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Friedrich Schiller: Die gefährlichen Wunden der Vorsehung

  • Hartmut Dedert
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Zusammenfassung

Der Erzähler Schiller ist immer auch Historiker, Philosoph und Publizist. [2] Was für das Prosawerk insgesamt gilt, trifft ähnlich schon für die ersten literarischen Entwürfe der Stuttgarter Zeit zu. Bereits Der Spaziergang unter den Linden und Eine großmütige Handlung, aus der neusten Geschichte [3], zwei Erzählgebilde, die der junge Regimentsmedikus im ersten und zweiten Stück des von ihm und einigen Freunden 1782/83 herausgegebenen Wirtembergischen Repertoriums veröffentlicht, bezeugen das Miteinander historischer, philosophischer und publizistischer Interessen. Bezeichnenderweise ist es Schiller selber, der (vorbereitet durch seine journalistische Nebentätigkeit als Redakteur eines anspruchslosen Stuttgarter Lokalblattes) im programmatischen Vorbericht Gegenstand und Zielsetzung des neuen Provinzialorgans reflektiert. Entsprechend der redaktionellen ›Hauptabsicht‹ der Sammlung, die durchaus konventionell auf die »Ausbildung des Geschmacks, angenehme Unterhaltung und Veredlung der moralischen Gesinnungen« abzielt, stellt er zunächst die drei Themenbereiche des Repertoriums vor: »Die Gegenstände der Abhandlungen sind (…) allein aus der Philosophie, Ästhetik und Geschichte.« [5] Ihre Auswahl ebenso wie ihre publizistische Vermittlung soll sich seinen Vorstellungen gemäß an den Interessen und Bedürfnissen »des größten Teils der Lesenden« [6] orientieren. Die im Anschluß entworfene Skizze der einzelnen Teilbereiche beleuchtet zumindest vorläufig auch die Auffassung des jungen Publizisten von Geschichte und Philosophie: »Was von Historie erscheinet«, so heißt es dort, »ist entweder aus der Geschichte der Menschheit, des Vaterlandes oder eines ehrwürdigen Charakters und wird nicht sehr bekannt sein.

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Anmerkungen

  1. 2.
    Vgl. hierzu etwa Mayer, Hans: Die Erzählungen. In: Ders.: Zur deutschen Klassik und Romantik. Pfullingen 1963, S. 147–164; hier S. 148f.Google Scholar
  2. 3.
    Schiller, Friedrich: Eine großmütige Handlung, aus der neusten Geschichte. In: NA Bd. 16, S. 3–6Google Scholar
  3. 4.
    Schiller, Friedrich: Wirtembergisches Repertorium. Vorbericht. In: NA Bd. 22, S. 73–74Google Scholar
  4. 5.
    Schiller: Vorbericht, S. 73Google Scholar
  5. 6.
    op. cit., S. 73Google Scholar
  6. 7.
    op. cit., S. 73Google Scholar
  7. 8.
    Wie man weiß, gehörte Plautus zur bevorzugten Lektüre des jungen Schiller. Vgl. etwa Thalheim, Hans-Günther: Der junge Schiller. Historische Voraussetzungen und weltanschaulich-künstlerische Entwicklung von 1759–1780. Habil.-Schrift (Masch.) Berlin/DDR 1961, S. 283Google Scholar
  8. 9.
    Schiller: Vorbericht, S. 74Google Scholar
  9. 10.
    Auch zur Ästhetik, dem dritten der im Vorbericht angekündigten Gegenstandsbereiche, liefert Schiller eigene Beiträge. Neben einigen Rezensionen ist hier vor allem sein Aufsatz Über das gegenwärtige teutsche Theater zu erwähnen.Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Über den philosophischen Dialog informieren u.a. Hirzel, Rudolf: Der Dialog. Ein literarhistorischer Versuch. Bd. 1. 2. Leipzig 1895; und Winter, Hans-Gerhard: Dialog und Dialogroman in der Aufklärung. Mit einer Analyse von J.J. Engels Gesprächstheorie. Darmstadt 1974.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. hierzu Simon, Philipp: Schillers ›Spaziergang unter den Linden‹. In: Königlich privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen. Vossische Zeitung für das Jahr 1909. Sonntagsbeilage Nr. 15, S. 115–118; hier S. 117Google Scholar
  3. 3.
    Schiller: Spaziergang, S. 74.Google Scholar
  4. 4.
    op. cit., S. 74Google Scholar
  5. 5.
    op. cit., S. 74Google Scholar
  6. 6.
    Kraft, S. 40f.Google Scholar
  7. 7.
    Schiller: Spaziergang, S. 74Google Scholar
  8. 8.
    Kraft, S. 42Google Scholar
  9. 9.
    Ein Charakteristikum der ›gebundenen Gesprächsform‹, wie Gerhard Bauer sie etwa in der französischen Klassik dominieren sieht. (Bauer, Gerhard: Zur Poetik des Dialogs. Leistung und Formen der Gesprächsführung in der neueren deutschen Literatur. Darmstadt 1969; hier S. 30)Google Scholar
  10. 10.
    Schiller: Spaziergang, S. 74Google Scholar
  11. 11.
    op. cit., S. 74Google Scholar
  12. 12.
    op. cit., S. 74Google Scholar
  13. 13.
    op. cit., S. 74Google Scholar
  14. 14.
    op. cit., S. 74f.Google Scholar
  15. 15.
