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Forschungsstand und Aufgabenstellung

  • Ernst Weber
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Zusammenfassung

Das Desinteresse der literaturwissenschaftlichen Forschung heute an der Lyrik der Befreiungskriege steht in krassem Gegensatz zu ihrer Popularität einst in den Zeiten des deutschen Nationalstaates. In Arbeiten zum Zeitgedicht, zur Geschichte im Gedicht und zur politischen Lyrik, wo sie ihren wissenschaftlichen Ort hätte, wird sie ignoriert oder nur beiläufig behandelt.1 Es stellt sich die Frage, was dazu geführt haben mag, daß die Lyrik der Befreiungskriege nicht vom verstärkten Interesse an pragmatischer2 und politischer3 Literatur in den 70er Jahren oder von Bemühungen um ein neues Romantikverständnis4 oder von einer veränderten Beurteilung der frühen deutschen Nationalbewegung in der Geschichtswissenschaft5 profitiert hat. Daß die einzige größere Untersuchung in den letzten Jahren zur Literatur der Befreiungskriege aus der Publizistik kommt,6 läßt auf wissenschaftsgeschichtliche Problemlagen der Universitätsgermanistik schließen.

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Notizen

  1. 1.
    J. Wilke: Das Zeitgedicht. Seine Herkunft und frühe Ausbildung. 1974;Google Scholar
  2. W. Hinck (Hg.): Geschichte im Gedicht. Texte und Interpretationen. (Protestlied, Bänkelsang, Ballade, Chronik). 1979;Google Scholar
  3. J. Wilke: Vom Sturm und Drang bis zur Romantik. In: W. Hinderer (Hg.): Geschichte der politischen Lyrik. 1978, S. 141–178.Google Scholar
  4. 2.
    Vgl. u.a. D. Breuer: Einführung in die pragmatische Texttheorie. München 1974;Google Scholar
  5. H. Kallweit: Transformationen des Textverständnisses. Überlegungen zu einer ‘pragmatischen’ Theorie von Erzähltexten. Heidelberg 1978.Google Scholar
  6. 3.
    Vgl. die Forschungen zur Literatur der Jakobiner und des Vormärz, u.a. H. Segeberg: Literarischer Jakobinismus in Deutschland. Theoretische und methodische Überlegungen zur Erforschung der radikalen Spätaufklärung. In: B. Lutz (Hg.): Literaturwissenschaft und Sozialwissenschaften 3, 1974, S. 509–568;Google Scholar
  7. P. Stein: Politisches Bewußtsein und künstlerischer Gestaltungswille in der politischen Lyrik 1780–1848. 1971;Google Scholar
  8. H. Denkler: Restauration und Revolution. Politische Tendenzen im deutschen Drama zwischen Wiener Kongreß und Märzrevolution. 1973.Google Scholar
  9. 4.
    Z.B. R. Brinkmann (Hg.): Romantik in Deutschland. Ein interdisziplinäres Symposion. Sonderband der DVJs. 1978.Google Scholar
  10. 5.
    Vgl. O. Dann: Nationalismus und sozialer Wandel in Deutschland. 1800–1860. In: O. Dann (Hg.): Nationalismus und sozialer Wandel. 1978, S. 77–128;Google Scholar
  11. E. Fehrenbach: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongreß. 1981;Google Scholar
  12. Th. Nipperdey: Deutsche Geschichte: 1800–1860. Bürgerwelt und starker Staat. 1983;Google Scholar
  13. D. Düding: Organisierter gesellschaftlicher Nationalismus in Deutschland. (1800–1847). Bedeutung und Funktion der Turner- und Sängervereine für die deutsche Nationalbewegung. 1984.Google Scholar
  14. 6.
