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Anton Matthias Sprickmann: Die Hexe Liebe — Ein Thema mit Variationen

  • Hartmut Dedert
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Zusammenfassung

Sprickmanns Erzählungen haben ihr gemeinsames Zentrum in ihrem Gegenstand. Allesamt in einem Zeitraum von nur zwei Jahren im Deutschen Museum veröffentlicht (1776–1778), variieren sie mit nahezu monomanischer Besessenheit ein Thema, das ihrem Verfasser als Inbegriff erfüllten Lebens gilt: die Liebe. Allgemeines und Besonderes durchdringen sich dabei höchst eigentümlich. Zwar reflektieren die Werke, wenn sie Hoffnungen und Gefährdungen im Umkreis der Liebe beschreiben, subjektives Erleben des Autors. Dessen individuelle Konflikte stimmen jedoch häufig überein mit jenen, die in der Literatur der Zeit immer wieder anzutreffen sind. [2] Auch ihre erzählerische Gestaltung ist deutlich orientiert an Bildern, Vorstellungen und Figurenkonstellationen der zeitgenössischen Literatur — ohne indessen völlig in ihnen aufzugehen: Die Imitation modischer Muster paart sich mit ästhetischen Experimenten, die in die Zukunft weisen.

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Anmerkungen

  1. 2.
    Nach Stammler benutzt Sprickmann »als Erzähler zwar Motive, die damals sozusagen in der Luft lagen, gestaltet sie aber wahr und lebensvoll (…).« (Stammler, Wolfgang: Literatur über Sturm und Drang. In: Euphorion 18 (1911), S. 772–787; hier S. 783) Auf den engen Zusammenhang zwischen Sprickmanns individueller Erfahrung, ihrer literarischen Verarbeitung in den Erzählungen und geläufigen Themen der zeitgenössischen Literatur verweist schon Venhofen, Johannes: Anton Matthias Sprickmann als Mensch und Dichter 1749–1781. Ein Beitrag zur westfälischen Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts. Münster 1910, S. 91Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Sprickmann, Anton Matthias: Nachrichten aus Amerika. In: Deutsches Museum 1776 St. 11, S. 992–1007. Ansätze zu einer fundierten Beurteilung der Erzählung liefert Hildburg G. Herbst, die im Rahmen ihrer gattungsgeschichtlichen Studie Frühe Formen der deutschen Novelle im achtzehnten Jahrhundert unter anderem auch Sprickmanns Nachrichten aus Amerika untersucht. Strukturell beschreibt die Autorin das Werk als eine Rahmenerzählung, die mit Hilfe szenisch gestalteter ›Wendepunkte‹ eine »eingleisige, dramatisch zugespitzte Handlung« (Herbst 1985, S. 111) vorführt. Ganz im Sinne der späteren Novellentheorie auf eine ›unerhörte Begebenheit‹ konzentriert, zeichnet sich ihr Inhalt dabei laut Herbst durch eine außergewöhnliche »Wirklichkeitsbezogenheit« (op. cit., S. 113) aus, die eine genauere Lokalisierung in Zeit und Raum erlaubt.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Herbst 1985, S. 112Google Scholar
  3. 3.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 992Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Herbst 1985, S. 111Google Scholar
  5. 5.
    Zum autobiographischen Kern des Werkes vgl. den Abschnitt ›Neue Welt, neue Gefühle, neue Zukunft — über die historische Aktualität eines Traums‹Google Scholar
  6. 6.
