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Zeitgeschichtliche Weichenstellungen nach dem Zusammenbruch

  • Wolfgang Türkis
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Zusammenfassung

In der Retrospektive, so scheint es heute, war die zweite deutsche Republik von vornherein mit schweren Geburtsfehlern behaftet. Sie war nicht als Ergebnis einer demokratischen Massenerhebung ins Leben getreten, sondern als Folge einer totalen Niederlage Deutschlands und des Verdikts der westlichen Besatzungsmächte. Die Staatsgründung geschah nicht, »um die Teilung durch die Besatzungsmacht zu überwinden«, sondern »auf Grund dieser Teilung«2, »weil die westlichen Großmächte für ihren Besatzungsteil Deutschlands einen selbstverantwortlichen Partner brauchten… «3

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Notizen

  1. 1.
    Beide Zit. : Marx. Karl: Frühschriften. Stutteart 1971. S. 156 ff.Google Scholar
  2. 2.
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    Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur an den Fall des bedeutenden (und heute fast vergessenen) Gewerkschaftstheoretikers Viktor Agartz, einem entschiedenen Protagonisten der Sozialisierungspläne, der unter dem Vorwurf des Landesverrats zumindest politisch kaltgestellt wurde, vgl. hierzu ausführlich : Gollwitzer, Helmut (1982), in: Treulieb, Jürgen : Der Landesverratsprozeß gegen Viktor Agartz, Münster 1982, S. VI–VIII.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1990

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Türkis

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