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„Goethe hat mich auf dieser reise nicht verlassen“

Das letzte Lied in Fanny und Wilhelm Hensels Reise-Album 1839–40
  • Gisela Müller
  • Viola Hildebrand-Schat
Chapter

Zusammenfassung

„Beschränkte bürgerliche Behaglichkeit“ lautet womöglich das erste vorschnelle Urteil beim Lesen dieser Zeilen. Vielleicht sogar „spießbürgerliche“ oder „biedermeierliche Behaglichkeit“? Philiströses Kraut wächst üppig in diesem Hausgarten und der Gärtner kann nicht von allzu robuster Natur gewesen sein. Das Gedicht ist nahezu unbekannt und von der Forschung gänzlich unbeachtet, obwohl es mehrmals und in unterschiedlichen Zusammenhängen veröffentlicht wurde. Aber: Johann Wolfgang von Goethe ist immerhin der selbstbewusste Autor dieser Verse, und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts blieben sie durchaus nicht unbeachtet. Fanny Hensel vertonte den Hausgarten und gab ihrem gleichnamigen klavierbegleiteten Sololied einen prominenten Platz in ihrem Werk.

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Notizen

  1. 3.
    Vergleiche Wiederabdruck in: J. W. von Goethe, Münchner Ausgabe 1993, Bd. 13.2, a. a. O., S. 97 ff. Die ausführlichste Besprechung der Radierten Blätter im Zusammenhang von Goethes gesamtem zeichnerischen Werk (mit zahlreichen Abbildungen) findet sich in: P. Maisak, Johann Wolfgang Goethe. Zeichnungen, Stuttgart 1996.Google Scholar
  2. 13.
    Erschienen in den Jahren 1827–1830, für den Bücherbesitz der Mendelssohns nachgewiesen bei P. W. Jones, The Library of Felix Mendelssohn Bartholdy, in: Festschrift Rudolf Elvers zum 60. Geburtstag, Tutzing 1985, S. 289–328.Google Scholar
  3. 19.
    F. Hensel, Tagebücher, hrsg. von H.-G. Klein und R. Elvers, Wiesbaden u. a. 2002, S. 174.Google Scholar
  4. 26.
    H.-G. Klein, „O glückliche, reiche, einzige Tage.“ Fanny und Wilhelm Hensels Album ihrer Italienreise 1839/40, in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 36, 1999, S. 297 (am Schluss des Albums wird dieses Datum der Ankunft in Berlin verzeichnet, sozusagen noch als textzugehörige Information, und nicht das Datum der Fertigstellung des Albums, wie es sonst bei Album- und Widmungsblättern üblich war). Für die Deutung, dass es sich bei Wilhelm Hensels Zeichnung um einen Gartenaufgang in der Leipziger Straße handelt, spricht unter anderem die Motivähnlichkeit mit der vielerorts abgebildeten Zeichnung „Gartenhaus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, unter anderem in: H. E. Jacob: Felix Mendelssohn und seine Zeit, Frankfurt a. M. 1959, vor S. 97;Google Scholar
  5. auch in: E. Weissweiler, Fanny Mendelssohn. Ein Porträt, Frankfurt a. M. u. a. 1985, S. 26;Google Scholar
  6. auch in: M. Jacobi, M. Felix Mendelssohn Bartholdy, Bielefeld 1915, S. 11.Google Scholar
  7. 27.
    Sebastian Hensel gibt hier irrtümlicherweise an, dass Hausgarten das erste Lied gewesen sei, welches seine Mutter „nach der Rückkehr zu komponieren Lust und Veranlassung fand“ (S. Hensel, Die Familie Mendelssohn, Frankfurt a. M. 1995, S. 635). Die oben erwähnte Tagebuchnotiz belegt jedoch, dass das Lied mindestens vor dem 13. Juli 1840, also während oder vor der Italienreise entstanden sein muss.Google Scholar
  8. 30.
    Tagebucheintrag vom 2. Juni 1841, in: F. Hensel, Tagebücher, hrsg. von H.-G. Klein und R. Elvers, Wiesbaden u. a. 2002, S. 204.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2003

Authors and Affiliations

  • Gisela Müller
  • Viola Hildebrand-Schat

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