    Sprickmann: Nachrichten S. 993Google Scholar
  7. 7.
    op. cit., S. 993Google Scholar
  8. 8.
    op. cit., S. 993. In solchen karikierenden Details scheinen sich reale, sozialgeschichtlich exakt beobachtete Tendenzen niederzuschlagen, zeigte sich soziales Aufwärtsstreben doch tatsächlich sowohl im modischen Ehrgeiz der Bürgersfrauen als auch im Insistieren auf bestimmten Formen der persönlichen Anrede. So lassen sich beispielsweise Berliner Handwerkerfrauen seit etwa 1780 nicht länger mit ›Frau‹ bzw. ›Jungfer‹ titulieren, sondern bestehen zunehmend auf der Anrede ›Madame‹ bzw. ›Mamsell‹ (Vgl. Zorn, Wolfgang: Sozialgeschichte 1648–1800. In: Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Hrsg. v. Hermann Aubin und Wolfgang Zorn. Bd. 1: Von der Frühzeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Stuttgart 1971, S. 574–607; hier S. 595)Google Scholar
  9. 9.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 993Google Scholar
  10. 10.
    Diesen Hinweis verdanke ich Hubert Gersch, Universität MünsterGoogle Scholar
  11. 11.
    op. cit., S. 993Google Scholar
  12. 12.
    op. cit., S. 993Google Scholar
  13. 13.
    op. cit., S. 994Google Scholar
  14. 14.
    op. cit., S. 996Google Scholar
  15. 15.
    op. cit., S. 994Google Scholar
  16. 16.
    op. cit., S. 993Google Scholar
  17. 17.
    op. cit., S. 993Google Scholar
  18. 18.
    Abel, Wilhelm: Massenarmut und Hungerkrisen im vorindustriellen Europa. Versuch einer Synopsis. Hamburg. Berlin 1974, S. 213Google Scholar
  19. 19.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 996Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. Bd. 2. 6. Aufl. Frankfurt 1979, S. 425ff.Google Scholar
  21. 21.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 996Google Scholar
  22. 22.
    op. cit., S. 992Google Scholar
  23. 23.
    op. cit., S. 996Google Scholar
  24. 24.
    Zorn, Wolfgang: Gewerbe und Handel 1648–1800. In: Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Bd. 1, S. 531–573; hier S. 572Google Scholar
  25. 25.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1001Google Scholar
  26. 26.
    Marx, Karl: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie. 2. Aufl. Berlin 1974, S. 739Google Scholar
  27. 27.
    Wesentliche Anregung verdanken diese Überlegungen der Studie von Mog, Paul: Ratio und Gefühlskultur. Studien zur Psychogenese und Literatur im 18. Jahrhundert. Tübingen 1976Google Scholar
  28. 28.
    Marx, S. 740Google Scholar
  29. 29.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 995Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Mog, S. 49Google Scholar
  31. 31.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 996Google Scholar
  32. 32.
    Marx, S. 739Google Scholar
  33. 33.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 996Google Scholar
  34. 34.
    Plaßmann, J.D.: Geschichte der Stadt Münster in Westfalen. Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Münster 1925, S. 196Google Scholar
  35. 35.
    Für diese These lassen sich mehrere Gründe anführen: Zum einen folgen seine wirtschaftlichen Projekte dem Vorbild seines Hauswirtes, dessen »Kornlieferung an die französische Armee« (Sprickmann: Nachrichten, S. 996) explizit thematisiert wird. Zum anderen verfügt Fleckmann selber am Ende des Krieges über persönliche Kontakte zu einem »Kommissär der Englischen Armee« (op. cit., S. 996), die auf enge ökonomische Beziehungen schließen lassen. Zum Dritten schließlich signalisiert auch der Plural »Lieferungen für die Armeen« (op. cit., S. 996) die über den Parteien stehende, allein profitorientierte Offenheit des Protagonisten gegenüber den Kriegsbeteiligten. (In diesem Zusammenhang ist allerdings auch daran zu erinnern, daß patriotisches Denken im nationalstaatlichen Sinne dem 18. Jahrhundert ohnehin noch fremd war.)Google Scholar
  36. 36.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 996Google Scholar
  37. 37.
    Abel, S. 198Google Scholar
  38. 38.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  39. 39.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  40. 40.
    Plaßmann, S. 202Google Scholar
  41. 41.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 997Google Scholar
  42. 42.
