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«Von Fresshansen / Sauffgurgeln und Tobackbrüdern»

  • Elfriede Moser-Rath

Zusammenfassung

Wahr ist es / und tausendmahl wahr», bemerkte Ignatius Ertl in einer Fastenpredigt, «das Essen und Trincken haltet Leib und Seel zusamm / ohne Speiß und Tranck mag der Mensch (natürlicher Weiß) sein Leben nit hindurch bringen / er muß was zu verzehren haben / der Menschliche Leib brauchet sein Nahrung / ohne welcher er nothwendiger Weiß sterben und verderben müsse…» Kein Mensch könne «von eitlen Lufft» leben. In der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern freilich solle man sich «von diesem oder jenem Uberfluß der Speisen / sonderbar von Fleisch-Essen enthalten», obwohl die Kirche Ausnahmen gewähre : «… man weiß ja wol / daß man gar vielen in der Fasten auch das Fleisch-Essen / oder wenigist das warm Essen gegen der Nacht verlaubet/ als nemlich denen Krancken/ Schwachen und Altbetagten / denen schwangeren Mütteren und säugenden Kindbötterinen/ denen strengen (aber nicht faulen) Arbeiteren/ Taglöhneren und Handwerckeren ϰ. diese alle können und mögen wol von den sonderbahren strengen Fasten-Gebott / wo nicht des Fleisch-Essens / doch wenigist des warm Essen gegen der Nacht in etwas entschuldiget und ausgenommen werden.» Dies jedoch nur mit Lizenz des Beichtvaters oder Pfarrers. «… wer sonsten die Fasten bricht / … wie es mancher ohne einigen Scrupel im Brauch hat / der thut so wahr ein Todtsünd.»

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Elfriede Moser-Rath

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