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Wörterbuch der Verdammungen

  • Michael Rohrwasser
Chapter

Zusammenfassung

»›Wenn ich ein Wort gebrauche‹, sagte Goggelmoggel in recht hochmütigem Ton, ›dann heißt es genau, was ich für richtig halte — nicht mehr und nicht weniger.‹ ›Es fragt sich nur‹, sagte Alice, ›ob man Wörter einfach etwas anderes heißen lassen kann.‹ ›Es fragt sich nur‹, sagte Goggelmoggel, ›wer der Stärkere ist, weiter nichts.‹«

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Anmerkungen

  1. 8.
    G. K. Chesterton: Einleitende Bemerkungen über die Wichtigkeit der Orthodoxie. In: »Das Goldene Tor« (hg. v. A. Döblin), 5. Jg. (1950), H. 3, S. 169. So nannte Pasolini seine Schriften zu Literatur und Film »Empirismo Eretico« (1972, dt.: Ketzererfahrungen).Google Scholar
  2. 12.
    M. Sorki: Kautsky ›revidiert‹ die Geschichte. In: »Unter dem Banner des Marxismus«, 7. Jg., H. 1/2 (März/ Apr. 1933), S. 121–146.Google Scholar
  3. 19.
    Stephan Hermlin: Rede auf dem PEN-Kongreß in Hamburg 1986. 1957 unterzeichnete Hermlin nach der ›Republikflucht‹ von Alfred Kantorowicz einen Artikel, der den Fortgang des Kollegen als Akt der Säuberung interpretiert (NDL. 5. Jg., H. 9 (1957). S. 7).Google Scholar
  4. 32.
    Heinz Kamnitzer: Zwischen Holland Park, Soho und Bloomsbury (NDL, 36. Jg., H. 1, Jan. 1988, S. 121). Er nennt im Rückblick auf das Ende des Spanischen Kriegs die Namen von W. H. Auden, Koestler, Silone und entwirft ein Psychogramm von Spender als Nachfahre von Byron und Shelley. Kamnitzer sucht die Versöhnung: »›Sei nicht närrisch, Stephen, laß uns zusammen einen heben.‹ Er wollte nicht, leider. Nicht nur um meinetwillen bin ich darüber so traurig gewesen. Ich weiß, was es heißt, sich zu versöhnen, wenn die Gräben breit geworden sind. Wer sich darum bemüht, macht sich sogar verdächtig. Der Widersacher vermutet dann leicht, man möchte ihn mit List zu sich hinüberziehen. Dennoch darf man nie aufhören, Gemeinsamkeiten zu suchen 〈…〉« (S. 125).Google Scholar
  5. 39.
    D. Joravsky in: Medwedew 1971/1973, X f. »Possev« ist der Name des Frankfurter Verlages, in der die exilrussische Zeitschrift »Grani« (Grenzen) erscheint. Der Verlag gehört der exilrussischen autoritären Partei »Nationale Arbeitsunion« (NTS), die im Nationalsozialismus mit Hitler zusammenarbeitete und nach Kriegsende von amerikanischen Dienststellen übernommen wurde. 1983 versuchte der neue Chefredakteur Georgij Wladimow, »Grani« in eine liberaldemokratische Zeitschrift mit literarischen Qualitäten zu verwandeln. 1986 wurde ihm wegen ›unloyalen Verhaltens zu der ideologischen Linie des NTS‹ gekündigt.Google Scholar
  6. 44.
    David Cooper: Wer ist Dissident? Berlin 1978, S. 12 f; Julian Goytisolo: Dissidenten. Frankfurt 1984. Eine positive Wertung erfährt der Begriff auch im »Kritischen Wörterbuch des Marxismus« (Stichwort Dissidenz). Alexander Sinowjew deutet dagegen in seinem ›Roman‹ »Homo Sovieticus« auch die Figur des Dissidenten — ähnlich wie Kolakowski die des Renegaten — als Produkt des Stalinismus, die dessen Gesetzen verhaftet bleibe (1982/ 1984, 336 f).Google Scholar
  7. 68.
    Jorge Luis Borges: Erzählungen 1949–1970. München 1981, S. 31 u. S. 41 (»Die Theologen«).Google Scholar
  8. 92.
    Hans Mayer: Außenseiter. Frankfurt 1975, S. 16.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Michael Rohrwasser

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