    Die reale Problematik, die der Versuch einer Synthese dieser zwei widerspruchsvollen Formen bürgerlicher Existenz späteren Generationen aufgeben wird, reflektiert sich einerseits zwar in der vorübergehenden Aufspaltung seiner Interessen in eine ökonomische und eine emotionale ›Hälfte‹. Daß er jedoch weiterhin beharrlich die eine ›Hälfte‹ haben will, ohne die andere lassen zu können, gemahnt andererseits doch auch an ihren gemeinsamen Ursprung in der Dialektik des Tauschaktes, der mit der tendenziell sinnenfeindlichen und wertnivellierenden Fixierung auf den Tauschwert zugleich doch auch die Möglichkeit der Individuation und hiermit die Chance für eine Emanzipation der Sinne allererst freisetzte. (Vgl. hierzu ausführlicher die Überlegungen Mogs)Google Scholar
  43. 43.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 997Google Scholar
  44. 44.
    op. cit., S. 998Google Scholar
  45. 45.
    op. cit., S. 998Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. hierzu Kluckhohn, Paul: Die Auffassung der Liebe in der Literatur des 18. Jahrhunderts und in der deutschen Romantik. 3. Aufl. Tübingen 1966, S. 177 ff.Google Scholar
  47. 47.
    Zum Begriff »Flachkontakt« vgl. Mog, S. 47Google Scholar
  48. 48.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 998Google Scholar
  49. 49.
    op. cit., S. 998Google Scholar
  50. 50.
    Kluckhohn, S. 167Google Scholar
  51. 51.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 998Google Scholar
  52. 52.
    op. cit., S. 998Google Scholar
  53. 53.
    op. cit., S. 998Google Scholar
  54. 54.
    op. cit., S. 998Google Scholar
  55. 55.
    op. cit., S. 999Google Scholar
  56. 56.
    op. cit., S. 999Google Scholar
  57. 57.
    op. cit., S. 1000Google Scholar
  58. 58.
    Mog. S. 32f.Google Scholar
  59. 59.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1000f.Google Scholar
  60. 60.
    Zweifellos kommen Sprickmann hier wie auch in anderen Erzählungen die in seiner (nicht gerade geglückten) dramatischen Produktion erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zustatten.Google Scholar
  61. 61.
    Auch im Verzicht auf eine erzählerische Gestaltung des Englandaufenthaltes läßt sich die schon mehrfach beobachtete Tendenz der Erzählung erkennen, mögliche Schwierigkeiten des Helden (etwa sexualmoralische Probleme) durch Schweigen zu umgehen.Google Scholar
  62. 62.
    op. cit., S. 1001Google Scholar
  63. 63.
    op. cit., S. 1002Google Scholar
  64. 64.
    Dabei läßt sich die Explosivität des Ausbruchs wohl auch als Indikator der in der Liebe zu Marie gebundenen psychischen Energien lesen.Google Scholar
  65. 65.
    op. cit., S. 1002Google Scholar
  66. 66.
    Auf der Grundlage einer ›klassisch‹ argumentierenden Kritik am Sturm und Drang kann Borchmeyer Sprickmanns Engagement nur scharf verurteilen. »In Sprickmanns Dichtung gipfelt« ihren Worten zufolge »der Sturm und Drang in seiner zerstörerischen Wirkung und Entartung.« (Borchmeyer, S. 106) (Vgl. dagegen Herbst 1985, S. 110f.)Google Scholar
  67. 67.
    (Sprickmann, Anton Matthias:) Etwas über das Nachahmen allgemein, und über das Göthisieren insbesondre. In: Deutsches Museum 1776 St. 11, S. 1048–1052Google Scholar
  68. 68.
    op. cit., S. 1049Google Scholar
  69. 69.
