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Zusammenfassung

Das Bauhaus erscheint heute als Inbegriff der „Corporate Idendity“ des neuen Designs, durchschaubar und sauber konturiert wie ein Architekturentwurf des neuen Bauens. Bauhaus, das ist das Styling für den „neuen Menschen“, seiner Türklinke, seines Lebens und letztendlich seiner selbst. So assoziiert der Begriff Bauhaus das Dessauer Schulgebäude als Wohnstatt eines neuen schöpferischen Geistes. Klarheit, wie sie sich in diesem Bau ausdrückt, ist das Ergebnis der Entwicklung der Bauhausidee, die ihre Kinderund Flegeljahre in Weimarer Jugendstilbauten Henry van de Veldes erlebte. Doch die Gründungszeit des Bauhauses bleibt in der Erzählung seiner Geschichte weitgehend unbeachtet. Dies begründet sich darin, daß aus der Zeit des ersten Semesters der Schule 1919 wenig Faktenmaterial überliefert ist. Andererseits will das Wenige kein rechtes Bild ergeben, das unseren Vorstellungen vom Bauhaus entspricht.

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Notizen

  1. 1.
    Zur Geschichte der Weimarer Kunstschulen von 1865 bis heute siehe auch Achim Preiß und Klaus-Jürgen Winkler, Weimarer Konzepte. Die Kunst- und Bauhochschule 1860–1995. Weimar 1996.Google Scholar
  2. 8.
    Zitiert nach Karl-Heinz Hüter, Das Bauhaus in Weimar. Studie zur gesellschaftspolitischen Geschichte einer deutschen Kunstschule. Berlin 1982, S. 158.Google Scholar
  3. 12.
    Zitiert nach Reginald R. Isaacs, Walter Gropius. der Mensch und sein Werk. Frankfurt/M, Berlin, Wien 1985. Bd. I, S. 205.Google Scholar
  4. 15.
    Walter Scheidig, Die Geschichte der Weimarer Malerschule 1860–1900. Weimar 1971. S. 100.Google Scholar
  5. 16.
    Siehe dazu Peter Tack, „ganz radikale und ungeberdige Elemente“. In: Katalog Aufstieg und Fall der Moderne. Hrsg. Rolf Bothe und Thomas Föhl. Weimar 1999, S. 246–262 und Konstanze Hofstaetter, Zeichen unserer neuen Welt — Karl Peter Röhl in Weimar 1919–1921. In: Karl Peter Röhl in Weimar 1912–1926. Weimar 1997, S. 33–54. Die expressionistischen Tendenzen wurden an der Hochschule jedoch nur geduldet. Allzu aufrührerische Gebärden, allzu laute Reformforderungen konnten durchaus den Ausschluß nach sich ziehen.Google Scholar
  6. 17.
    Vgl. ThHStA Weimar, Staatliches Bauhaus Weimar 106, Bl. 33.Google Scholar
  7. 18.
    Zitiert nach Gerda Wendermann, „Es bleibt das Metaphysische: Die Kunst.“ In: Katalog Das frühe Bauhaus und Johannes Itten, Hrsg. Bauhaus-Archiv Berlin, Kunstmuseum Bern, Kunstsammlungen zu Weimar. Stuttgart 1994, S. 382–442.Google Scholar
  8. 19.
    Die Beteiligung von Molzahn, Herrmann und Röhl an der Ausstellung „Gemälde und Skulpturen. Weimarische Künstler. Gruppe II“ im Weimarer Museum für Kunst und Kunstgewerbe im April 1919 wurde in der Presse wütend unter dem Titel „Expressionismus, Bolschewismus und Geisteskrankheit“ kritisiert. Weimarische Landeszeitung Deutschland, Nr. 137/1919 vom 20. Mai 1919. Wenige Monate später brachte der Bauausschuß des Gemeinderates diese Ausstellung in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bauhaus. Dies bestritt Gropius energisch: „Es ist hier nicht bekannt, daß Darbietungen von neuberufenen Künstlern im Museum am Karlsplatz stattgefunden haben. Wir müssen uns nachdrücklich dagegen verwahren, daß sämtliche neuzeitliche, den dortigen Kommissionen nicht genehmen Veranstaltungen, auch wenn sie ganz unbeeinflußt von hier aus entstehen, in unverantwortlicher Weise mit uns in Zusammenhang gebracht werden. Beispielsweise ist jene Übersichtsausstellung im Karlsplatzmuseum im März ds. Js., in der auch Expressionisten vertreten waren, vor der Gründung des Staatlichen Bauhauses und vor der Berufung des Direktors, ohne irgendeinen Zusammenhang mit diesen, entstanden.“ ThHStA Weimar, Staatliches Bauhaus Weimar 10, Bl. 13.Google Scholar
  9. 46.
    Vgl. Hans Maria Wingler, Das Bauhaus 1919–1933. Weimar, Dessau, Berlin. Bramsche 1962, S. 43.Google Scholar
  10. 57.
    Siehe dazu auch Justus H. Ulbricht, Willkomm und Abschied des Bauhauses in Weimar. In: Zeitschrift für Geschichte 1/1998, S. 5–27.Google Scholar
  11. 78.
    Siehe dazu Ludger Busch, Das Bauhaus und Mazdaznan. In: Katalog Das frühe Bauhaus und Johannes Itten (wie Anm. 18), S. 83–90 sowie Norbert M. Schmitz, Der Künstler als Heilbringer. In: Jeannine Fiedler und Peter Feierabend Hrsg., Bauhaus. Köln 1999, S. 120–125 und Paul Citroen, Mazdaznan am Bauhaus. In: Eckhard Neumann Hrsg., Bauhaus und Bauhäusler. Erinnerungen und Bekenntnisse. Köln 1985, S. 87–95.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Ute Ackermann

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