    So schon mit Blick auf die frühen Gedichte Schillers: Keller, Werner: Das Pathos in Schillers Jugendlyrik. Berlin 1964, S. 78 [Um eine Präzisierung der Stilfrage auch des jugendlichen Prosaisten zeigt sich allein Varneys frühe Dissertation Schiller als Erzähler, bemüht, die von der späteren Forschung offenbar kaum zur Kenntnis genommen worden ist. Ohne freilich den Spaziergang einer gesonderten Sprachanalyse zu unterziehen, beschreibt sie bereits wesentliche Eigentümlichkeiten (Satzbau, Bildlichkeit, rhetorische Figuren, Rhythmus etc.) im Personalstil des Schillerschen Erzählens. (Vgl. Varney, Friedrich: Schiller als Erzähler. Phil. Diss. Münster. Unna 1915, S. 86ff.)]Google Scholar
  16. 16.
    Schiller: Spaziergang, S. 74f. Wie die Forschung mehrfach belegt hat, steht Wollmar mit diesen Vorstellungen nicht allein. Vor allem Werthers Brief vom 18. August 1771 konnte als Vorbild ausfindig gemacht werden. (Vgl. Minor, Jakob: Schiller. Sein Leben und seine Werke. Bd. 1. Berlin 1890, S. 501; oder Weltrich, Richard: Friedrich Schiller. Geschichte seines Lebens und Charakteristik seiner Werke. Bd. 1. Stuttgart 1899, S. 591)Google Scholar
  17. 17.
    Schiller: Spaziergang, S. 75Google Scholar
  18. 18.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  19. 19.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  20. 20.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  21. 21.
    Desné, Roland: Les matérialistes français de 1750 à 1800. Paris 1965, S. 74Google Scholar
  22. 22.
    Schiller: Spaziergang, S. 75Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. hierzu vor allem die Arbeiten von Böckmann, Paul: Die pathetische Ausdrucksform in Schillers Jugenddramen. In: Ders.: Formgeschichte der deutschen Dichtung. Bd. 1: Von der Sinnbildsprache zur Ausdrucks spräche. 2. Aufl. Hamburg 1965, S. 668–691; und Wacker, Manfred: Schillers ›Räuber‹ und der Sturm und Drang. Stilkritische und typologische Überprüfung eines Epochenbegriffs. Göppingen 1973; sowie die bereits erwähnte Arbeit Kellers.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Keller, S. 29Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. hierzu Hof, Walter: Pessimistisch-nihilistische Strömungen in der deutschen Literatur vom Sturm und Drang bis zum Jungen Deutschland. Tübingen 1970Google Scholar
  26. 26.
    Schiller: Spaziergang, S. 75Google Scholar
  27. 27.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  28. 28.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  29. 29.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  30. 30.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  31. 31.
    Schiller, Friedrich: Briefe über Don Karlos. In: NA Bd. 22, S. 137–177; hier S. 174Google Scholar
  32. 32.
    op. cit., S. 174Google Scholar
  33. 33.
    In diesem Sinne deutet etwa Weißenfels Wollmars Beobachtung (Schillers Sämtliche Werke. Säkular-Ausgabe. Bd. 2, S. 408)Google Scholar
  34. 34.
    Schiller: Spaziergang, S. 75Google Scholar
  35. 35.
    Schiller: Briefe über Don Karlos, S. 174Google Scholar
  36. 36.
    Schiller: Spaziergang, S. 75Google Scholar
  37. 37.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  38. 38.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  39. 39.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  40. 40.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  41. 41.
    op. cit., S. 75f.Google Scholar
  42. 42.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  43. 43.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  44. 44.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  45. 45.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  46. 46.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  47. 47.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. Rehm, Walter: Experimentum medietatis. München 1947, S. 19Google Scholar
  49. 49.
    Shakespeare, William: Hamlet, Prinz von Dännemark. In: William Shakespear’s Schauspiele. Neue Ausgabe. Von Joh(ann) Joach(im) Eschenburg. Bd. 12. Zürich 1777, S. 159–350; hier S. 325 (Vgl. auch NA Bd. 22, S. 370)Google Scholar
  50. 50.
    op. cit., S. 326Google Scholar
  51. 51.
    Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  52. 52.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  53. 53.
    Shakespeare: Hamlet, S. 326Google Scholar
  54. 54.
    Schiller: Spaziergang, S. 75Google Scholar
  55. 55.
    Shakespeare: Hamlet, S. 326Google Scholar
  56. 56.
    op. cit., S. 326Google Scholar
  57. 57.
    op. cit., S. 326Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  59. 59.
    Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Arendt, Dieter: Der ›poetische Nihilismus‹ in der Romantik. Studien zum Verhältnis von Dichtung und Wirklichkeit in der Frühromantik. Bd. 1. Tübingen 1972, S. 83Google Scholar
  61. 61.
    Hierzu ausführlicher Hof, S. 65 f.Google Scholar
  62. 62.
    Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. Buchwald, Reinhard: Schiller. Leben und Werk. 4. Aufl. Wiesbaden 1959, S. 180Google Scholar
  64. 64.
    Schiller, Friedrich: Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen. In: NA Bd. 20, S. 37–75; hier S. 41 f.Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. zum Versuch ausführlich Riedel, Wolfgang: Die Anthropologie des jungen Schiller. Zur Ideengeschichte der medizinischen Schriften und der ›Philosophischen Briefe‹. Würzburg 1985, S. 100ff.Google Scholar
  66. 66.
    Schiller: Versuch, S. 41Google Scholar
  67. 67.
    op. cit., S. 40Google Scholar
  68. 68.
    op. cit., S. 39Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. hierzu Wiese, S. 100ff.Google Scholar
  70. 70.