    Zwar lieferte die Kategorie des ›Leidenschaftlichen‹ allein noch kein eindeutiges Indiz für eine Favorisierung seelischer Extreme, umfaßte sie doch zumindest bis in die 60er Jahre hinein noch alle Arten von Gemütsbewegungen (Vgl. hierzu etwa Gerth, Klaus: Die Poetik des Sturm und Drang. In: Hinck, S. 55–80; hier S. 69); gleichwohl belegen doch die weiteren Ausführungen, daß die von Sprickmann gemeinte Bedeutung sich bereits zu dem noch heute gültigen Verständnis verengt hatte.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. hierzu etwa Markwardt, Bruno: Geschichte der deutschen Poetik. Bd. 2: Aufklärung, Rokoko, Sturm und Drang. Berlin 1956, S. 378f.Google Scholar
  71. 71.
    Sprickmann: Über das Nachahmen, S. 1049. — Gerade der Begriff der ›Kraft‹ muß als eine zentrale Kategorie innerhalb der ästhetischen Anschauungen des Sturm und Drang gelten. So setzt Herder etwa ›Kraft‹ und ›Poesie‹ zeitweise in eins (Vgl. etwa Markwardt, S. 383); auch Goethe, Lavater und Bürger benutzen den Begriff vielfach. (Vgl. Markwardt, S. 419; S. 437)Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. Gerth, S. 64Google Scholar
  73. 73.
    Sprickmann: Über das Nachahmen, S. 1049 (Vgl. hierzu etwa Venhofen, S. 73; S. 116)Google Scholar
  74. 74.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1002Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. Ruppert, Hans: Die Darstellung der Leidenschaften und Affekte im Drama des Sturmes und Dranges. Berlin 1941Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. Jäger, S. 49Google Scholar
  77. 77.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1002f.Google Scholar
  78. 78.
    op. cit., S. 1002Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. dagegen Herbst, die die Problematik des von ihr als ›Diplomatie‹ bezeichneten Verhaltens übersieht. (Herbst 1985, S. 114)Google Scholar
  80. 80.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1003Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. Abel, S. 196ff.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. Abel, S. 200ff.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. Sauder, S. 56Google Scholar
  84. 84.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1003Google Scholar
  85. 85.
    op. cit., S. 1003Google Scholar
  86. 86.
    op. cit., S. 1003Google Scholar
  87. 87.
    Abel, S. 207Google Scholar
  88. 88.
    op. cit., S. 223Google Scholar
  89. 89.
    Daß Marie, die ja immerhin in einem wohlhabenden Bürgerhaushalt tätig ist, ihrer Mutter in dieser Situation nicht habe beistehen können, ist wohl kaum anzunehmen. Wieder einmal entfaltet der Verfasser seine Phantasie unbekümmert um alle Plausibilität.Google Scholar
  90. 90.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1004Google Scholar
  91. 91.
    Abel, S. 209Google Scholar
  92. 92.
    Wie die weitere Folge der Erzählung mit ihrem widerstandslosen Gelingen eines glücklichen Endes belegt, versöhnen sich quer zu diesem Befund Ökonomie und Moral in der Perspektive des bürgerlichen Verfassers noch scheinbar problemlos.Google Scholar
  93. 93.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 997Google Scholar
  94. 94.
    op. cit., S. 1004Google Scholar
  95. 95.
    Daß der Erzähler keinerlei Aufmerksamkeit auf die Frage verwendet, wie unter den geschilderten Umständen ein Briefwechsel zwischen Friz und Marie der Mutter bislang überhaupt hat verheimlicht werden können, darf als weiteres Indiz für die Tendenz der Erzählung verstanden werden, erwartbare Schwierigkeiten durch bloße Nichtbeachtung auszublenden.Google Scholar
  96. 96.
    op. cit., S. 1004f.Google Scholar
  97. 97.
    Wie eine andere Beobachtung belegt, ist Sprickmann in seinem Bemühen um effektvolle seelische Extremlagen selbst bereit, inhaltliche Widersprüche in Kauf zu nehmen. Hatten viele Zuschauer zu Beginn der öffentlichen Bestrafung dem Erzähler zufolge noch mit dem höchsten Ausdruck des Mitleids reagiert, so scheint das Verhalten der Menge nach Beendigung der Strafmaßnahme in das genaue Gegenteil umgeschlagen, ohne daß der plötzliche Stimmungswechsel plausibel erklärt worden wäre. (Vgl. op. cit., S. 1001; S. 1002)Google Scholar
  98. 98.
    op. cit., S. 1003Google Scholar
  99. 99.
    op. cit., S. 1005Google Scholar
  100. 100.
    op. cit., S. 1005Google Scholar
  101. 101.
