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Biedermeierzeit pp 952-1019 | Cite as

Adalbert Stifter (1805–1868)

  • Friedrich Sengle
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Zusammenfassung

Gotthelf wird verehrt oder ignoriert, aber er ist nicht eigentlich umstritten. Die Snobs zeigen in den meisten Teilen des deutschen Sprachgebiets nicht das geringste Interesse für ihn, was sicher nicht nur auf die sprachlichen Schwierigkeiten der Lektüre zurückzuführen ist. Der Schweizer ist doch zu gesund, zu wenig brüchig, als daß er für eine modernisierende Interpretation besonders geeignet erschiene. Mit Stifter dagegen fühlte man sich verwandt, es entstand ein förmlicher Stifter-Kult. Die Lebenshilfe, die er den Mitteleuropäern in einer Zeit der geschichtlichen Auflösung, Gefährdung und Umstrukturierung gab, sollte nicht hämisch als Religions- oder Revolutionsersatz, als Seelenmassage für schöne Seelen und Schwachgeister abgewertet, sondern mit dem angemessenen Ernst interpretiert werden. Auch eine Reihe produktiver Geister wie Nietzsche, Hofmannsthal, Rilke, Hesse, Thomas Mann verfielen der schon von Julian Schmidt erkannten und verkannten Magie dieses Erzählers. Die so sich ausbreitende Überschätzung reizte nun ihrerseits wieder dazu, Stifter und seine Verehrer zu widerlegen, zu entlarven, und man konnte gegen ihn bedeutende Namen wie Hebbel (»Diminutivtalent«), Lukács (»Klassiker der deutschen Reaktion«), Gundolf (»reizendes und rührendes Abseits«) ins Feld führen. Manches von diesem Streit mag blinder Lärm sein. Die eigentliche Stifterforschung bemüht sich jedenfalls schon seit langer Zeit um einen Ausgleich, um eine differenziertere Charakterisierung und Wertung. Wenn man von einigen Lobreden österreichischer Patrioten zum 100. Todestag Stifters (1968) absieht, kann man feststellen, daß er seinen ihm zukommenden Platz unter dem Dutzend großer deutschsprachiger Erzähler zwischen Wieland und Thomas Mann mit dem ihn kennzeichnenden »Maß« eingenommen hat.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Adalbert Stifter, Gesammelte Werke, hg. v. Konrad Steffen, Bd. 14, Basel und Stuttgart 1972, S. 122.Google Scholar
  2. 2.
    Urban Roedl [Pseud. für Bruno Adler], Adalbert Stifter in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Hamburg 1965, S. 33. Auch andere Stifterforscher scheinen schlechte Klopstockkenner zu sein.Google Scholar
  3. 3.
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  4. 4.
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  6. 7.
    Vgl. Johann Aprent, Adalbert Stifter, 1869, hg. v. Moriz Enzinger, Nürnberg 1955, S. 55;Google Scholar
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  10. 9.
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  15. 16.
    Ich denke an Karlheinz Rossbachers »Alles wird gleich wichtig« (Erzählstandpunkt und Personendarstellung bei Adalbert Stifter, in: VASILO Jg. 17, 1968, S. 54), ferner an die Gesamttendenz von Keith Spaldings Stifter-Essay, in: German Men of Letters, Bd. 5, hg. v. Alex Natan, London 1969, S. 183–206. Er betont das sanfte Gesetz zu stark — wie so viele.Google Scholar
  16. 17.
    Hans Rempel, Aufstieg der deutschen Landschaft. Das Heimaterlebnis von Jean Paul bis Stifter, Gießen 1964, S. 21.Google Scholar
  17. 18.
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  18. 21.
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  20. 22.
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  21. 23.
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  25. 29.
    Hedwig Straumann-Windler, Stifters Narren. Zum Problem der Spätromantik, Zürich 1952. Noch keine gründliche Bearbeitung des Themas.Google Scholar
  26. 30.
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    Zu diesem Problem vgl. besonders Marion Müller-Potschien, Das Schweigen in der Dichtung Adalbert Stifters, Diss. Erlangen-Nürnberg 1968.Google Scholar
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    Richard Exner, Hugo von Hofmannsthal zu Adalbert Stifter, in: Adalbert Stifter, Studien und Interpretationen, Gedenkschr. zum 100. Todestag, hg. v. Lothar Stiehm, Heidelberg 1968, S. 307.Google Scholar
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    Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auf einem anderen Wege Helga Bleck wenn, Stifter und Goethe, Frankfurt und Bern 1977, S. 27.Google Scholar
  31. 37.
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  33. 41.
    Daß auf dem Lande spielende Novellen Stifters wie Haidedorf und Der Weihnachtsabend sich nur am Rande mit dem relativ fest geprägten Typ der »Dorfgeschichte« (vgl. Bd. II, S. 865 ff.) berühren, beweist auch Jürgen Hein (Adalbert Stifter und die Dorfgeschichte des 19. Jahrhunderts, in: VASILO Jg. 21, 1972, S. 23–31).Google Scholar
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    John Whiton, Symbols of social renewal in Stifter’s »Bergkristall«, in: GR, Bd. 47 (1972), S. 259–280.Google Scholar
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  36. 54.