    Schiller: Versuch, S. 75Google Scholar
  71. 71.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  72. 72.
    op. cit., S. 75Google Scholar
  73. 73.
    Über die Unsterblichkeitsdiskussion informieren Benz, Ernst: Die Reinkarnationslehre in Dichtung und Philosophie der deutschen Klassik und Romantik. In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 9 (1957) H. 1, S. 150–175; und Unger, Rudolf: Zur Geschichte des Palingenesiegedankens im 18. Jahrhundert. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 2 (1924) H. 2, S. 257–274Google Scholar
  74. 74.
    Unger, S. 269Google Scholar
  75. 75.
    Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  76. 76.
    Desné, S. 95Google Scholar
  77. 77.
    op. cit., S. 145Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. hierzu op. cit., S. 32Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. Hof, S. 20Google Scholar
  80. 80.
    Hof, S. 41. Die Problematik einer idealtypischen Unterscheidung von ›kategorischer‹ und ›hypothetischer‹ Weltsicht, wie Hof sie vorschlägt, kann in diesem Zusammenhang nicht verfolgt werden. Freilich liegt auf der Hand, daß sie dazu neigt, die konkrete Geschichtlichkeit des Entwicklungsprozesses auszublenden.Google Scholar
  81. 81.
    Wollf, Karl: Schiller und das Unsterblichkeitsproblem. München 1910, S. 8 (Unverständlicherweise nimmt die kenntnisreiche Studie Riedels die Arbeiten Sulzers und ihre Bedeutung für den jungen Schiller nicht zur Kenntnis.)Google Scholar
  82. 82.
    Sulzer, Johann George: Gedanken über einige Eigenschaften der Seele, in sofern sie mit den Eigenschaften der Materie eine Aehnlichkeit haben, zur Prüfung des Systems des Materialismus. (Vom Jahre 1771). In: Ders.: Vermischte Philosophische Schriften (…). 2. Aufl. Leipzig 1782, S. 349–377; Sulzer, Johann George: Ueber die Unsterblichkeit der Seele, als ein Gegenstand der Physik betrachtet. In: Ders.: Vermischte Schriften. Eine Fortsetzung der vermischten philosophischen Schriften desselben. (…) Leipzig 1781, S. 1–84 (Vgl. zu Sulzer auch Wollf: Unsterblichkeitsproblem, S. 11)Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. Schiller, Friedrich: Philosophie der Physiologie, In: Na Bd. 20, S. 10–29; hier S. 19Google Scholar
  84. 84.
    Wollf: Unsterblichkeitsproblem, S. 42Google Scholar
  85. 85.
    Hier wie im folgenden wird die deutsche Fassung zitiert.Google Scholar
  86. 86.
    Sulzer: Gedanken über einige Eigenschaften der Seele, S. 377Google Scholar
  87. 87.
    Sulzer: Ueber die Unsterblichkeit der Seele, S. 5Google Scholar
  88. 88.
    op. cit., S. 5f.Google Scholar
  89. 89.
    op. cit., S. 80Google Scholar
  90. 90.
    op. cit., S. 23Google Scholar
  91. 91.
    op. cit., S. 46Google Scholar
  92. 92.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  93. 93.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  94. 94.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  95. 95.
    op. cit., S. 23Google Scholar
  96. 96.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  97. 97.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  98. 98.
    Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  99. 99.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  100. 100.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  101. 101.
    Schiller: Philosophie der Physiologie, S. 12Google Scholar
  102. 102.
    Mendelssohn, Moses: Phaedon oder über die Unsterblichkeit der Seele in drey Gesprächen. In: Ders.: Schriften zur Philosophie und Ästhetik. Bearbeitet von Fritz Bamberger und Leo Strauss. Berlin 1932 (= Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe. Bd. 3,1), S. 5–128; hier S. 79f.Google Scholar
  103. 103.
    Schiller: Spaziergang, S. 76Google Scholar
  104. 104.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  105. 105.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  106. 106.
    op. cit., S. 76Google Scholar
  107. 107.
    op. cit., S. 76f.Google Scholar
  108. 108.
    Vgl. dagegen Buchwald, S. 294Google Scholar
  109. 109.
    Schiller: Spaziergang, S. 77Google Scholar
  110. 110.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  111. 111.
    Keller, S. 100Google Scholar
  112. 112.
    Vgl. hierzu Keller, S. 103ff.; hier S. 103Google Scholar
  113. 113.
    Schiller: Spaziergang, S. 77Google Scholar
  114. 114.
    Vgl. Mähl, Hans-Joachim: Die Idee des goldenen Zeitalters im Werk des Novalis. Heidelberg 1965, S. 26Google Scholar
  115. 115.
    Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt 1963 (= Gesamtausgabe. Bd. 5), S. 883Google Scholar
  116. 116.
    Schiller: Spaziergang, S. 77Google Scholar
  117. 117.
    Vgl. hierzu Henkel, Arthur und Albrecht Schöne: Emblemata. Handbuch zur Sinnbildkunst des 16. und 17. Jahrhunderts. Stuttgart 1967, S. 1453 ff.Google Scholar
  118. 118.
    Vgl. hierzu Vosskamp, Wilhelm: Emblematisches Zitat und emblematische Struktur in Schillers Gedichten. In: JDSG 18 (1974), S. 388–406; hier S. 401Google Scholar
  119. 119.
    Schiller: Spaziergang, S. 77Google Scholar
  120. 120.