    Vgl. Habermas, S. 63ff.Google Scholar
  102. 102.
    Habermas, S. 64f.Google Scholar
  103. 103.
    op. cit., S. 65Google Scholar
  104. 104.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1005Google Scholar
  105. 105.
    op. cit., S. 1005Google Scholar
  106. 106.
    op. cit., S. 1006Google Scholar
  107. 107.
    op. cit., S. 1006Google Scholar
  108. 108.
    op. cit., S. 1007Google Scholar
  109. 109.
    Vgl. hierzu Altenhein, Hans Richard: Geld und Geldeswert im bürgerlichen Schauspiel des 18. Jahrhunderts. Phil. Diss. Köln 1952, S. 94Google Scholar
  110. 110.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 998Google Scholar
  111. 111.
    op. cit., S. 1007Google Scholar
  112. 112.
    Vgl. Altenhein, S. 11Google Scholar
  113. 113.
    Vgl. hierzu vor allem VenhofenGoogle Scholar
  114. 114.
    Venhofen, S. 6Google Scholar
  115. 115.
    op. cit., S. 8Google Scholar
  116. 116.
    Vgl. op. cit., S. 79Google Scholar
  117. 117.
    Hasenkamp, Johannes: Sprickmann und der Kreis von Münster. Phil. Diss. Münster 1955, S. 58Google Scholar
  118. 118.
    Weinhold, Karl: Anton Matthias Sprickmann. In: Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte NF 1 (1872), S. 261–290; hier S. 278Google Scholar
  119. 119.
    Mog, S. 132Google Scholar
  120. 120.
    So Sprickmann in seinem Brief an Bürger vom Februar 1777; zitiert nach Strodtmann, Adolf (Hg.): Briefe von und an Gottfried August Bürger. Bd. 2. Berlin 1874, S. 28Google Scholar
  121. 121.
    op. cit., S. 28Google Scholar
  122. 122.
    op. cit., S. 29Google Scholar
  123. 123.
    op. cit., S. 29Google Scholar
  124. 124.
    Vgl. Venhofen, S. 78Google Scholar
  125. 125.
    Sudhof, Siegfried (Hg.): Der Kreis von Münster. Briefe und Aufzeichnungen Fürstenbergs, der Fürstin Gallitzin und ihrer Freunde. Bd. 1,1. Münster 1962, S. 111Google Scholar
  126. 126.
    So Overbeck in einem Brief an Sprickmann vom 20. 3. 1777; zitiert nach Jansen, Heinz: Aus dem Göttinger Hainbund. Overbeck und Sprickmann. Ungedruckte Briefe Overbecks. Münster 1933, S. 141Google Scholar
  127. 127.
    Zitiert nach Weinhold, S. 267Google Scholar
  128. 128.
    Jansen, S. 95. Hier auch eine kurze Darstellung des gesamten ProjektesGoogle Scholar
  129. 129.
    Vgl. Jansen, S. 139Google Scholar
  130. 130.
    Weinhold, S. 267Google Scholar
  131. 131.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1006Google Scholar
  132. 132.
    Vgl. dagegen Herbst 1985, S. 112f.Google Scholar
  133. 133.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1007Google Scholar
  134. 134.
    Vgl. Koselleck, Reinhart: Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt. Frankfurt 1973Google Scholar
  135. 135.
    Sprickmann: Nachrichten, S. 1006Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Sprickmann, Anton Matthias: Das Neujahrsgeschenk. Eine Klosteranekdote. In: Deutsches Museum 1776 St. 9, S. 788–791Google Scholar
  2. 2.
