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„Allemande Faite en Passant le Rhin Dans une Barque en Grand Peril“

Eine neue Quelle zum Leben und Schaffen von Johann Jakob Froberger (1616–1667)
  • Peter Wollny
Chapter

Zusammenfassung

In der Geschichte der Musik für Tasteninstrumente und der Entwicklung der Gattungen Suite und Toccata zählt der kaiserliche Hoforganist Johann Jakob Froberger zu den wichtigsten Figuren seines Zeitalters. Geboren 1616 in Stuttgart und ausgebildet am kaiserlichen Hof in Wien sowie bei Girolamo Frescobaldi in Rom, griff Froberger in seiner Spielmanier und seinen Kompositionen deutsche und italienische Stilelemente auf und verband sie — nach gängiger Auffassung — mit Anregungen, die er während eines Aufenthalts in Paris sammeln konnte. Frobergers Bedeutung ist schon früh erkannt worden. Aus diesem Grund war die Erkundung seines wechselvollen Lebens immer wieder Gegenstand der musikwissenschaftlichen Forschung2 und auch sein in drei prachtvollen autographen Bänden, einigen postumen Drucken und zahlreichen Handschriften des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts überliefertes Schaffen liegt in mehreren Neuausgaben vor.3 Gleichwohl besteht an offenen Fragen und ungelösten Problemen kein Mangel.

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Notizen

  1. 2.
    Vergleiche die Bibliographie bei Siegbert Rampe, Froberger, Johann Jacob, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Kassel u. a. 22002, Personenteil, Bd. 7, Sp. 172–188, speziell Sp. 187–188.Google Scholar
  2. Wertvolle Zusammenfassungen des derzeitigen Forschungsstands bieten die Beiträge von Pieter Dirksen und Rudolf Rasch in The Harpsichord and Its Repertoire. Proceedings of the International Harpsichord Symposium Utrecht 1990,Google Scholar
  3. hrsg. von P. Dirksen, Utrecht 1992, sowie Rampes Vorworte zu den Bänden der im Erscheinen begriffenen neuen Werkausgabe (Froberger. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, Kassel 1993 ff.; im Folgenden NFA).Google Scholar
  4. Siehe auch R. Rasch, Johann Jacob Frobergers travels 1649–1653, in: The Keyboard in Baroque Europe, hrsg. von C. Hogwood, Cambridge 2003, S. 19–35.Google Scholar
  5. 3.
    Zu nennen sind die Ausgaben von Guido Adler in Denkmäler der Tonkunst in Österreich, Bde. IV/1 (1897), VI/2 (1899) und X/2 (1903), Howard Schott, Le Pupitre, Bde. LVII (1977), LVIII/1 (1989) und LVIII/2 (1993), und die bereits in Anmerkung 2 genannte Edition von Siegbert Rampe.Google Scholar
  6. 4.
    J. G. Walther, Musicalisches Lexicon, Leipzig 1732 (Reprint Kassel 1953), S. 264.Google Scholar
  7. 5.
    J. Mattheson, Grundlage einer Ehrenpforte, Neudruck, hrsg. von M. Schneider, Berlin 1910 (Reprint Kassel und Graz 1969), S. 87–98.Google Scholar
  8. 12.
    Vergleiche R. Rasch und P. Dirksen, Eine neue Quelle zu Johann Jacob Frobergers Ciaviersuiten. Michael Bulyowskys Handschrift, in: Musik in Baden-Württemberg 8, 2001, S. 133–153. Die Handschrift wurde 1998 von der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek aus Privathand erworben; Signatur: Mus. l-T-595.CrossRefGoogle Scholar
  9. 14.
    Vergleiche H.-J. Schulze, Studien zur Bach-Überlieferung im 18. Jahrhundert, Leipzig und Dresden 1984, S. 59 und 150–151.Google Scholar
  10. 15.
    Vergleiche L. Krüger, Johann Kortkamps Organistenchronik, eine Quelle zur hamburgischen Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts, in: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 33, 1933, S. 188–213; eine Schriftprobe findet sich in: Die Geschichte in Musik und Gegenwart, Bd. 7, a. a. 0., Tafel 68.Google Scholar
  11. 16.
    Zu Kaplers Biographie vergleiche F. Krummacher, Die Überlieferung der Choralbearbeitungen in der frühen evangelischen Kantate, Berlin 1965 (= Berliner Studien zur Musikwissenschaft, Bd. 10), S. 320; Kaplers Verbindung zu Froberger erwähnt J. Mattheson, Grundlage einer Ehrenpforte, a. a. O., S. 87–88.Google Scholar
  12. 24.
    Vergleiche S. Rampe, Zur Zuschreibung neu entdeckter Ciavierpartiten an Johann Jacob Froberger (1616–1667), Teil II und Schluss, in: Concerto, Juli/August 2002, S. 28–30, sowie NFA, Bd. IV. 1, S. XVII-XVIII.Google Scholar
  13. 32.
    Abgedruckt bei S. Rampe, Das „Hintze-Manuskript“ — Ein Dokument zu Biographie und Werk von Matthias Weckmann und Johann Jacob Froberger, in: Schütz-Jahrbuch 19, 1997, S. 71–111, speziell S. 104–105.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2003

Authors and Affiliations

  • Peter Wollny

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