    Vgl. Blumenberg, Hans: Schiffbruch mit Zuschauer. Paradigma einer Daseinsmetapher. Frankfurt 1979, S. 61Google Scholar
  121. 121.
    Blumenberg, S. 9Google Scholar
  122. 122.
    op. cit., S. 10Google Scholar
  123. 123.
    op. cit., S. 28Google Scholar
  124. 124.
    Schiller: Spaziergang, S. 77Google Scholar
  125. 125.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  126. 126.
    Blumenberg, S. 10Google Scholar
  127. 127.
    Ähnliche Vorstellungen entwickelt der von Schiller sehr geschätzte Populärphilosoph Christian Garve in seiner Auseinandersetzung mit Epikur. (Garve, Christian: Anmerkungen des Ueberset-Zers. In: Adam Ferguson: Grundsätze der Moralphilosophie. Uebersetzt und mit einigen Anmerkungen versehen von Christian Garve. Leipzig 1772, S. 285–420; hier S. 399 f.Google Scholar
  128. 128.
    Blumenberg, S. 35Google Scholar
  129. 129.
    op. cit., S. 35Google Scholar
  130. 130.
    Schiller: Spaziergang, S. 77 (Zur Kategorie der menschlichen ›Bestimmung‹ vgl. Riedel, S. 165ff.)Google Scholar
  131. 131.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  132. 132.
    Genau: »die ganze Kraft ihres Daseins« (op. cit., S. 77)Google Scholar
  133. 133.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  134. 134.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  135. 135.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  136. 136.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  137. 137.
    op. cit., S. 77Google Scholar
  138. 138.
    Schiller, Friedrich: Der Sturm auf dem Thyrrhener Meer. I. Buch der Aeneide. Eine Übersetzung. In: Ders.: Dramatische Fragmente. Übersetzungen. Bühnenbearbeitungen. Hrsg. v. Gerhard Fricke und Herbert G. Göpfert. 6. Aufl. München 1980 (= Sämtliche Werke. Bd. 3), S. 383–387; vgl. auch den Anhang S. 975f.Google Scholar
  139. 139.
    op. cit., S. 386Google Scholar
  140. 140.
    Vgl. hierzu Mähl, S. 58Google Scholar
  141. 141.
    Mähl, S. 89Google Scholar
  142. 142.
    Horkheimer, Max und Theodor W. Adorno: Odysseus oder Mythos und Aufklärung. In: Dies.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Frankfurt 1971, S. 42–73; hier S. 44Google Scholar
  143. 143.
    op. cit., S. 71Google Scholar
  144. 144.
    Vosskamp: Emblematisches Zitat, S. 404 (über Schillers Gedicht Columbus)Google Scholar
  145. 145.
    Den Begriff übernehme ich von Blumenberg, S. 34Google Scholar
  146. 146.
    Vgl. Hof, S. 34f.Google Scholar
  147. 147.
    Horkheimer/Adorno, S. 57Google Scholar
  148. 148.
    op. cit., S. 42Google Scholar
  149. 149.
    Vgl. op. cit., S. 57f.Google Scholar
  150. 150.
    Hof, S. 35Google Scholar
  151. 151.
    op. cit., S. 34Google Scholar
  152. 152.
    Schiller: Spaziergang, S. 77Google Scholar
  153. 153.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  154. 154.
    Jesaja 45,9Google Scholar
  155. 155.
    Römer 9,20f.Google Scholar
  156. 156.
    Vgl. hierzu Besterman, Theodore: Voltaire et le désastre de Lisbonne: ou, La mort de l’optimisme. In: Studies on Voltaire and the Eigtheenth Century 2 (1956), S. 7–24; und Korff, Hermann August: Voltaire im literarischen Deutschland des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Geistes von Gottsched bis Goethe. Bd. 1. Heidelberg 1917, S. 215–220Google Scholar
  157. 157.
    Voltaire (François Marie Arouet): Poème sur le désastre de Lisbonne. In: Ders.: Mélanges. Hrsg. und kommentiert von Jacques van den Heuvel. Paris 1961, S. 301–309Google Scholar
  158. 158.
    Vgl. Korff, S. 218Google Scholar
  159. 159.
    Vgl. Besterman, S. 21Google Scholar
  160. 160.
    (Ewald, Johann Joachim:) Bey Gelegenheit des Erdbebens zu Lissabon. In: Ders.: Lieder und Sinngedichte. o.O. 1757, S. 62–64Google Scholar
  161. 161.
    op. cit., S. 62f.Google Scholar
  162. 162.
    Vgl. Simon, S. 117f.Google Scholar
  163. 163.
    Rousseau, Jean-Jacques: Julie ou La Nouvelle Héloïse. Lettres de deux amants habitants d’une petite ville au pied des Alpes. Hrsg. v. René Pomeau. Paris 1960, S. 673Google Scholar
  164. 164.
    op. cit., S. 672f.Google Scholar
  165. 165.
    Simon, S. 117Google Scholar
  166. 166.
    Wiese, Benno von: Friedrich Schiller. 3. Aufl. Stuttgart 1963, S. 101Google Scholar
  167. 167.
    Schiller: Spaziergang, S. 78Google Scholar
  168. 168.
    Kraft, S. 42; vgl. auch Buchwald, S. 294Google Scholar
  169. 169.
    Schiller: Spaziergang, S. 78Google Scholar
  170. 170.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  171. 171.
    Varney, S. 92Google Scholar
  172. 172.
    Schiller: Spaziergang, S. 78Google Scholar
  173. 173.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  174. 174.
    op. cit., S. 78 (Zur ›Liebesphilosophie‹ des jungen Schiller vgl. etwa Riedel, S. 176ff.)Google Scholar
  175. 175.
