Advertisement

Wissenschaftsgeschichte und Forschungsplanung

Chapter
  • 25 Downloads

Zusammenfassung

›Nur falsche Vornehmheit und jedenfalls ein falscher Begriff von Wissenschaftlichkeit lassen die Frage, welchen öffentlichen Nutzen eine Wissenschaft bringt, und wem sie ihn bringt, ungehörig erscheinen. Die Beiträge der deutschen Philologie zur allgemeinen Bildung werden hauptsächlich vermittelt über den Schulunterricht. Die dazu nötige Berufsausbildung muß schon deshalb als eine ihrer wichtigen Aufgaben verstanden werden, weil es keine anderen Anstalten dafür gibt und geben soll. Zu diesem Zwecke bedarf der Universitätsunterricht einer richtigen Auswahl des dargebotenen Stoffes. Daß darunter die Strenge der wissenschaftlichen Behandlung leiden müßte, ist eine unbegründete Besorgnis. Dies ist auch der einzig richtige Weg, der wissenschaftlichen Erkenntnis den wünschbaren Einfluß auf die Schule zu verschaffen. Freilich sind veraltete Lehrpläne und Prüfungsbedingungen ein noch verbreitetes Hemmnis auf diesem Wege.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Hermann Paul: Die Bedeutung der deutschen Philologie für das Leben der Gegenwart. Festrede, gehalten in der öff. Sitzung der k. b. Akad. d. Wiss. zu München am 15. November 1897. München: Verlag der k. b. Akad. 1897, 23 S.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Brief von Scherer an Schmidt vom 24. 10. 1880, in: Wilhelm Scherer/Erich Schmidt Briefwechsel Hg. von W. Richter und E. Lämmert, Berlin: Erich Schmidt 1963, Nr. 180, S. 152–154.Google Scholar
  3. 3.
    August Sauer: Literaturgeschichte und Volkskunde. Rektoratsrede, geh. in der Aula der k. k. deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag am 18. XI. 1907.Google Scholar
  4. Günther Müller: Die Bedeutung der Zeit in der Erzählkunst. Bonner Antrittsvorlesung 1946. Bonn: Universitäts-Verlag 1947, 26 S.Google Scholar
  5. 4.
    Vgl. dazu die massiven Warnungen von Helmut Klages: Thesen zur universitären Forschungsplanung. In: Kolloquium über Forschungsplanung [Veranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft], Wiesbaden: Franz Steiner 1971, S. 140 f.Google Scholar
  6. 7.
    Vgl. Norbert Henrichs: Philosophie-Datenbank. Bericht über das Philosophy Information Center an der Universität Düsseldorf. In: conceptus. Zs. f. Philosophie, hg. von Philosophiestudenten IV, 1970, S. 133–144.Google Scholar
  7. 8.
    Literatur und Datenverarbeitung. Ein Tagungsbericht, hg. von H. Schanze, Tübingen: Niemeyer 1972 [Veranstaltung des Lehrstuhls für Neuere Dt. Literaturgeschichte in Zusammenhang mit dem I. Physikal. Institut und dem Rechenzentrum der TH Aachen im Juli 1970].Google Scholar
  8. 9.
    Niklas Luhmann: Selbststeuerung der Wissenschaft In: Soziologische Aufklärung. Aufsätze zur Theorie sozialer Systeme. Opladen: Westdeutscher Verlag, 2. Aufl. 1971, S. 232–252, bes. 237ff.Google Scholar
  9. 10.
    dazu auch: Briefwechsel zwischen Karl Müllenhoff und Wilhelm Scherer. Hg. von A. Leitzmann, Berlin u. Leipzig: Walter de Gruyter 1937, S. 582 ff., sowie Edward Schröders Einführung, S. XIV.Google Scholar
  10. 17.
    Franz Pfeiffer/Karl Bartsch Briefwechsel. Mit unveröffentlichten Briefen der Gebrüder Grimm und weiteren Dokumenten zur Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts, hg. von H.-J. Koppitz. Köln: Greven 1969.Google Scholar
  11. 18.
    Vgl. dazu Alvin M. Weinberg: Probleme der Großforschung. Mit einer Einführung: Wissenschaftspolitik und Organisationsformen der Forschung von Gerard Radnitzky und Gunnar Andersson […], Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 243.Google Scholar
  12. 19.
    John von Neumann, in: The Works of the Mind, ed. by R. B. Heywood, Univ. of Chicago Press 1947; zit. bei Weinberg, S. 155 f. u. 244.Google Scholar
  13. 20.
    Helmut Krauch: Die organisierte Forschung. 1970 (= Sammlung Luchterhand 2), S. 205 ff.Google Scholar
  14. 25.
    Georg Gottfried Gervinus: Neuere Geschichte der poetischen National-Literatur der Deutschen, 1. Teil (= Geschichte der deutschen Dichtung IV). Leipzig: Wilhelm Engelmann 1840. [Vorwort] F. C. Dahlmann gewidmet, S. VII.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations