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Richard Krebs: Der Kominternagent

  • Michael Rohrwasser
Chapter

Zusammenfassung

Zwischen den Intellektuellen und Parteisympathisanten Bloch, Brecht, Feuchtwanger und Richard Krebs, dem Mann des Apparats, scheint es kaum Berührungen zu geben. Und wenig verbindet den Krebsschen Bericht mit denen von Regler, Sperber oder Kantorowicz. Auch als Krebs den ›Untergrund‹ verließ und die Rolle des Schriftstellers wählte, auch als er mit seinem Bestseller »Out of the Night« die möglicherweise höchste Auflage der gesamten Exilliteratur erreichte, hat ihn die Forschung in jener Anonymität belassen, die er für seine Parteiarbeit gesucht hatte.

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Anmerkungen

  1. 55.
    Der Buchklub, 1926 gegründet, verlegte auch Anna Seghers’ »Seventh Cross«, Thomas Manns »Joseph The Provider« und Erich Maria Remarques »Arc de Triomphe«. Mit der Aufnahme ins Programm verbanden sich sechsstellige Auflagenzahlen, da der »Bookof-the-Month Club« während des Krieges etwa 600.000 Mitglieder hatte. Die Auflage von Remarque betrug beispielsweise 475.000; vgl. Karl Löcknitz: Buchgemeinschaften hier und in USA. In: FH, 1. Jg., H. 6 (Sept. 1946), S. 13–15 und Andre Maurois: Was liest Amerika? In: »Umschau«,1. Jg., H. 2 (Okt. 1946), S. 211–214.Google Scholar
  2. 115.
    »›Sie lesen schon wieder das Kommunistenblatt‹, sagte Peggy fröhlich, kameradschaftlich, gutmütig herablassend. ›Hör auf, Peggy‹, warnte ich. ›Der Herausgeber des PM ist ein Millionär. Das Blatt ist nicht kommunistisch, sondern fortschrittlich liberal.‹ ›Es stinkt‹, sagte Peggy und biß in den Toast«. Maximilian Scheer: Alltag in Amerika. In: OW, 1. Jg., H. 5 (Nov. 1947), S. 58. Prominentester Mitarbeiter des New Yorker Blattes war I. F. Stone; zu den Mitbegründern der Nachmittagszeitung zählte auch Dashiell Hammett.Google Scholar
  3. 123.
    Nach, B. D.: Die Sache mit Krawtschenko. In: »Sonntag« (BerlinOst), 4. Jg., H. 9, 27.2.1949, S. 4 f.Google Scholar
  4. 126.
    Erich Gerlach, Jürgen Seifert in: K. Korsch 1974, 349.Google Scholar
  5. 142.
    Götz Mayer: Zur Frage der Macht — und dergleichen. Anlässlich eines Buches über die Moskauer Prozesse. Arthur Koestler’s »Darkness at Noon«, In: NVZ 21.6.1941, S. 1f.Google Scholar
  6. 202.
    E. Weinert: Camaradas. Ein Spanienbuch. Berlin: Volk & Welt 1951, S. 277. Weinerts Gefühl von Bedrohung ist mehr als nur politisches Kalkül — es sind die Mächte des Chaos, die in ihm den Wunsch nach Härte evozieren: »Unter uns waren auch Feinde. Wir spürten ihr Wirken, ohne sie belangen zu können… war ihr Werk… Klaue der Trotzkisten… Giftdepots… Kreaturen… entpuppten… anitbolschewistische Konterbande… Undurchsichtige… war ihnen leider nichts nachzuweisen… ließen sie die Maske fallen… chaotische Kräfte, die in ihrem Rücken wirkten« (ebd. S. 276 f).Google Scholar
  7. 203.
    1963/1986, 319 — Folgerichtig betont Hans Magnus Enzensberger im Begleitheft zu Szászs Buch die Parallelen von Szászs’ Erinnerungen mit den Spionage-Thrillern von Graham Greene und Eric Ambler; Ruth von Mayenburg hat bereits die Moskauer Schauprozesse eine »Kriminalstory« genannt (1984, 133), Norbert Mühlen entdeckt im New Yorker Alger-Hiss-Prozeß die »Spannungs- und Überraschungselemente eines Kriminalromans« (N. Mühlen: Die Affäre Hiss. In: »Der Monat«, 2. Jg., Nr. 18, März 1950, S. 621).Google Scholar
  8. 210.
    Kenneth Stewart: The Truth About ›Out of the Night‹? In: »PM«, 3.3.1941, S. 14.Google Scholar
  9. 211.
    Die drei kurzen Erzählungen »Chimera«, »Silver Bridges«, »Long China Coast« (Krebs 1930 ac) erscheinen in der zweisprachigen Zeitschrift auf englisch und unter Richard Krebs’ richtigem Namen.Google Scholar
  10. 215.
    E. Johannsen, in: »Zeitung« (London), 30.8.1941, S. 3.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Michael Rohrwasser

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