Advertisement

J

  • Friedrich Vollhardt
  • Elmar Holenstein
  • Peter Prechtl
  • Bernd Lutz
  • Bernhard Kytzler
  • Claudia Albert
  • Christoph Helferich
Chapter

Zusammenfassung

In der Vorrede zu seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung (1819) warnt Schopenhauer die Leser davor, seine »Art zu spekuliren« mit der »eines noch lebenden großen Philosophen« vergleichen zu wollen, »welcher wahrhaft rührende Bücher geschrieben und nur die kleine Schwachheit hat, Alles, was er vor seinem fünfzehnten Jahre gelernt und approbirt hat, für angeborene Grundgedanken des menschlichen Geistes zu halten.« Die Fußnote verweist auf »F.H. Jakobi«. Das Porträt war nicht nur spöttisch gemeint, da J. das Motiv seines Philosophierens ähnlich emotional mit dem Hinweis auf persönliche, pietistisch beeinflußte Erfahrungen des Jugendalters umschrieben hat: »Ich ging noch im Polnischen Rocke, da ich schon anfing, mich über Dinge einer andern Welt zu ängstigen. Mein kindischer Tiefsinn brachte mich im achten oder neunten Jahre zu gewissen sonderbaren Ansichten (ich weiß es anders nicht zu nennen), die mir bis auf diese Stunde ankleben. Die Sehnsucht, in Absicht der besseren Erwartungen des Menschen zur Gewißheit zu gelangen, nahm mit den Jahren zu, und sie ist der Hauptfaden geworden, an den sich meine übrigen Schicksale knüpfen mußten.« Jede Beschäftigung mit den Schriften J.s, die kein geschlossenes System enthalten, steht vor der grundsätzlichen Schwierigkeit, daß hier individuelle Erfahrungen bzw. das rekonstruierte Gefühl derselben nach philosophischer Deutung verlangen, zugleich aber die Gewißheit der Erkenntnis garantieren sollen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Horst, Thomas: Konfigurationen des unglücklichen Bewußtseins. Zur Theorie der Subjektivität bei Jacobi und Schleiermacher. In: Bachmaier, Helmut/Rentsch, Thomas (Hg.): Poetische Autonomie? Stuttgart 1987, S. 185–206.Google Scholar
  2. Hammacher, Klaus: Art. Jacobi. In: Neue Deutsche Biographie 10 (1974).Google Scholar
  3. Verra, Valerio: F. H. Jacobi. Dall’ illuminismo all’ idealismo. Torino 1963.Google Scholar

Literatur

  1. Jakobson, Roman: Hans Georg Gadamer und Elmar Holenstein: Das Erbe Hegels II. Frankfurt am Main 1984.Google Scholar
  2. Holenstein, Elmar: Roman Jakobsons phänomenologischer Strukturalismus. Frankfurt am Main 1975.Google Scholar

Literatur

  1. Oehler, Klaus: Der Pragmatismus des William James. In: James William: Der Pragmatismus. Hamburg 1977.Google Scholar
  2. Martens, Ekkehard (Hg.): Einleitung. In: Texte der Philosophie des Pragmatismus. Stuttgart 1975.Google Scholar
  3. Linschoten, Johannes: Auf dem Weg zu einer phänomenologischen Psychologie. Die Psychologie von William James. Berlin (West) 1961.Google Scholar

Literatur

  1. Hersch, Jeanne/Lochmann, Jan Milic/Wiehl, Reiner (Hg.): Karl Jaspers. Philosoph, Arzt, politischer Denker. München/Zürich 1986.Google Scholar
  2. Burkard, Franz-Peter: Karl Jaspers. Einführung in sein Philosophieren. Würzburg 1985.Google Scholar
  3. Salamun, Kurt: Karl Jaspers. München 1985.Google Scholar
  4. Habermas, Jürgen: Karl Jaspers. In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Wozu noch Philosophie? Frankfurt am Main 1981.Google Scholar
  5. Saner, Hans: Karl Jaspers. Reinbek bei Hamburg 1970.Google Scholar

Literatur

  1. Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung. Vierter Teil, S. 590–598 (Joachim di Fiore, drittes Evangelium und sein Reich). Frankfurt am Main 1959.Google Scholar
  2. Grundmann, Herbert: Neue Forschungen über Joachim von Fiore. Marburg 1950.Google Scholar

Literatur

  1. Culianu, Ioan P.: Gnosticismo et pensiero moderno: Hans Jonas. Rom 1985.Google Scholar
  2. Aland, Barbara (Hg.): Gnosis. Festschrift für Hans Jonas. Göttingen 1978.Google Scholar

Literatur

  1. Fetscher, Rolf: Grundlinien der Tiefenpsychologie von Sigmund Freud und Carl Gustaf Jung in vergleichender Darstellung. Stuttgart 1978.Google Scholar
  2. Jaffé, Aniela (Hg.): Erinnerungen, Träume, Gedanken. Zürich-Stuttgart 1963.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1989

Authors and Affiliations

  • Friedrich Vollhardt
  • Elmar Holenstein
  • Peter Prechtl
  • Bernd Lutz
  • Bernhard Kytzler
  • Claudia Albert
  • Christoph Helferich

There are no affiliations available

Personalised recommendations