampf und geht danach erneut ins französische Exil, wo er sich von der KPD abwendet. Seine Entfremdung von der »Partei« — so das Glasersche Kürzel — beschreibt er in seinem Hauptwerk »Geheimnis und Gewalt« und in seinem jüngsten Buch »Jenseits der Grenzen«.

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Anmerkungen

  1. 28.
    SZ, 31.12.1951 (Rezension von »Geheimnis und Gewalt«) SZ, 10.5.1952 (Briefwechsel zwischen Glaser und Kuby). Ähnlich urteilte Rolf Schroers: Glasers Sprache sei »selbstgebildet und aussagemächtig 〈…〉 wie wenig zeitgenössische deutsche Prosa« (Im Maelstrom. 〈Rezension von »Geheimnis und Gewalt«〉 In: FAZ, 26.9.1953). Kubys Porträt von Glaser erschien in »Die Literatur« (Stuttgart) Nr. 14, 1.10.1952, S. 5 ff. 1978 spricht Kuby rückblickend von einem »Jahrhundertbuch« (in »Der Monat«, 30. Jg., H. 1, S. 128). Eine ausführlichere Bibliographie der Rezeption Glasers findet sich in meinem Artikel für das »Kritische Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur«. Folgende Besprechungen der deutschen Ausgabe von »Geheimnis und Gewalt« ermittelte ich noch nachträglich: Wilfried Berghahn: Unterwegs — zum Menschen. In: »Wort und Wahrheit« (Wien) H. 2(1954), S. 142 f; Herbert Eisenreich, in: »Die Zeit« 10.9. 1953; Peter Blachstein, in: »Gewerkschafter« (Frankfurt), Dez. 1953; Wolfgang Büsgen, in: »Die Aula« (Tübingen) 22.1.1954.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Michael Rohrwasser

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