    Vgl. die entsprechende Deutung der Großmütigen HandlungGoogle Scholar
  176. 176.
    Schiller: Spaziergang, S. 78Google Scholar
  177. 177.
    op. cit., S. 74Google Scholar
  178. 178.
    op. cit., S. 79Google Scholar
  179. 179.
    Kraft, S. 43. Indem Weltrich allein Wollmar die autobiographische Gebundenheit seines Philosophierens anlastet, erklärt er den Rekurs auf eine enttäuschende Liebeserfahrung kurzerhand zum Symptom pathologischen Denkens und befindet aus einer gleichsam seelenärztlichen Perspektive: »Mit diesem Trumpf bleibt Wollmar scheinbar der Sieger: aber in Wahrheit wird angedeutet, daß Wollmars Lebensansicht weniger in philosophischer Erkenntniß als in persönlichen Schicksalen ihre Quelle hat, daß sein Raisonnement nicht so sehr logisch als vielmehr pathologisch ist; Edwin ist der jugendlich Gesunde, Wollmar der Kranke (…).« (Weltrich, S. 590f.)Google Scholar
  180. 180.
    Schiller: Spaziergang, S. 79Google Scholar
  181. 181.
    Martini, Fritz: Schillers Abschiedsszenen. In: Über Literatur und Geschichte. Festschrift für Gerhard Storz Frankfurt 1973, S. 151–184; hier S. 184Google Scholar
  182. 182.
    op. cit., S. 154Google Scholar
  183. 183.
    op. cit., S. 154Google Scholar
  184. 184.
    op. cit., S. 155Google Scholar
  185. 185.
    Schiller: Spaziergang, S. 79; vgl. hierzu auch Kraft, S. 43Google Scholar
  186. 186.
    Die Nationalausgabe spricht dem Werk »den Charakter einer grundsätzlichen weltanschaulichen Auseinandersetzung« explizit ab. (NA Bd. 22, S. 369)Google Scholar
  187. 187.
    Versuche, die Einsicht in die Gattungszugehörigkeit des Spaziergangs über die bloß registrierende Zuordnung hinaus für die Deutung des Werkes fruchtbar zu machen, sind bislang nicht unternommen worden.Google Scholar
  188. 188.
    Schoeps, Julius H.: Moses Mendelssohn. Königstein 1979, S. 91Google Scholar
  189. 189.
    Strauss, Leo: Phädon. In: Moses Mendelssohn: Schriften zur Philosophie und Ästhetik. Bearbeitet von Fritz Bamberger und Leo Strauss. Berlin 1932 (= Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe. Bd. 3,1), S. XIII–XXXIII; hier S. XXVGoogle Scholar
  190. 190.
    Böhm, Benno: Sokrates im achtzehnten Jahrhundert. Studien zum Werdegange des modernen Persönlichkeitsbewußtseins. 2. Aufl. Neumünster 1966, S. 220Google Scholar
  191. 191.
    Strauss, S. XXV f.Google Scholar
  192. 192.
    Vgl. Böhms StudieGoogle Scholar
  193. 193.
    Altmann, Alexander: Moses Mendelssohn. A Biographical Study. Philadelphia 1973, S. 152Google Scholar
  194. 194.
    op. cit., S. 150Google Scholar
  195. 195.
    Mendelssohn: Phaedon, S. 87Google Scholar
  196. 196.
    op. cit., S. 118Google Scholar
  197. 197.
    op. cit., S. 122Google Scholar
  198. 198.
    op. cit., S. 123Google Scholar
  199. 199.
    Ähnliche Probleme wie die im Spaziergang gestalteten reflektiert Schiller — darauf hat die Forschung wiederholt hingewiesen — etwa auch in den Philosophischen Briefen und im Geisterseher noch. (Vgl. neuerdings etwa Riedel, S. 153 ff.)Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Schiller: Handlung, S. 3Google Scholar
  2. 2.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  3. 3.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  4. 4.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  5. 5.
    So versteht offenbar Kaiser die Kritik der Einleitung. (Vgl. Kaiser, Gerhard: Der Held in den Novellen ›Eine großmütige Handlung, aus der neuesten Geschichte‹ und ›Der Verbrecher aus verlorener Ehre‹. In: Ders.: Von Arkadien nach Elysium. Schiller-Studien. Göttingen 1978, S. 45–58; hier S. 48)Google Scholar
  6. 6.
    Schiller: Handlung, S. 3Google Scholar
  7. 7.
    Adelung, Johann Christoph: Die Anekdote. In: Ders.: Versuch eines vollständigen grammatischkritischen Wörterbuches (…). Bd. 1. Leipzig 1774, Sp. 251Google Scholar
  8. 8.
    Kraft begreift die Berufung der Erzählung auf die historische Faktizität als »Skepsis gegenüber künstlerischer Leistung« (Kraft, S. 44), deren Entstehen er jenseits aller historischen Vermittlungszusammenhänge »objektiv« — aber hier doch wohl zu abstrakt — mit der »Trivialität« begründet, »zu der die Kunst im Kulturbetrieb« (op. cit., S. 44) verfalle; er problematisiert die Einleitung von Anfang an bereits — ohne ihren Bezug zu den gattungstypologischen Legitimationsbedürfnissen der Zeit zu berücksichtigen — mit dem Argument: »Wie soll indes (…) der Teil das Ganze widerlegen, wo der Unterschied zwischen beiden — dem Faktum und der Faktizität — kein kategorialer ist, das Ganze dem Teil daher aus eigener Kraft gar überlegen?« (op. cit., S. 45)Google Scholar
  9. 9.
