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Das Ende der Germanistik und ihre Zukunft

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Zusammenfassung

Ihre Verselbständigung, ihre gewichtigen Leistungen und ihre politische Bedeutung verdanken die Philologien in Deutschland dem Umstand, daß man eingangs des 19. Jahrhunderts von ihnen mehr erwartete als bloße Auskünfte über ihre Gegenstände Sprache und Literatur. Weil man in der Sprachgemeinschaft einen Sozialverband auf die natürlichste Weise begründet sah, erwartete man von der Sprachwissenschaft die gewichtigsten Aufschlüsse über Herkunft und Eigenart von Stämmen und Völkern. Weil die Dichtung als die ursprüngliche und einzig noch unmittelbar schöpferische Sprachäußerung verstanden wurde, fiel der Literaturwissenschaft die Erschließung der alten Poesie und die Entfaltung der Nationalgeschichte anhand einer Geschichte der poetischen Literatur als Hauptaufgabe zu.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Jacob Grimm: Über den Namen der Germanisten. In: Verhandlungen der Germanisten zu Frankfurt/M. am 24., 25. und 26. September 1846. Frankfurt/M.: 1847, S. 104, und: Über den Werth der ungenauen Wissenschaften, ebd., S. 60; auch: Kleinere Schriften. Bd. 7, Berlin: 1884, S. 569 bzw. 565.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. die Beiträge von Wolfgang Iser und von Harald Weinrich in: Ansichten einer künftigen Germanistik. München: Hanser 1959, S. 193–207 und 208–216.Google Scholar
  3. 3.
    Klaus Hartung: Analyse der Widerstände gegen einen politischen Begriff von Wissenschaft. In: Alternative 55, 1967, S. 180f.Google Scholar
  4. 4.
    Walther Heissig: Mongolistik — ein Beispiel angewandter Philologie. In: Mitteilungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2, 1969, S. 20–30.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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