    (Sprickmann, Anton Matthias:) Das Wort zur rechten Zeit. Eine Erzählung. In: Deutsches Museum 1777 St. 11, S. 381–386Google Scholar
  3. 3.
    Sprickmann, Anton Matthias: Mariens Reden bei ihrer Trauung. Ein Fragment. In: Deutsches Museum 1778 St. 9, S. 232–239Google Scholar
  4. 4.
    Sprickmann, Anton Matthias: Die Untreu aus Zärtlichkeit. Eine Konversation und ein Brief. In: Deutsches Museum 1777 St. 1, S. 7–35Google Scholar
  5. 5.
    (Sprickmann, Anton Matthias:) Das Intelligenzblatt, eine Erzählung. In: Deutsches Museum 1777 St. 9, S. 196–204Google Scholar
  6. 6.
    Eine Konversation und ein Brief.Google Scholar
  7. 7.
    Sprickmann: Untreu, S. 8Google Scholar
  8. 8.
    op. cit., S. 8Google Scholar
  9. 9.
    op. cit., S. 28; Borchmeyers unangemessen moralisierender Perspektive zufolge läßt Sprickmann sich »zu peinlich-wollüstigen Selbstenthüllungen und — bis zu geschmackloser Bloßstellung — zu schonungsloser Zergliederung menschlicher Regungen und Leidenschaften« (Borchmeyer, S. 107) verleiten.Google Scholar
  10. 10.
    Sprickmann: Untreu, S. 17Google Scholar
  11. 11.
    op. cit., S. 19Google Scholar
  12. 12.
    op. cit., S. 19Google Scholar
  13. 13.
    op. cit., S. 23Google Scholar
  14. 14.
    op. cit., S. 25Google Scholar
  15. 15.
    op. cit., S. 8Google Scholar
  16. 16.
    op. cit., S. 25Google Scholar
  17. 17.
    op. cit., S. 27Google Scholar
  18. 18.
    op. cit., S. 28Google Scholar
  19. 19.
    op. cit., S. 28Google Scholar
  20. 20.
    op. cit., S. 28Google Scholar
  21. 21.
    op. cit., S. 28Google Scholar
  22. 22.
    op. cit., S. 29Google Scholar
  23. 23.
    op. cit., S. 30Google Scholar
  24. 24.
    op. cit., S. 35Google Scholar
  25. 25.
    op. cit., S. 29Google Scholar
  26. 26.
    op. cit., S. 29Google Scholar
  27. 27.
    op. cit., S. 35Google Scholar
  28. 28.
    op. cit., S. 31Google Scholar
  29. 29.
    op. cit., S. 35Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. die entsprechenden Überlegungen zum Lenzschen Zerbin sowie zu Schillers Erzählung Eine großmütige HandlungGoogle Scholar
  31. 31.
    Sprickmann: Intelligenzblatt S. 197Google Scholar
  32. 32.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  33. 33.
    op. cit., S. 196Google Scholar
  34. 34.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  35. 35.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  36. 36.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  37. 37.
    op. cit., S. 203Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. die Ausführungen zu den Nachrichten und zur UntreuGoogle Scholar
  39. 39.
    Sprickmann: Neujahrsgeschenk, S. 789Google Scholar
  40. 40.
    op. cit., S. 788Google Scholar
  41. 41.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  42. 42.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  43. 43.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  44. 44.
    op. cit., S. 788Google Scholar
  45. 45.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  46. 46.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  47. 47.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  48. 48.
    op. cit., S. 790Google Scholar
  49. 49.
    op. cit., S. 789Google Scholar
  50. 50.
    op. cit., S. 790f.Google Scholar
  51. 51.
    Sprickmann: Wort, S. 386Google Scholar
  52. 52.
    op. cit., S. 382Google Scholar
  53. 53.
    op. cit., S. 382Google Scholar
  54. 54.
    Sprickmann: Mariens Reden, S. 236Google Scholar
  55. 55.
    op. cit., S. 236Google Scholar
  56. 56.
    op. cit., S. 239Google Scholar
  57. 57.