    K.H. Schäfer: Ernst Moritz Arndt als politischer Publizist. 1974.Google Scholar
  15. Die Studie von W. Kittler: Die Geburt des Partisanen aus dem Geist der Poesie. Heinrich von Kleist und die Strategie der Befreiungskriege, 1987, geht auf die politische Lyrik Kleists kaum ein.Google Scholar
  16. Befreiungskriege. Studien zur Tendenzdichtung. Diss. (masch.) Marburg 1962 (dazu weiter unten) wie auch A. Portmann-Tinguely in seiner gerade erschienenen “vorstellungsgeschichtlichen” (S. 1) Studie: Romantik und Krieg. Eine Untersuchung zum Bild des Krieges bei deutschen Romantikern und ‘Freiheitssängern’. 1989. Die Kapitel zu Schenkendorf und Körner bringen jedoch nichts, was über Adam hinausgeht. Hier werden erneut die bekannten Vorurteile ausgebreitet und gerechtfertigt vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem chauvinistischen Nationalismus des späten 19. und des 20. Jahrhunderts. Körner, angeblich “beseelt” von einem “fanatischen Diabolisierungswillen” (S. 322), erscheint als Demagoge (S. 325), seine Verse, die mit “suggestiven Lärmwörtem” (S. 345) arbeiteten, als “kitschig bis ungenießbar” (S. 335), ihre Ideen abstrus und gefährlich. An Schenkendorfs wie Körners Lyrik werden normative Erwartungen von politischer Reife und angemessener Sprache herangetragen, was sich in abwertenden, unhistorischen Urteilen niederschlägt (z.B. Körners Gedichte seien “Zerrbilder der Realität von 1813”, S. 352). Wieder einmal erweist es sich als wenig erkenntnisfördernd, wenn man die Lieder und Gedichte als expositorische Texte versteht und sie, herausgelöst aus ihrem funktionalen Zusammenhang mit der politisch und gesellschaftlich emanzipatorischen Nationalbewegung, ausschließlich als ideengeschichtliche Quelle benutzt.Google Scholar
  17. 15.
    Vgl. z.B. A. Schottmüller (Hg.): Klio. Eine Sammlung historischer Gedichte. Leipzig 21866;Google Scholar
  18. Karl Wagner (Hg.): Germania in Bildern deutscher Dichter. Darmstadt, Leipzig 1872;Google Scholar
  19. J. Bintz (Hg.): Ausgewählte Gedichte geschichtlichen Inhalts. Leipzig 1876;Google Scholar
  20. Fr. J. Scherer (Hg.): Deutschland im Liede. Paderborn 1876;Google Scholar
  21. Fr. Basedow (Hg.): Germania. Zweitausend Jahre vaterländischer Geschichte in deutscher Dichtung. Berlin 1890;Google Scholar
  22. Fr. Tetzner (Hg.): Deutsche Geschichte in Liedern deutscher Dichter. Leipzig (1892).Google Scholar
  23. 17.
    W. Grab: Preußische Demokraten im Zeitalter der Französischen Revolution und im Vormärz. In: Preußen. Versuch einer Bilanz. Bd. 2, 1981, S. 162–180.Google Scholar
  24. siehe auch H.G. Werner: Geschichte des politischen Gedichts in Deutschland von 1815–1840. 1969, S. 15–22.Google Scholar
  25. 21.