    Zu diesem Thema gibt es mehrere Untersuchungen z. B. aus der Schweizer Schule. Ich erwähne Elisabeth Kläui, Gestaltung und Formen der Zeit im Werk Adalbert Stifters, Bern 1969.Google Scholar
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    Walter L. Hahn/Eugene Oregon, Zeit und Zeitgerüst bei Stifter: Granit, in: VASILO Jg. 20–22 (1971–73), S. 14.Google Scholar
  38. 56.
    Donald LoCicero, Stifter and the Novelle, Some New Perspectives, in: Modern Austrian Literature, Bd. 1, Nr. 3 (1968), S. 18–30.Google Scholar
  39. 57.
    Sepp Domandl, Die philosophische Tradition in Ad. Stifters »sanftem Gesetz«, in: VASILO Jg. 21, 1972, S. 79–103.Google Scholar
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    Eugen Thurnher, Stifters »Sanftes Gesetz«, in: Unterscheidung und Bewahrung. Festschrift für Hermann Kunisch, Berlin 1961, S. 381–397.Google Scholar
  41. 59.
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  42. 60.
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  43. 66.
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    Franz Haslinger, Peter Rosegger als Herold Adalbert Stifters, Graz und Wien 1955, S. 34 (vgl. Heckenasts Vorwort zur 3. Aufl. des Nachsommer).Google Scholar
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    Hartmut Eggert, Studien zur Wirkungsgeschichte des deutschen historischen Romans 1850–1875, Frankfurt/M. 1971, S. 164 ff.Google Scholar
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  68. 114.
    Herr Dr. Helmut Bergner, der Betreuer der Stifterhandschriften in der Bayerischen Staatsbibliothek, macht mich darauf aufmerksam, daß diese von mir wie ein Topos verwendete Äußerung Stifters nicht gesichert ist. Josef Bindtner (Adalbert Stifter, sein Leben und sein Werk, Wien u.a. 1928, S. 8,291) belegte dies angebliche Zitat Stifters nicht. Auch die Droste hofft auf eine Wirkung in hundert Jahren (vgl. o. S. 594 * Anm.). Ich beseitige die Äußerung nicht, weil sie Stifters noch zäheres Ringen um dauerhafte Wirkung gut trifft.Google Scholar
  69. 116.
    Vgl. Günther Müller, Aufbauformen des Romans, dargelegt an den Entwicklungsromanen G. Kellers und Ad. Stifters, in: Neophilologus, Jg. 37 (1953), S. 1–14.CrossRefGoogle Scholar
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  71. 118.
    Neben Weippert nenne ich Erik Wolf, Der Rechtsgedanke Ad. Stifters, Frankfurt/M. 1941;Google Scholar
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    Benno Ulm, Johann und Josef Rint, die Bildschnitzer Ad. Stifters, in: VASILO Jg. 17 (1968), S. 165.Google Scholar
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    Vielleicht zu pointiert, da auch Thomas Mann den Roman empfahl, vgl. J. Müller, Thomas Mann über Stifter, in: VASILO Jg. 12 (1963), S. 62.Google Scholar
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    Eduard Rückle, Die Gestaltung der dichterischen Wirklichkeit in Stifters Witiko. Eine Untersuchung der strukturbildenden Formprinzipien, Diss. Tübingen 1968, S. 156.Google Scholar
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    Kunisch, Adalbert Stifter, Mensch und Wirklichkeit, Studien zu seinem klassischen Stil, Berlin 1950.CrossRefGoogle Scholar
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    Studien, hg. v. Stefl, Augsburg 1955, S. 454; 2. Die Mappe meines Urgroßvaters (Letzte Fassung). Sonnenfinsternis. Aus dem alten Wien (Wien und die Wiener), hg. v. Stefl, Augsburg 1957, S. 184.Google Scholar
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    Eva Arts, Studien zur Erzählkunst Ad. Stifters, Der Aufbau der vier späten Erzählungen, Diss. Wien 1976, S. 1.Google Scholar
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    Susi Gröble, Schuld und Sühne im Werk Adalbert Stifters, Diss. Basel 1965, S. 22.Google Scholar
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    Zitiert im Nachwort zu: Bunte Steine, Späte Erzählungen, hg. v. Stefl, Augsburg 1960, S. 766.Google Scholar
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    Karl Konrad Polheim, Die wirkliche Wirklichkeit, A. Stifters ›Nachkommenschaften‹ und das Problem seiner Kunstanschauung, in: Untersuchungen zur Literatur als Geschichte, Fs. für von Wiese, Berlin 1973, S. 389.Google Scholar
  88. 170.
    Die gelehrte Neugier wird wohl zur weiteren Diskussion über Stifters Todesart führen. Es ist aber zu begrüßen, daß nun auch in Österreich die prinzipielle Unabhängigkeit der historischen Leistung vom moralischen Wohlverhalten erkannt wird; — auch abgesehen davon, daß der Freitod bei qualvoller unheilbarer Krankheit ein besonders umstrittenes sittliches Problem darstellt. Alois Großschopf meint in dem Stifter-Abschnitt des offiziellen Werkes Tausend Jahre Österreich, Bd. 2, Wien und München 1973, S. 58: »Angesichts von Stifters Leistung als Dichter, Maler, Pädagoge und Denkmalpfleger erscheint die Debatte [über seinen Tod] mü-ßig.«Google Scholar

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  • Friedrich Sengle

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