    Aus unerfindlichen Gründen moniert Borchmeyer den angeblichen Verzicht Sprickmanns auf moralische Fragestellungen: »Das Problem der Entsagung und sittlichen Bändigung liegt völlig außerhalb dieser erregten Produktionen der Sturm-und-Drang-Bewegung.« (Borchmeyer, S. 119)Google Scholar
  58. 58.
    Venhofen vermag die Nähe der Sprickmannschen Erzählungen zum Theater nur als eine Eigentümlichkeit zu registrieren, die dem »ruhigen Fluß der epischen Kunst« (Venhofen, S. 90) unangemessen bleiben muß.Google Scholar
  59. 59.
    Sprickmanns Sinn für szenische Vergegenwärtigung widerspricht dieser Beobachtung nicht. Im Gegenteil: Da ›szenische Vergegenwärtigung‹ bei ihm weniger das breite und behagliche Ausmalen einzelner, tableauhaft vorgestellter Situationen als vielmehr die situativ zugespitzte Gestaltung zentraler Entscheidungs- und Umschlagmomente meint, trägt sie weit eher dazu bei, den Gang der Handlung voranzutreiben, als daß sie ihn etwa bremste und hemmte. So reihen die Erzählungen die einzelnen Szenen nicht locker aneinander, setzen sie vielmehr pointiert in entscheidenden Phasen des Geschehens ein: Bedeutsame Wendepunkte folgen einander in häufig zunehmender Steigerung bis zum finalen Höhepunkt. So gipfeln Mariens Reden etwa im Selbstmord der Geliebten, der vorgeblich allein alle bisherigen Antinomien und Widersprüche aufzuheben vermag. Auch in der Untreu löst ein plötzlicher Tod die entscheidende Wendung aus: Die Bereitschaft des Liebhabers zu völliger Entsagung schlägt um in höchste Erfüllung. Desgleichen verkehrt sich etwa auch im Wort zur rechten Zeit die Situation abrupt in ihr Gegenteil: Die Intervention des Erzählers leitet den plötzlichen Glücksumschwung ein, indem sie die Trennung der Liebenden erzwingt.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. dagegen Sudhof, der eine eindeutige Gattungsbestimmung unternimmt, wenn er schreibt: »Zwei Erzählungen, ›Das Misverständnis und Mariens Reden bei ihrer Trauung sind völlig dialogisiert — ohne Dramen oder Dramenfragmente sein zu wollen.« (Sudhof, Siegfried: Von der Aufklärung zur Romantik. Die Geschichte des ›Kreises von Münster‹. Berlin 1973, S. 108) In offenkundiger Anlehnung an eine gerade in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts beliebte dramatische Kleinform konzipiert, läßt sich der kleine Monolog am angemessensten vielleicht noch als Monodrama verstehen. (Zum Monodrama vgl. Schauer, Hans und Friedrich Wilhelm Wodtke: Monodrama. In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Bd. 2: L-O. 2. Aufl. Berlin 1965, S. 415–418)Google Scholar
  61. 61.
    Venhofen, S. 88Google Scholar
  62. 62.
    Sprickmann: Intelligenzblatt, S. 197Google Scholar
  63. 63.
    op. cit., S. 201Google Scholar
  64. 64.
    op. cit., S. 203Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. op. cit., S. 204Google Scholar
  66. 66.
    Welche Bedeutung dem Gespräch in Sprickmanns Prosa zukommt, läßt sich auch daran erkennen, daß mehrere Erzählungen (nämlich Das Intelligenzblatt, Das Wort zur rechten Zeit und Die Untreu aus Zärtlichkeit) mit einer wörtlichen Rede beginnen. Ebenso wie die exponierte Stellung eines solchen medias-in-res-Einsatzes unterstreicht die unangemessene Verselbständigung des Gespräches im Rahmen eines Briefes, wie sie in der Untreu zu beobachten war, den dialogischen Charakter dieser Prosa.Google Scholar
  67. 67.