    Erst nach Abschluß des Manuskripts erschien der zweite Teil der Literaturgeschichte von Gerhard Schulz: Die deutsche Literatur zwischen Französischer Revolution und Restauration 1806–1830. 1989. Unter den literaturgeschichtlichen Darstellungen der letzten Dekaden bildet sie eine rühmliche Ausnahme, da Schulz der Nationalbewegung und ihrer Literatur einen umfangreichen Abschnitt widmet. Auch wenn er sich in seinen Ausführungen zur patriotischen Lyrik auf den tradierten, erst im Laufe des 19. Jahrhunderts entstandenen Textkanon stützt, der Lyrik Eichendorffs, Brentanos, Rückerts und Chezys eine Bedeutung beimißt, die ihr allein aufgrund der Distributionsfakten und Publikationsdaten nicht zukommt, sowie die Unvereinbarkeit von “künstlerischem Gewicht” und “agitatorischer Wirkung” (S. 54) erneut postuliert, so wird hier doch erstmals die Befreiungskriegslyrik im Kontext der Nationalbewegung sowie anderer publizistisch gebrauchter literarischer Gattungen betrachtet. Schulz beschreibt die Befreiungskriegslyrik als eine thematisch ausgrenzbare Gattung, die im virtuosen Spiel mit kulturellem Wissen und literarischen Formen zur integrativen Kraft für politisch divergierende Richtungen heranwächst. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, daß Des Knaben Wunderhorn, die Zeitung für Einsiedler, Görres’ Beschreibung der Teutschen Volksbücher und Goethes Faust “den deutschen Lesern ihr Deutschsein in kritischer Zeit klarer ins Bewußtsein gerufen [hat] als manche heftigen und gut gemeinten, aber gedankenarmen Vaterlandslieder” (S. 54). Die “noch unerschöpfte Diskussion” (S. 54), der Wert ‘Überzeitlichkeit’ wird gegenüber einer Literatur ins Feld geführt, die erst durch ihre umfassende Verbreitung und mit Hilfe des im 18. Jahrhundert entwickelten bürgerlichen Verhaltenskodexes allen sozialen Schichten zu Bewußtsein brachte, was Deutschsein (und Staatsbürgersein) beinhaltete. Auch wird man Körners Lyrik — Schulz widmet ihr und nicht der von Arndt ein Kapitel — nicht als “Schulbeispiel für die deutsche patriotische Literatur der Napoleonischen Kriege” (S. 55) bezeichnen können. Sie steht nur für eine kleine, wenngleich tonangebende Gruppe, für die dichtende akademische Jugend, wie sie sich in den Freiwilligenverbänden zusammengefunden hatte und die in Körners Lyrik ihren narzißtisch besetzten Rollenwechsel vom Dichter zum Krieger gefeiert fand. (Siehe hier: Kap. 5.2.3.).Google Scholar
  26. 22.
    A. von Bormann: Romantik. In: W. Hinderer (Hg.): Geschichte der deutschen Lyrik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 1983, S. 245–278.Google Scholar
  27. 23.
    E. Lämmert: Die vaterländische Lyrik und Goethes Westöstlicher Divan. In: H. Arntzen (Hg.): Literaturwissenschaft und Geschichtsphilosophie. Festschrift für W. Emrich. 1975, S. 341–356.Google Scholar
  28. H. Heitzer: Insurrectionen zwischen Weser und Elbe. Volksbewegungen gegen die französische Fremdherrschaft im Königreich Westfalen (1806–1813). 1959;Google Scholar
  29. P. Stulz: Fremdherrschaft und Befreiungskampf. Die preußische Kabinettspolitik und die Rolle der Volksmassen in den Jahren 1811–1813. 1960;Google Scholar
  30. Das Jahr 1813. Studien zur Geschichte und Wirkung der Befreiungskriege. Gesamtredaktion F. Straube. 1963. Einen Überblick über die Forschungen gibt K.H. Schäfer: Die Freiheitskriege in der Sicht der marxistischen Geschichtsschreibung der DDR. In: Geschichte und Wissenschaft im Unterricht. Bd. 21. 1970, S. 2–21.Google Scholar
  31. 37.
    E. Lämmert: Preußische Politik und nationale Poesie. In: Berlin, Facetten einer Epoche. 1981, S. 43–51.Google Scholar
  32. 40.
    Zur Rezeption und zum Vorbildcharakter der Lyrik der Befreiungskriege im Vormärz siehe H.P. Bayerdörfer: Fürstenpreis im Jahre 48. Heine und die Tradition der vaterländischen Panegyrik. In: Zs. f. dt. Ph., Bd. 91, 1972, Sonderheft Heine, S. 163–205;Google Scholar
  33. H. Denkler: Zwischen Julirevolution (1830) und Märzrevolution (1848/49). In: W. Hinderer (Hg.): Geschichte der politischen Lyrik in Deutschland. 1978, S. 179–209.Google Scholar
  34. 54.
    H. Tschersig: Die Dichtung der Befreiungskriege in der Untersekunda. In: Zs. f. dt. Unterricht 25, 1911, S. 423–440.Google Scholar
  35. 57.
    O. Richter: Die Lieblingsvorstellungen der Dichter des deutschen Befreiungskrieges. Diss. Leipzig 1909.Google Scholar
  36. 58.
