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Literaturwissenschaft — ein artistisches Fach

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Zusammenfassung

Mit dem gelassenen Selbstbewußtsein eines Könners, der seine technischen Instrumente einzusetzen weiß, verglich kürzlich Valentin Brakenberg, Direktor am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen, den Anspruch, der heute an technische Bildung zu stellen ist, mit einem eher traditionellen Gebiet schöpferischer Arbeit. Er sagte: »Einen intelligenten Roboter zu entwickeln, der Steine zielgerichtet wirft, ist unendlich viel schwieriger, als einen Roboter zu schaffen, der moderne Gedichte schreibt.«1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Valentin Braitenberg: Gedankenaustausch zwischen Technik, Logik, Sprachwissenschaft und Neurophysiologie. In: Verantwortung und Wissenschaft. Die Verantwortung der Geistes- und Sozialwissenschaften angesichts der naturwissenschaftlich-technischen Herausforderung. Am Beispiel der Künstlichen Intelligenz. Dokumentation einer Anhörung im Haus des Landtags von Baden-Württemberg. Hg. von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, den Landtagsfraktionen von SPD, GRÜNEN und FDP, Stuttgart: 1988, S. 14.Google Scholar
  2. 2.
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  3. 3.
    Zitiert zuerst bei Hans Ebert: Hermann Muckermann. Profil eines Theologen, Widerstandskämpfers und Hochschullehrers der Technischen Universität Berlin. In: Humanismus und Technik 20, 1976, S. 39Google Scholar
  4. ferner bei Reinhard Rürup: Die Technische Universität Berlin 1879–1979. In: Wissenschaft und Gesellschaft. Beiträge zur Geschichte der Technischen Universität Berlin 1879–1979. Bd 1, Berlin/Heidelberg/New York: 1979, S. 33.Google Scholar
  5. 5.
    Fernando Pessoa: Livro do Desassossego. Lissabon: 1982, Fragment 518 u. 520Google Scholar
  6. 6.
    Ray Bradbury: Fahrenheit 451. New York: 1950, S. 137 ff.; Fassung von Fritz Güttinger, Zürich: 1981 (= Diogenes Taschenbuch 20862), S. 161 ff.Google Scholar
  7. 7.
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  8. 8.
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  9. 10.
    Jürgen Forster/Eva Neuland/Gerhard Rupp: »Wozu noch Germanistik? Zur Aktualität einer alten Fragestellung«, in dem von ihnen herausgegebenen Band: Wozu noch Germanistik? Wissenschaft, Beruf, kulturelle Praxis. Stuttgart: 1989, S. 8.Google Scholar
  10. 12.
    Jean Paul Sartre: Qu’est-ce que la Litterature? In: Situations, II, Paris: 1948, S. 95Google Scholar
  11. Vgl. auch Roland Barthes: SZ. Paris: 1970, S. 109, über den Leser als Produzenten.Google Scholar
  12. 14.
    So Friedrich Schleiermacher: Gelegentliche Gedanken über Universitäten in deutschem Sinn, nebst einem Anhang über eine neu zu errichtende (1808). In: Die Idee der deutschen Universität. Die fünf Grundschriften aus der Zeit ihrer Neubegründung […] Darmstadt: 1956, S. 257–262Google Scholar
  13. vgl. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: Vorlesungen über die Methode des akademischen Studiums (1802; gedruckt 1803); ebd., S. 62–64.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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