    Sprickmann: Intelligenzblatt, S. 196Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. hierzu Sprickmann: Untreu, S. 11f.; Sprickmann: Neujahrsgeschenk, S. 790Google Scholar
  69. 69.
    Sprickmann: Intelligenzblatt, S. 197Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. op. cit., S. 197; Borchmeyer vermag Sprickmanns Sprachexperimente »nicht mehr als bewußtes Kunstmittel, sondern nur als Mangel jeder formalen wie sprachlichen Beherrschung« zu begreifen. (Borchmeyer, S. 116)Google Scholar
  71. 71.
    Sprickmann: Intelligenzblatt, S. 197Google Scholar
  72. 72.
    op. cit., S. 197Google Scholar
  73. 73.
    op. cit., S. 197Google Scholar
  74. 74.
    op. cit., S. 197Google Scholar
  75. 75.
    op. cit., S. 197Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. die Formulierung »(…) nun war er da, und so ganz anders!« (op. cit., S. 200)Google Scholar
  77. 77.
    op. cit., S. 200Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. die entsprechende Praxis der NachrichtenGoogle Scholar
  79. 79.
    op. cit., S. 200Google Scholar
  80. 80.
    op. cit., S. 200f.Google Scholar
  81. 81.
    op. cit., S. 201Google Scholar
  82. 82.
    op. cit., S. 201Google Scholar
  83. 83.
    op. cit., S. 201Google Scholar
  84. 84.
    Ähnliches gilt wohl auch für die übrigen Erzählungen. Ohne daß an dieser Stelle der Personalstil des Verfassers eingehender untersucht werden kann, darf doch die Sprachgestalt seines gesamten Prosawerkes im Spannungsfeld von Aufklärung, Empfindsamkeit und Sturm und Drang vermutet werden. Obgleich von Werk zu Werk in durchaus unterschiedlicher Zusammenstellung, treffen sich bei Sprickmann stilistische Elemente aller literarischen Strömungen der Zeit; nicht selten bleiben die Übergänge fließend. (Vgl. Venhofen, S. 114)Google Scholar
  85. 85.
    Weber, Dietrich: Theorie der analytischen Erzählung. München 1975, S. 18Google Scholar
  86. 86.
    Sprickmann: Neujahrsgeschenk, S. 788Google Scholar
  87. 87.
    Weber, S. 18Google Scholar
  88. 88.
    Sprickmann: Neujahrsgeschenk, S. 788Google Scholar
  89. 89.
    Weber, S. 22Google Scholar
  90. 90.
    op. cit., S. 10Google Scholar
  91. 91.
    op. cit., S. 16Google Scholar
  92. 92.
    Schönhaar, Rainer: Novelle und Kriminalschema. Ein Strukturmodell deutscher Erzählkunst um 1800. Bad Homburg 1969Google Scholar
  93. 93.
    op. cit., S. 193Google Scholar
  94. 94.
    op. cit., S. 195Google Scholar
  95. 95.
    op. cit., S. 195Google Scholar
  96. 96.
    op. cit., S. 196Google Scholar
  97. 97.
    op. cit., S. 198Google Scholar
  98. 98.
    op. cit., S. 78Google Scholar
  99. 99.
    Sprickmann: Intelligenzplatt, S. 198Google Scholar
  100. 100.
    op. cit., S. 201Google Scholar
  101. 101.
    op. cit., S. 202Google Scholar
  102. 102.
    Schönhaar, S. 197Google Scholar
  103. 103.
    Sprickmann: Untreu, S. 8Google Scholar
  104. 104.
    op. cit., S. 8Google Scholar
  105. 105.
    op. cit., S. 8Google Scholar
  106. 106.
    op. cit., S. 8Google Scholar
  107. 107.
    op. cit., S. 10Google Scholar
  108. 108.
    op. cit., S. 10Google Scholar
  109. 109.
    op. cit., S. 10Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1990

Authors and Affiliations

  • Hartmut Dedert

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