    G. Gromaire: La Littérature Patriotique en Allemagne. 1800–1815. Paris 1911, S. V.Google Scholar
  37. 59.
    H. Zimmer: Auf dem Altar des Vaterlandes. Religion und Patriotismus in der deutschen Kriegs-ahrhunderts. 1971, S. 3.Google Scholar
  38. 61.
    S. Stahl: Die Entwicklung der Affekte in der Lyrik der Freiheitskriege. Diss. Leipzig 1908, S. 3.Google Scholar
  39. 63.
    J. Knipfer: Die Dichtung der Befreiungskriege und die Lieder des deutsch-französischen Krieges. 21897, S. 150.Google Scholar
  40. 64.
    Vgl. die Artikel, Aufsätze und Abhandlungen zu Arndt zwischen 1933 und 1945 in den einschlägigen Kapiteln der Bibliographien: G. Loh: Arndt-Bibliographie: Verzeichnis der Schriften von und über E.M. Arndt. 1969;Google Scholar
  41. K.H. Schäfer/J. Schawe: Ernst Moritz Arndt. Ein bibliographisches Handbuch. 1769–1969. 1971;Google Scholar
  42. Siehe auch Verf.: E.M. Arndt. Versuch einer Neubewertung am Beispiel seiner Reise durch Schweden und seines Berichts über die Lappen. In: Trajekt. Beiträge zur finnischen, lappischen und estnischen Literatur, hg. von M.P. Hein, 2, 1982, bes. S. 148–151.Google Scholar
  43. siehe auch das Nachwort von W. Schmitz zu Fr. Rückert: Gedichte. 1988). Weder in den Tagebüchern der Kriegsjahre (vgl. Church: Rückert, S. 17) noch in den Briefen an Fouqué oder Abraham Voß finden sich ein Kommentar zu zeitgeschichtlichen Ereignissen oder Überlegungen zu einem politisch-publizistischen Einsatz der Gedichte. Auch aus dem Druckort der Deutschen Gedichte läßt sich schließen, daß es Rückert ausschließlich um die ästhetische Bewältigung eines aktuellen, alle bewegenden Themas ging. Durch die Vermittlung von Voß übernahm Mohr und Zimmer in Heidelberg bzw. dessen Drucker J. Engelmann den Verlag. Da jedoch der Publikationsort während des Krieges zugleich auch über den Distributionsbereich der Lyrik entschied, die Gedichte aber für ein fränkisches Publikum geschrieben zu sein schienen (vgl. Lied eines fränkischen Mädchens, Zum Auszuge der Koburgischen Freiwilligen und Landwehr), zeigt auch die Wahl von Druckort und (renommiertem) Verlag, daß Rückert seine Gedichte keinem publizistischen Gebrauch zuzuführen beabsichtigte.Google Scholar
  44. 79.
    J.M. Lotman: Die Struktur literarischer Texte. 1972, S. 27.Google Scholar
  45. 80.
    Zur Reimtheorie der Romantik siehe Hermann Meyer: Erotik des Reims. In: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. 1975, S. 39–59.Google Scholar
  46. 82.