    Schiller: Handlung, S. 3Google Scholar
  10. 10.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  11. 11.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  12. 12.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  13. 13.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  14. 14.
    op. cit., S. 3f.Google Scholar
  15. 15.
    op. cit., S. 3f.Google Scholar
  16. 16.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. zum folgenden auch Borcherdt, Hans Heinrich: Einführung. Eine großmütige Handlung, aus der neusten Geschichte. In: NA Bd. 16, S. 367–372; hier S. 368f.Google Scholar
  18. 18.
    Schiller: Handlung, S. 4Google Scholar
  19. 19.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  20. 20.
    Kaiser: Held, S. 50Google Scholar
  21. 21.
    Kraft erkennt im »Menschenopfer« der Frau die ›objektive Problematik des Werkes. (Kraft, S. 47)Google Scholar
  22. 22.
    Schiller: Handlung, S. 3Google Scholar
  23. 23.
    op. cit., S. 4. Schon Minor weist mit Recht darauf hin, daß dieser Konflikt das Denken und Dichten Schillers auch im weiteren prägen wird. (Vgl. Minor, S. 504)Google Scholar
  24. 24.
    Zitiert nach NA Bd. 21, S. 119Google Scholar
  25. 25.
    (Abel, Jacob Friedrich:) Beitrag zur Geschichte der Liebe aus einer Sammlung von Briefen. 2 T. Leipzig 1778Google Scholar
  26. 26.
    (Abel, Jacob Friedrich:) Die grausame Tugend. In: Wirtembergisches Repertorium der Literatur. Eine Vierteljahr-Schrift. 1782 St. 1, S. 1–71Google Scholar
  27. 27.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  28. 28.
    Zitiert nach NA Bd. 21, S. 124Google Scholar
  29. 29.
    Schiller, Friedrich: Rede über die Frage: Gehört allzuviel Güte, Leutseligkeit und grosse Freigebigkeit im engsten Verstände zur Tugend? In: NA Bd. 20, S. 3–9 (Im folgenden zitiert als ›1. Karlsschulrede‹)Google Scholar
  30. 30.
    Schiller, Friedrich: Die Tugend in ihren Folgen betrachtet. In: NA Bd. 20, S. 30–36 (Im folgenden zitiert als ›2. Karlsschulrede‹)Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Wiese, S. 76–95 (Ähnliche Vorstellungen prägen auch die Theosophie des Julius noch; vgl. hierzu Riedel, S. 154ff.)Google Scholar
  32. 32.
    Schiller: Spaziergang, S. 78Google Scholar
  33. 33.
    Schiller: Philosophie der Physiologie, S. 10Google Scholar
  34. 34.
    op. cit., S. 11Google Scholar
  35. 35.
    op. cit., S. 11Google Scholar
  36. 36.
    Schiller: 2. Karlsschulrede, S. 31Google Scholar
  37. 37.
    Schiller: Philosophie der Physiologie, S. 11Google Scholar
  38. 38.
    Schiller: 2. Karlsschulrede, S. 32Google Scholar
  39. 39.
    Schiller: Philosophie der Physiologie, S. 11Google Scholar
  40. 40.
    Schiller: 2. Karlsschulrede, S. 31Google Scholar
  41. 41.
    op. cit., S. 32Google Scholar
  42. 42.
    op. cit., S. 35Google Scholar
  43. 43.
    Wiese, S. 103Google Scholar
  44. 44.
    Schiller: 2. Karlsschulrede, S. 35Google Scholar
  45. 45.
    Schiller: 1. Karlsschulrede, S. 3Google Scholar
  46. 46.
    op. cit., S. 3Google Scholar
  47. 47.
    op. cit., S. 6Google Scholar
  48. 48.
    Abel: Grausame Tugend, S. 31Google Scholar
  49. 49.
    Ferguson: Grundsätze, S. 227Google Scholar
  50. 50.
    Schiller: Handlung, S. 4Google Scholar
  51. 51.
    Kraft, S. 47Google Scholar
  52. 52.
    So sieht Martini das Werk mit gutem Grund »vom Rhetorischen her bestimmt«. (Martini, Fritz: Der Erzähler Friedrich Schiller. In: Schiller. Reden im Gedenkjahr 1959. Bd. 2. Hrsg. v. Bernhard Zeller. Stuttgart 1961, S. 124–158; hier S. 132)Google Scholar
  53. 53.
    Schiller: Handlung, S. 4Google Scholar
  54. 54.
    Zum Problem der erzählerischen Unsicherheit vgl. Kraft, S. 45Google Scholar
  55. 55.
    Schiller: Handlung, S. 4 (So schon Kaiser: Held, S. 48)Google Scholar
  56. 56.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  57. 57.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  58. 58.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  59. 59.
    Bei der Darstellung des älteren Bruders verfällt Schiller laut Borcherdt in eine »Übertreibung des ›Räuber‹-Stils«. (Borcherdt, S. 369)Google Scholar
  60. 60.
    Schiller: Handlung, S. 4Google Scholar
  61. 61.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  62. 62.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  63. 63.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  64. 64.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  65. 65.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  66. 66.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  67. 67.
    Die genaue Formulierung lautet: »(…) wie die Pflanze dahinschwindet, die der gewalttätige Europäer aus dem mütterlichen Asien entführt (…).« (op. cit., S. 4)Google Scholar
  68. 68.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  69. 69.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  70. 70.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  71. 71.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  72. 72.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  73. 73.