    Die Forschung bisher hat das Textcorpus enger gefaßt und sich vornehmlich mit der Bardenlyrik beschäftigt. Zusammenfassend P. Pütz: Aufklärung. In: W. Hinderer (Hg.): Geschichte der politischen Lyrik in Deutschland. 1978, S. 114–140, bes. S. 124 ff.;Google Scholar
  47. siehe dagegen Verf.: Patriotische Lyrik, In: J. Ziechmann (Hg.): Panorama der Fridericianischen Zeit. Ein Handbuch. 1985, S. 218–221. Zur Bardendichtung: H. Stolpe: Die Auffassung des jungen Herder vom Mittelalter. Ein Beitrag zur Geschichte der Aufklärung. 1955, bes. S. 335 ff, S. 371 ff;Google Scholar
  48. G. Kaiser: Pietismus und Patriotismus im literarischen Deutschland. Ein Beitrag zum Problem der Säkularisation. 21973;Google Scholar
  49. U. Dzwonek/ C. Ritterhoff/ H. Zimmermann: Bürgerliche Oppositionsliteratur zwischen Revolution und Reformismus. F.G. Klopstocks Deutsche Gelehrtenrepublik und Bardendichtung als Dokument der bürgerlichen Emanzipationsbewegung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In: B. Lutz (Hg.): Deutsches Bürgertum und literarische Intelligenz 1750–1800. 1974, S. 277–328;Google Scholar
  50. H.J. Pott: Harfe und Hain. Die deutsche Bardendichtung des 18. Jahrhunderts. Diss. Bonn 1976.Google Scholar
  51. H.J. Schrader: Mit Feuer, Schwert und schlechtem Gewissen. Zum Kreuzzug der Hainbündler gegen Wieland. In: Euph. 78, 1984, S. 325–367;Google Scholar
  52. A. Beck: “Der Bund ist ewig”. Zur Physiognomie einer Lebensform im 18. Jahrhundert. 1982;Google Scholar
  53. A. Kelletat (Hg.): Der Göttinger Hain. 1967;Google Scholar
  54. zu den psychologischen Aspekten vgl. auch H.H. Muchow: Jugend und Zeitgeist. Morphologie der Kulturpubertät. 1962.Google Scholar
  55. 83.
    Siehe Dzwonek: Bürgerliche Oppositionsliteratur, S. 301 ff, und W. Promies: Lyrik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In: R. Grimminger (Hg.): Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur Bd. 3.2, 1980, S. 569–604, bes. S. 594. Belege zur zeitgenössischen Rezeption.Google Scholar
  56. 84.
    Zu Gleim zuletzt J. Schönert: Schlachtgesänge vom Kanapee. Oder: “Gott donnerte bei Losowitz”. Zu den Preußischen Kriegsliedern in den Feldzügen 1756 und 1757 des Kanonikus Gleim. In: K. Richter (Hg.): Aufklärung und Sturm und Drang. Gedichte und Interpretationen Bd. 2, 1983, S. 126–139. S. 138 f die ältere Literatur;Google Scholar
  57. 85.
    C. Becker: Der Grenadier und seine Freunde. Eine Studie zur 200jährigen Wiederkehr seines Geburtstages. Halberstadt 1919;Google Scholar
  58. Karl Schwarze: Gleims Preußische Kriegslieder von einem Grenadier und Soldatcnbriefe als Quelle. In: GRM 25, 1937, S. 313–317.Google Scholar
  59. 89.
    Brief vom 22.2.1792, zitiert nach Ed. Niemeyer: Klopstocks Revolutionsoden. In: Herrigs Archiv für das Studium der neueren Sprachen. Bd. 22, 1867, S. 1–44, hier S. 7.Google Scholar
  60. 92.
    W. Martens: Obrigkeitliche Sicht: Das Bühnenwesen in den Lehrbüchern der Policey und Cameralistik des 18. Jahrhunderts. In: IASL 6, 1981, S. 19–51.CrossRefGoogle Scholar
  61. 94.
    Siehe Y.-G. Mix: Die deutschen Musenalmanache des 18. Jahrhunderts. 1987.Google Scholar
  62. 95.
    Goethe: Dichtung und Wahrheit 3. Teil, 12. Buch. In: Goethes Werke (Hamburger Ausgabe) Bd. IX. 41961, S. 536.Google Scholar
  63. E. Sauer: Die französische Revolution von 1789 in den Gedichten Klopstocks und der Göttinger. In: Euph. 21, 1914, S. 551–564;Google Scholar
  64. vgl. auch: A. Molzan: Klopstocks Revolutionsoden. In: H.G. Werner (Hg.): F.G. Klopstock. Werk und Wirkung. 1978, S. 153–172;Google Scholar
  65. G. Schulz: Klopstocks Revolutionslyrik. In: G. Schulz: Die deutsche Literatur zwischen Französischer Revolution und Restauration. T.1, 1983, S. 119–124;Google Scholar
  66. 105.
    Der freie Mann. In: J. Golz (Hg.): Das wahre Glück, ein Mensch zu sein. Lyrik der Aufklärung und des Sturm und Drang. Berlin 1973, S. 290–291.Google Scholar
  67. 107.
    H. Prakke: Thesen zu einer neuen Definition der Publizistikwissenschaft. In: Publizistik 6, 1961, S. 83.Google Scholar
  68. 108.
    G. Hagelweide: Probleme publizistischer Liedforschung. In: Publizistik 12, 1967, S. 3.Google Scholar
  69. 109.
    Auf die publizistische Funktion literarischer Gattungen ist eingegangen worden von G. Kieslich: Das Historische Volkslied als publizistische Erscheinung. 1958;Google Scholar
  70. G. Hagelweide: Probleme publizistischer Liedforschung. In: Publizistik 12, 1967, S. 3–13;Google Scholar
  71. W. Preisendanz: Die Funktionsüberlagerung von Dichtung und Publizistik bei Heine. In: H.R. Jauß (Hg.): Die nicht mehr schönen Künste. 1968, S. 343–374;Google Scholar
  72. J.M. Rahmelow: Das Volkslied als publizistisches Medium und historische Quelle. In: Jahrbuch für Volksliedforschung 14, 1969, S. 11–26;CrossRefGoogle Scholar
  73. H. Segeberg: Literarischer Jakobinismus in Deutschland. Theoretische und methodische Überlegungen zur Erforschung der radikalen Spätaufklärung. In: B. Lutz (Hg.): Literaturwissenschaft und Sozialwissenschaften 3, 1974, S. 509–568;Google Scholar
  74. W. Martens: Der Literat als Demagoge. Zum Thema der politischen Gefährlichkeit des Schriftstellers um 1790, entwickelt am Beispiel von Ifflands Antirevolutionsdrama Die Kokarden. In: E. Blühm (Hg.): Presse und Geschichte. Beiträge zur historischen Kommunikationsforschung. 1977, S. 100–137. Am deutlichsten ist vielleicht der publizistische Gebrauch literarischer Gattungen als Forschungsaufgabe von der Volkskunde erkannt worden,Google Scholar
  75. siehe z.B. D. Bayer: Der triviale Familien- und Liebesroman im 20. Jahrhundert. Tübingen 21971.Google Scholar
  76. 110.
    Zum Fiktionsbegriff siehe u.a.: G. Gabriel: Fiktion und Wahrheit. 1975;Google Scholar
  77. W. Iser: Die Wirklichkeit der Fiktion. In: R. Warning (Hg.): Rezeptionsästhetik. München 1975, S. 277–321;Google Scholar
  78. R. Winkler: Über Debris und Wirklichkeitsbezug in fiktionalen Texten und nicht-fiktionalen Texten. In: W. Haubrichs (Hg.): Erzählforschung 1. Göttingen 1976, S. 156–174;Google Scholar
  79. J. Bruck: Zum Begriff literarische Fiktion. In: Zs. f. germanistische Linguistik 6. 1978, S. 283–303;Google Scholar
  80. S.J. Schmidt: Fictionality in Literary and Non-Literary Discourse. In: Poetics 9, 1980, S. 525–546.CrossRefGoogle Scholar
  81. 112.
    W. Hinderer: Versuch über den Begriff und die Theorien politischer Lyrik. In: W. Hinderer (Hg.): Geschichte der politischen Lyrik in Deutschland. 1978, S. 9–42, hier S. 24.Google Scholar
  82. 119.
    A. Eberhard: Über die Kriegslieder aus der Zeit der Befreiungskriege 1813–15 und des deutsch-französischen Krieges 1870–71. In: Programm der höheren Bürgerschule zu Strausberg. 1879;Google Scholar
  83. P. Baehr: Vergleichung der Lyrik der Befreiungskriege mit der Lyrik des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. 1888;Google Scholar
  84. K. Janicke: Das deutsche Kriegslied. 1871;Google Scholar
  85. A. Baldi: Das deutsch-patriotische Lied und seine Bedeutung. 1813–1870. 1871;Google Scholar
  86. 123.