    Indem er die Begrüßung der Frau zugunsten der Apostrophe an den Bruder ausspart, dokumentiert der Erzähler erneut sein wesentliches Interesse: Bei aller Liebe des Protagonisten zum Fräulein ist es ihm doch vor allem um den Tugendwettbewerb zu tun.Google Scholar
  74. 74.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  75. 75.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  76. 76.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  77. 77.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  78. 78.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  79. 79.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. die Formulierung »Kann ich das — Bruder! dann ist sie dein, und der Himmel segne deine Liebe! — Kann ich es nicht — nun dann, so geh auch du hin — und tu ein gleiches.« (op. cit., S. 4) mit der Formulierung: »Bin ich glücklicher als du — in Gottes Namen, so sei sie dein, und der Himmel segne eure Liebe. Bin ich es nicht — nun dann, so möge der Himmel weiter über uns richten!« (op. cit., S. 5)Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. Anm. 80Google Scholar
  82. 82.
    Schiller: Handlung, S. 4Google Scholar
  83. 83.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  84. 84.
    Vgl. ähnlich Kaiser: Held, S. 49Google Scholar
  85. 85.
    Schiller: Handlung, S. 5Google Scholar
  86. 86.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. Kaiser: Held, S. 49Google Scholar
  88. 88.
    Schiller: Handlung, S. 5 (Diesen Umstand übersieht Kaiser: Held, S. 48)Google Scholar
  89. 89.
    Schiller: Handlung, S. 4Google Scholar
  90. 90.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  91. 91.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  92. 92.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  93. 93.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  94. 94.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  95. 95.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  96. 96.
    op. cit., S. 4Google Scholar
  97. 97.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  98. 98.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  99. 99.
    Daß die durchaus masochistisch getönte Vorstellung vom Genuß am eigenen Schmerz sich dabei keineswegs momentaner Überspanntheit verdankt, vielmehr allgemeines Gedankengut der Popularphilosophie widerspiegelt, kann etwa J.F. Abel bezeugen. In seinen Philosophischen Säzen über das höchste Gut (1778) empfiehlt er den Gedanken an die Allmacht des göttlichen »Wesens« als »das würksamste Mittel uns stets vergnügt zu erhalten, und selbst aus dem Leiden Vergnügen zu schöpfen.« (Abel, Jacob Friedrich: Philosophische Säze über das höchste Gut (…). Stuttgart 1778, These L.I.)Google Scholar
  100. 100.
    Schiller: Handlung, S. 5Google Scholar
  101. 101.
    Unter der Überschrift ›Von den Gewissenspflichten‹ ordnet der englische Denker im 6. Teil seiner Grundsätze der Moralphilosophie die sittliche Verantwortung des einzelnen gegenüber den Mitgliedern seiner Familie dem Begriff der ›Freundschaft‹ zu und befindet (in der Übersetzung Garves): »Freundschaft ist die Gutthätigkeit einzelner Personen gegen einander, die aus Bewegungsgründen einer vorzüglichen Achtung und Ergebenheit entsteht. Sie begreift die gegenseitigen Pflichten von Aeltern und Kindern, von Mann und Frau, und von allen andern Verwandtschaften unter sich.« (Ferguson: Grundsätze, S. 214) Welchen Rang dabei gerade die »Blutsfreundschaft« als »ein natürliches Band« zwischen den Menschen in der Tugendskala des Philosophen einnimmt, zeigt sich daran, daß seiner Ansicht nach »Verwandte zu den ersten und nächsten Gegenständen der Wohlthätigkeit (gehören).« (op. cit., S. 215)Google Scholar
  102. 102.
    Schiller: Handlung, S. 5Google Scholar
  103. 103.
    op. cit., S. 5 (Vgl. hierzu Kaiser: Held, S. 50)Google Scholar
  104. 104.
    Schiller: Handlung, S. 5Google Scholar
  105. 105.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  106. 106.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  107. 107.
    op. cit., S. 5 [Seine pathetische Orientierung an einer normativen Sittlichkeit kommt dabei auch in der Sprache zum Ausdruck. Abstrakte Begriffe und Gattungsbezeichnungen (Freundschaft, Fräulein, Bruder) beziehen die individuelle Lage immer schon aufs Allgemeine einer verbindlichen Moral. Adverbiale Bestimmungen der Zeit (je, immer, nimmer) dringen kategorisch auf Ausschließlichkeit. Durch Wiederholung, Parallelisierung oder Antithese variiert und gesteigert, beschwören zahlreiche Imperative (Vergiß nicht; Behandle-Behandle; Schreibe mir nicht-Schreibe mir) Pflichtgefühl und sittliche Schuldigkeit. Apostrophen unterstützen sie dabei.]Google Scholar
  108. 108.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  109. 109.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  110. 110.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  111. 111.
    op. cit., S. 6Google Scholar
  112. 112.