    E. Lämmert: Preußische Politik und nationale Poesie. In: Berlin, Facetten einer Epoche. 1981, S. 45.Google Scholar
  87. 126.
    J. Wilke: Das Zeitgedicht. Seine Herkunft und frühe Ausbüdung. 1974, S. 166.Google Scholar
  88. 128.
    D. Düding: Organisierter gesellschaftlicher Nationalismus in Deutschland (1800–1847). Bedeutung und Funktion der Turner- und Sängervereine für die deutsche Nationalbewegung. 1984.Google Scholar
  89. 129.
    Die Lyrik zwischen 1806 und 1812 ist bislang nur unzureichend erfaßt in: K. Goedeke: Grundriß zur Geschichte der Deutschen Dichtung. Bd. 7, 21890, S. 853–855.Google Scholar
  90. 130.
    [A. v. Arnim]: Kriegslieder. Erste Sammlung. Göttingen 1806. Abgedruckt in: E. Steig/H. Grimm (Hg.): Achim von Arnim und die ihm nahestanden. 1884, Bd. 1, S. 197–206.Google Scholar
  91. siehe K.H. Schäfer/J. Schawe: Ernst Moritz Arndt. Ein bibliographisches Handbuch 1769–1969. 1971, Nr. 217.Google Scholar
  92. 140.
    G. Thoma: Westfalens Anteil an der Dichtung der Befreiungskriege. Diss. Münster 1909, S. 23.Google Scholar
  93. 142.
    [L. Harscher von Almendingen]: Politische Ansichten über Deutschlands Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. [Wiesbaden: Schellenberg] 1814, S. 184.Google Scholar
  94. 143.
    Th. v. Schön: Aus den Papieren des Ministers und Burggrafen von Marienburg Theodor von Schön, (hg. von seinem Sohn). Halle 1875, S. 110.Google Scholar
  95. 147.
    G. Hagelweide: Probleme publizistischer Liedforschung. In: Publizistik 12, 1967, S. 3.Google Scholar
  96. 148.
    Über Reformansätze vor 1806 siehe: R. Kosellek: Preußen zwischen Reform und Revolution. Allgemeines Landrecht, Verwaltung und soziale Bewegung von 1791–1848. 21975;Google Scholar
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  98. vgl. auch H. Brunschwig: Gesellschaft und Romantik in Preußen im 18. Jahrhundert. Die Krise des preußischen Staates am Ende des 18. Jahrhunderts und die Entstehung der romantischen Mentalität. 1975 (11947). Zu den politischen Auseinandersetzungen nach 1806 siehe die Literatur zur Reformpolitik Steins und Hardenbergs, zuletzt E. Fehrenbach: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongreß. 1981, S. 102–118, S. 185–195 Diskussion des Forschungsstandes;Google Scholar
  99. Th. Nipperdey: Deutsche Geschichte 1800–1860. Bürgerwelt und starker Staat. 1983, Kap. I;Google Scholar
  100. R. Ibbeken: Preußen 1807–1813. Staat und Volk als Idee und in Wirklichkeit. 1970. Wichtiges Material bei A. Lionnet: Die Erhebungspläne preußischer Patrioten Ende 1806 und Frühjahr 1807. In: E. Ebering (Hg.): Historische Studien Heft 120, 1914;Google Scholar
  101. Fr. Thimme: Zu den Erhebungsplänen der preußischen Patrioten im Sommer 1808. Ungedruckte Denkschriften Gneisenau’s und Scharnhorst’s. In: HZ 86, 1901, S. 78–110;Google Scholar
  102. vgl. auch W. Kittler: Die Geburt des Partisanen (Anm. 6). Von der umfangreichen Literatur zu vom Stein wurde herangezogen: W. Hubatsch: Die Stein-Hardenbergschen Reformen. 1977 (dort auch kritische Auseinandersetzung mit der älteren Forschung);Google Scholar
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  106. zu den Plänen des Fr. von Vincke siehe H. Scheel/D. Schmidt: Das Reformministerium Stein. Akten zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte aus den Jahren 1807–1808. Bd. 3, 1968, S. 714–717.Google Scholar
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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Ernst Weber

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