    Die Schlußpointe bietet in der Forschung Anlaß zu höchst divergierenden Reflexionen, die zumeist auf die Bedeutung der weiblichen Opferbereitschaft zielen. Während Borcherdt das Schweigen des Fräuleins grundsätzlich problematisiert und in der Schlußpointe einen gleichsam gegen den Willen des Verfassers sich durchsetzenden Hinweis darauf erblickt, »daß reiner Altruismus die Wirklichkeit nicht bewältigen kann« (Borcherdt, S. 371), betont Benno von Wiese gerade umgekehrt: »Das mehr oder weniger Vergebliche, ja Überflüssige dieser Großmut, konnte ihm (= Schiller, H.D.) ihren sittlichen Glanz nur noch erhöhen.« (Wiese, S. 303; ähnlich wohl Martini, S. 132) Und noch deutlicher mit der Psychologie des Autors argumentierend, unterstreicht Staiger die besondere Rolle, die »das Überbieten« für Schiller habe: »So wie das Fräulein die Brüder, der eine Bruder den anderen überbietet, hofft er mit seiner Skizze alles, was sich daneben behaupten möchte, aus dem Feld zu schlagen (…).« (Staiger, Emil: Schillers Erzählungen. In: Schiller. Der Geisterseher und andere Erzählungen. Mit einer Einleitung von Emil Staiger und Erläuterungen von Manfred Hoppe. Frankfurt 1976, S. 9–23; hier S. 12) Eine geradezu problembewußt-komplexe Novellenstruktur attestiert demgegenüber Gerhard Kaiser: Nicht die »unerhörte wechselseitige Überbietung an Großmut«, sondern »die Schwere« und »die Bedingungen dieses Kampfes« (Kaiser: Held, S. 48) sei eigentlicher Gegenstand der Darstellung. Sie präsentiere, »in einer Keimform äußerster Konzentration aufs moralische Problem, einen Helden, den die Umstände provozieren es zu werden, der aber, indem er es wird, sich über die Umstände erhebt.« (op. cit., S. 51) Während andere Kommentare die in der Schlußpointe aufbrechenden Widersprüche des Werkes als Zeichen seines künstlerischen Defizits deuten, würdigt Kaiser sie gerade umgekehrt als gelungene Reflexion einer paradoxen Erfahrung von Schuld und Glück. Ohne dabei freilich die aus der Geschichtlichkeit der Liebes- und Tugendauffassung resultierenden Spannungen und Ungleichzeitigkeiten des Gebildes zu bedenken, formuliert er mit Blick auf die durch ihren Verzicht verhinderte Liebeserfüllung von Fräulein und jüngerem Bruder als Erkenntnis des Textes: »Die Liebe kann sich innerlich erst dadurch voll entfalten und bewähren, daß sie äußerlich scheitert, und dadurch bekommt die Tugend auf verschlungenen Wegen ihren Lohn. Er liegt darin, daß durch die Entsagung die Liebe erst voll geweckt, bestätigt und versiegelt wird.« (op. cit., S. 50f.)Google Scholar
  113. 113.
    Schiller: Handlung, S. 6Google Scholar
  114. 114.
    op. cit., S. 5Google Scholar
  115. 115.
    op. cit., S. 6Google Scholar
  116. 116.
    op. cit., S. 6Google Scholar
  117. 117.
    op. cit., S. 6Google Scholar
  118. 118.
    Vgl. zum folgenden vor allem Kraft, S. 46f., dem ich wesentliche Anregungen verdanke.Google Scholar
  119. 119.
    Schiller: Handlung, S. 6Google Scholar
  120. 120.
    Kaiser: Held, S. 50. Vgl. dagegen Kraft, der ›Liebe‹ unhistorisch verabsolutiert (Kraft, S. 47)Google Scholar
  121. 121.
    Schiller: Handlung, S. 6Google Scholar
  122. 122.
    Vgl. dagegen Kaiser, der diesen Aspekt völlig vernachlässigt (Kaiser: Held, S. 49)Google Scholar
  123. 123.
    Schiller: Handlung, S. 6Google Scholar
  124. 124.
    Vgl. ähnlich Kraft, S. 47Google Scholar
  125. 125.
    Schiller: Handlung, S. 6Google Scholar
  126. 126.
    op. cit., S. 6Google Scholar
  127. 127.
    Vgl. dagegen Kaiser, der das Problematische dieser Entscheidung übersieht (Kaiser: Held, S. 51)Google Scholar
  128. 128.
    So schon Kraft, S. 45Google Scholar
  129. 129.
    Ohne Blick für den notwendigen Prozeß konkreter Vorbereitung führt er beispielsweise den Abschied des jüngeren Bruders als einen augenblicksverhafteten Akt spontaner Entscheidung vor, der die Anwesenden scheinbar unvorbereitet und entsprechend überraschend trifft.Google Scholar
  130. 130.
    Wie bereits erwähnt, präsentiert der Erzähler unmittelbar im Anschluß an die Überlegung, »daß wohl von keiner Seite eine Aufopferung möglich war« (Schiller: Handlung, S. 4), dem Leser einen Sieger. Diesen wiederum enthüllt er in der Folge als den eigentlichen Verlierer. Entsprechend kann auch eine Hervorhebung im Schriftbild funktionslos ins Leere laufen. Ob der Erzähler die Dauer der Ehe durch ihre visuelle Akzentuierung (»Ein Jahr dauerte (…)«, op. cit., S. 6) etwa kritisch bedenken oder emphatisch feiern will, entzieht sich jeder schlüssigen Beurteilung. Anstatt dem Leser das Verständnis des Textes zu erleichtern, reflektiert der Sperrdruck mit der Verselbständigung des Pathos gegenüber dem Inhalt des Erzählten vor allem die Unentschiedenheit des Erzählers. (Vgl. Kraft, S. 45)Google Scholar
  131. 131.
    Martini, Fritz: Die feindlichen Brüder. Zum Problem des gesellschaftskritischen Dramas von J.A. Leisewit, F.M. Klinger und F. Schiller. In: JDSG 16 (1972), S. 208–265; hier S. 262f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1990

Authors and Affiliations

  • Hartmut Dedert

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